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Shiatsu – Beratung – Meditation

Monat

März 2020

Gleichmut in der Krise -5

Ängste überwinden

Wir befinden uns in einer krisenhaften Situation und bekommen vermittelt, dass das jetzt die Ruhe vor dem Sturm ist – so warnt uns die Regierung. Die Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Covid-19 werden verschärft, um unser Gesundheitssystem nicht zu überlasten und somit Menschenleben zu retten. Das ist richtig und wichtig. Aber es kann auch die Ängste verstärken, die wir eigentlich überwinden wollen.

Angst vor dem Unbekannten

In Österreich wird Toilettenpapier gehamstert, in den USA werden verstärkt Waffen gekauft. Wir reagieren auf das Unbekannte, das wir nicht einschätzen können, mit Unsicherheit und Angst. Wie können wir dieser Angst begegnen?

Es gibt eine Reihe von Strategien, die wir hier anwenden können, natürlich individuell höchst unterschiedlich wirksam. Jeder und jede von uns hat im Laufe des Lebens solche Strategien entwickelt. Manche dieser Strategien waren in der Vergangenheit hilfreich und sind es noch, manche sind für die gegenwärtige Situation nicht anwendbar, andere waren nie besonders sinnvoll.

Ängste wahrnehmen, annehmen, aushalten und loslassen

Angst kann uns überwältigen, sie kann sich aber auch ganz still in unser „System Mensch“ schleichen und uns einnehmen.

Angstsymtome

  • kalte Hände und kalte Füße
  • Herzklopfen
  • Muskeln spannen sich an, oft besonders im Nacken und Kiefer, Muskelzittern kann auftreten
  • der Mund wird trocken
  • der Magen fühlt sich flau an
  • der Kopf wird leer oder komplett verwirrt, wir können keinen klaren Gedanken mehr fassen
  • wir wollen weg, raus aus dieser Situation – die Fluchtreaktion auf Stress
  • manche werden aggressiv – die Kampfreaktion auf Stress

Wenn wir solche körperlichen Phänomene spüren und nicht wissen was los ist, können wir uns fragen, ob wir von Angst überfallen werden. Wir können unsere Aufmerksamkeit und Wahrnehmung sowohl auf einer körperlichen wie auch auf einer gefühlsmäßigen und gedanklich-geistigen Ebene durch Achtsamkeitsübungen stärken. Ziel davon ist, Klarheit zu haben, was in diesem Moment in Körper und Geist vorgeht.

Mehr zur Achtsamkeit HIER.

Kurzer Körperscan zum Anhören oder Download

Angst hat viele Symptome und diese zu kennen, hilft uns zu wissen, was los ist

Und das gibt ein Stück Sicherheit, denn das Unbekannte, das was wir nicht zuordnen können, macht uns am meisten Angst.

Ängste überwinden durch Annehmen

Wichtig ist zu wissen, dass Angst und Furcht etwas ganz Normales und Universelles ist. Ängste zu verdrängen, zu verharmlosen, lächerlich zu machen ist nicht hilfreich, ja kontraproduktiv. Die Grundfunktion von Angst ist uns zu schützen, also eine positive. Aber Angst kann sich auch selbständig machen, irrational werden und überschießen, sich also von der realen Situation gänzlich lösen.

Wir können Angst in seine Bausteine zerlegen und uns diese anschauen. Was wir damit machen, ist einerseits, sie mit einer gewissen Neugier zu betrachten, sie zu erforschen, womit wir Abstand bekommen. Andererseits werden wir entdecken, dass Angst ein Phänomen ist, das aus verschiedenen Bausteinen besteht, die wir betrachten können, die uns nicht überwältigen, die wir annehmen können.

Die körperlichen Bausteine der Angst, die Symptome, wurden bereits erwähnt. Angst kann auch verschiedene Emotionen beinhalten wie Besorgnis, Furcht, Grauen, Entsetzen, Panik,…. Wie fühlen sich diese Emotionen im Körper an, wo sind sie wahrnehmbar, welche Temperatur haben sie, verändern sich sich? Angst hat auch eine gedankliche Ebene und Gedanken schaffen wieder Emotionen und Gefühle.

Ängste überwinden durch Aushalten

Wir können Angst auf verschiedene Weise annehmen und aushalten: indem wir sie in ihre Teile zerlegen – diese sind dann weniger bedrohlich und leichter annehmbar. Wir können einen Perspektivenwechsel vollziehen und Angst als Lehrer sehen, denn wenn wir die Angst zulassen, können wir sehr viel über uns selbst lernen. Vor allem können wir lernen, dass wir viel mehr aushalten als wir denken, wenn wir einmal nichts tun und die Dinge sein lassen, wie sie sind (so wir objetkiv nichts daran ändern können). Wir können Angst als Illusion sehen, in der uns unser Geist Objekte und Situationen als real erleben lässt. Wenn wir nicht darauf einsteigen, vergeht die Angst meist wieder. Wenn wir uns hineinsteigern, verstärken wir sie.

Wir können uns aber auch selbst umarmen, mit Selbstmitgefühl reagieren, uns trösten in der Situation. Selbstmitgefühl lässt sich entwickeln, die Fähigkeit sich selbst liebevoll zu behandeln verleiht uns emotionale Stabilität und Stärke.

Selbstmitgefühl

Ein erster Schritt ist hier auch wieder das Annehmen und Zugeben unserer Angst. Zum Selbstmitgefühl wie auch zum Mitgefühl für andere gehören freundliche Gefühle für das Leiden das wir durch Angst erleben. Uns aktiv selbst trösten heißt Frieden mit uns selbst schließen, indem wir uns Wärme, Freundlichkeit, Geborgenheit und Sympathie entgegenbringen.

Hier finden Sie schöne Übungen zum Thema.

Es gibt unmzählige hilfreiche Ansätze, um mit Angst umzugehen. Wichtig bei Angsterleben ist, sich mit der Angst zu beschäftigen ohne sich ihr hinzugeben. Angst ist Teil des Spektrums menschlichen Erlebens. Da ist nichts falsch, wenn wir Angst erleben, weder mit unserem Leben noch mit uns selbst. Sich mit der Angst auseinandersetzen und sie dann aber auch wieder loslassen nach dem Motto „So, jetzt habe ich meine momentanen Ängste wahrgenommen, betrachtet und gesehen, dass ich sie aushalten kann und jetzt mache ich wieder etwas Anderes.“

Ich hoffe, Sie finden hier ein paar hilfreiche Anregungen! Ich wünsche Ihen Gesundheit auf allen Ebenen, bleiben Sie gesund und halten Sie durch!

Bei Fragen kontaktieren Sie mich telefonisch oder besser noch per Email: harald.reiter@shiatsu-im-raum.at. Eine Erstberatung im Ausmaß von 30 Minuten ist kostenlos. In dringenden Fällen und wenn Sie mich nicht erreichen HIER noch eine Seite, wo Sie kostenlose Krisenintervention bekommen können. http://www.sos-corona.at

Gedicht über das Nichtstun

Quellen:

Gleichmut in der Krise -4

Isolation und Quarantäne gut meistern

Quarantäne oder häusliche Isolation haben die meisten von uns noch nicht erlebt daher stellt dies eine Ausnahmesituation dar. Aber: wir sind nicht allein! Und: Auch diese Erfahrung geht ganz sicher vorbei! Auch wenn wir wir uns im Moment vielleicht verunsichert oder hilflos fühlen, es gibt immer eine Lösung!

Wenn dringend Hilfe von außen benötigt wird:

Helpline 0664/1412430

Das Beratungsservice des Berufsgruppe für Personenbetreuung und Personenberatung hilft rasch und kompetent.

Oder besuchen Sie die die Online – Plattform für psychosoziale Dienstleistungen:

www.sos-corona.at

!! Die Beratungen für den Fall der Krisenintervention sind kostenfrei !!

Es ist keine Schande sich im Bedarfsfall Hilfe zu holen. Eine Isolationssituation wie diese ist besonders herausfordernd und vor allem unbekannt. Daher haben wir vielleicht nicht alle Lösungs- und Deeskalationsstrategien parat. Überforderung muss nicht sein – lassen Sie sich unterstützen. Gemeinsam schaffen wir auch diese herausfordernde Zeit.

Wie Sie Isolation und Quarantäne gut meistern

Allgemeine Tipps:

Tagesstruktur: Halten Sie eine Ihnen gewohnte Tagesstruktur ein!

Struktur hilft gegen Chaos, gibt Sicherheit und stabilisiert Ihren Alltag. Solche täglichen Rituale, unsere Tagesstrukturen geben einen bestimmten Ablauf vor, der uns Ruhe und Sicherheit gibt. Wir alle brauchen Rituale, um unsere Umwelt zu strukturieren. So haben wir das Gefühl, mehr Kontrolle zu haben. Das gilt schon für die Kleinsten und für die Grossen.

Bewegung: Ein wesentlicher Faktor ist Bewegung und Sport.

Sie bewirkt Wunder im Kopf und wirkt sich, wissenschaftlich nachgewiesen, positiv auf unsere Stimmung und Psyche aus. Bewegung ist auch auf engem Raum möglich: Videos mit praktischen und einfachen Übungen, von unseren Sportwissenschaftlichen Beratern im Internet liefern nützliche Anregungen und motivieren. Um aus Gedankenkreisen auszusteigen, empfehle ich Koordinationsübungen, z.b. Battements von meiner Kollegin Miriam Biritz-Wagenbichler

Kontakte: Bleiben Sie mit Ihrem üblichen sozialen Umfeld im Kontakt.

Nutzen sie die Möglichkeit der Videotelefonie. Gefühlter Zusammenhalt in der Familie oder dem Freundeskreis gibt Halt. Nutzen Sie die Ihnen zur Verfügung stehenden Kanäle, um im Kontakt zu bleiben, tauschen Sie sich darüber aus, was heute alles gut gelaufen ist und was Sie gut geschafft haben (also Glas-Halb-Voll- statt Glas-Halb-Leer-Mentalität), so stärken Sie sich gegenseitig.

Anpassungs- und Flexibilitätskompetenz (Resilienz):

Folgende wissenschaftlich erforschte Faktoren sind hierfür förderlich:

1. Aktzeptanz: Unterscheiden lernen, was alles in meinem Einflussbereich ist und was nicht und daraus das Beste zu machen; nach dem Motto: „Es ist wie es ist!“

2. Optimismus: In schwierigen Zeiten, wie diese, nach dem Guten und nach neuen Chancen suchen. „Don’t worry be happy“

3. Selbstwirksamkeit und Selbststeuerung: „Meine Gedanken machen meine Realität“

4. Verantwortung übernehmen: Die Verantwortung und somit die Kontrolle über mein eigenes Leben und für meinen persönlichen Zustand (Gedanken, Gefühle und Handlungen) zu haben ist hier ein grundlegender Antrieb um zuhause zu bleiben und auf sich zu schauen.

5. Netzwerkorientierung: Beziehungen zu gestalten, zu pflegen und eventuell welche neu aufzubauen vermitteln ein Gefühl von Zugehörigkeit, der einen sehr stabilisierenden Effekt im Leben hat. „Du bist nicht allein“

6. Lösungsorientierung: Auch wenn ich heute noch nicht weiß, wie sie genau aussieht, interessieren mich unabhängig von meiner Vergangenheit die neuen Chancen und Möglichkeiten der Zukunft. All dies hilft, Krisensituationen gut durchzustehen.

Persönliche Ressourcen unterstützen uns im Umgang mit dieser herausfordernden Situation.

Dazu gehören Ihre Talente, innere Kraftquellen und positiven Erfahrungen Ihres Lebens genauso wie überwundene Schicksalsschläge, die Ihnen Kraft und Zuversicht geben, dass Sie es immer wieder geschafft haben und schaffen werden. Erinnern Sie sich daran, nehmen Sie wahr, wie Sie sich danach gefühlt haben und aktivieren Sie diese Erinnerungen täglich immer wieder. Dies wird Ihnen Kraft, Sicherheit und Vertrauen geben.

Tagesplanung:

Erstellen Sie für sich einen möglichst strukturierten Tagesplan. Dieser beugt Kontrollverlust und Hilflosigkeit vor.

Medienkonsum: Schränken Sie Ihren Medienkonsum bewusst auf Fakten ein.

Informieren Sie sich in seriösen Medien und dies nur kurz um Tatsachen für Ihre persönliches Sicherheitsgefühlt zu sammeln. Meiden Sie durchgehende dauernde Informationsflut über die Coronasituation weltweit. Vor allem Kinder sind davor zu bewahren. Sie können die Menge an Information nicht verarbeiten und dies könnte sie total überfordern. Geben Sie an Ihre Kinder, kindgerechte und kurze Informationen weiter. Vermitteln Sie Ihnen Sicherheit.

Folder zum Download!

Isolation und Quarantäne gut meisten – Folder

Isolation und Quarantäne gut meistern

Was tun bei Ängsten und Sorgen?

Wir brauchen Zeit, um uns an diese außergewöhnliche Zeit und den damit einhergehenden Umstände zu gewöhnen. Ungewohnte Belastungen und Herausforderungen können jederzeit auf uns zu kommen. Dies kann ungewohnte Ängste, Sorgen und Emotionen hervorrufen. Es braucht einen neuen Umgang damit. Hilfreiche Maßnahmen sind:

Beschränken Sie Ihren Medienkonsum!

Gestalten und limitieren Sie bewusst diesen vor allem in Bezug auf die Corona-Virus-Pandemie. Es kann belastend sein, immer wieder mit einschlägigen Bildern und Schilderungen konfrontiert zu werden. Gehen Sie zu Panikmache bewußt auf Distanz! Verzichten Sie auf die Dauerbespielung von massenweis kursierenden SMS, WhatsApp-Nachrichten, Videos und Nachrichten auf Sozialen Medien

Fokussieren Sie auf Positives!

Auf das Schöne, Gute und Wahre! Alles was uns gefällt und erfreut stabilisiert und beruhigt. Unterhalten Sie sich mit Personen die Stabilität und Sicherheit vermitteln und unterhalten Sie sich über Positive Dinge im Leben.

Lassen Sie sich nicht von negativen Gefühlen überwältigen.

Nehmen Sie Ihre Gefühle wahr und verweilen Sie bewusst nicht darin. Es ist absolut nachvollziehbar, dass Gefühle wie Verwirrung, Angst oder Unsicherheit sich immer breit machen. Aber lassen Sie sich davon nicht überschwemmen. Beschäftigen Sie sich ganz bewusst immer wieder mit Dingen die sie gerne mögen, die sie erfreuen und erfüllen. Denken Sie immer wieder ganz bewußt an schöne Erinnerungen. Sprechen Sie auch über Ihre Gefühle, teilen sie sich mit, oder schreiben Sie diese auf und wenden Sie sich an eine unterstützende Bezugsperson oder holen Sie sich professionelle Hilfe wie der Helphotline der Berufsgruppe der Lebens und Sozialberater. Diese bieten Ihnen telefonisch, via E-Mail oder per Videoplattformen wie Skype oder Zoom professionelle Hilfe an.

Stop dem „Gerhirnkarusell“!

Denken und grübeln ist eine der vielen Strategien im Umgang mit Stresssituationen. Ein Zuviel ist jedoch kontraproduktiv und macht totales Gerhinchaos und überfordert den Menschen. Seien Sie aktiv, überlegen Sie Handlungen die Sie setzten können, bevor dieses Gehirnkarusell sie übermannt. Manche Menschen, machen gerne sportliche Übungen wie Kniebeugen, Situps oder andere Kochen oder Stricken gerne. Wiederum andere lesen oder schreiben gerne. Sie haben sicher auch so eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, für die Sie gerade jetzt Zeit haben.

Führen Sie einfache Achtsamkeitsübungen durch!

Singen, Entspannungs- und bewusste Atemübungen sind die beste Medizin gegen Angst und Sorgen. Sie finden dazu viele Anregungen auch im Internet, nutzen sie diese. Probieren Sie es mit Achtsamkeit auf den Moment! Oder mit einem kurzen Bodyscan.

Seien Sie sich sicher – diese Situation geht vorbei!

Es ist wirklich wichtig sich bewusst zumachen, dass jede Ausnahmesituation (wie z.B. diese aktuelle Pandemie) zeitbegrenzt und mit Sicherheit irgendwann überstanden ist.

Nutzen Sie alle bekannten Möglichkeiten um eine Ansteckung zu vermeiden

und halten Sie sich an die Vorgaben der Regierung !

Planen Sie schon jetzt Ihre Aktivitäten

die sie nach dem Überstehen der Situation alles machen möchten.

Isolation und Quarantäne gut meistern

Als Dipl. Lebens-und Sozialberater mit Schwerpunkt Stressmanagement stehe ich gerne für telefonische oder Beratung per Video (Skype, Zoom, Whereby) zur Verfügung. Rufen Sie mich an unter Tel. 0664 – 45 113 51 oder schreiben Sie mir eine Nachricht: harald.reiter@shiatsu-im-raum.at

Pro Person ist die erste Beratung im Rahmen von 30 Minuten kostenlos!

Quelle: Wirtschaftskammer Wien, Berufsgruppe der Lebens- und Sozialberater

Gleichmut in der Krise -3

Einfache Meridian – Dehnübungen im Stehen

nach Shizuto Masunaga

Heute möchte ich wieder mehr auf einen körperlichen Zugang hinweisen, wie wir uns in Balance bringen und halten können. Viel Freude bei der Meridiandehnübung!!

Shizuto Masunaga schuf ein vollständiges Übungssystem, bei dem man selbstständig jeden einzelnen Hauptmeridian des Körpers und die dazugehörigen Organe aktivieren kann.

Neben den Grundübungen zur Meridiandehnung möchte ich Ihnen hier eine kurze Anleitung zu Übungen im Stehen geben, die auch im Büro und in der Alltagskleidung zwischendurch durchführbar sind. Wie immer: bitte achten Sie im Sinne von Selbstrespekt und Selbstfürsorge auf Ihre Grenzen! Es geht nicht darum, wie „gut“ Sie eine Übung machen, sondern wie regelmäßig!

Wenn sie die Übungen machen, gehen Sie bitte nicht ruckartig vor und erzwingen Sie nichts. Achten Sie auf Ihre eigenen Grenzen und gehen Sie nicht über diese hinweg. Mit ein wenig Übung und einer gewissen Kontinuität werden Sie schnell feststellen, wie der Körper immer flexibler und vitaler wird. Ziel dieser Übungen ist nicht Ihre Muskeln zu entwickeln, sondern vielmehr die Erhaltung der Gesundheit, Förderung von Entspannung und Beweglichkeit und den Zustand der Meridiane erfahren zu lernen.

Atmen Sie ruhig ein, und dehnen Sie sich bei der Ausatmung. Verweilen Sie jeweils 5-7 Atemzüge in jeder der nachfolgend beschriebenen Positionen.

Halten Sie durch und machen Sie die Übungen mindestens eine Woche lang täglich –  es lohnt sich!! Und vielleicht möchten Sie die Übungen nach einer gewissen Zeit überhaupt nicht mehr missen!!

Übung – Ren Mo und Du Mo (kleiner Energiekreislauf)

Zum Aufwärmen dehnen Sie mit Ren Mo und Du Mo den kleinen Energiekreislauf.

Übung für den Lungen- und Dickdarmmeridian – Metallelement

Stellen Sie sich aufrecht hin, die Füße sind etwa in Schulterbreite gespreizt. Verschränken Sie hinter dem Rücken die Hände ineinander, die beiden Zeigefinger stehen ab und berühren einander (der Dickdarmmeridian beginnt am Zeigefinger).

Beugen Sie nun Ihren Oberkörper nach vorn und unten, wobei die überkreuzten Hände so weit wie möglich über den Kopf nach vorne gehen.

Spüren Sie in die gedehnten Bereiche und versuchen Sie bei jeder Ausatmung ein wenig mehr zu entspannen. Nach 5 tiefen Atemzügen richten Sie sich wieder langsam Wirbel für Wirbel auf.

Diese Übung bringt stagnierte Energie ins fließen.

Übung für den Milz- und Magenmeridian – Erdelement

Stellen Sie sich auf ein Bein und winkeln Sie das andere Bein nach hinten an. Umfassen Sie den Fuß hinter dem Körper mit der Hand derselben oder der anderen Körperseite. Dann strecken Sie den freien Arm in die entgegengesetzte Richtung nach oben und hinten. Beginnen Sie auf der Seite, auf der Ihnen die Übung weniger schwer fällt.

Atmen Sie langsam ein, während Sie den Fuß hochziehen soweit es geht, das Standbein ist durchgestreckt. Nachdem Sie tief eingeatmet und sich soweit wie möglich in die Dehnung hineinbegeben haben, atmen Sie aus, geben Chi frei und dehnen sich noch ein bisschen mehr. nach fünfmaliger Wiederholung auf der leichteren Seite wechseln Sie zur anderen Seite.

Übung für den Herz- und Dünndarmmeridian – Feuerelement

Bei der ersten Übung für diese Meridiane versuchen Sie, die Finger hinter dem Körper zusammenzuführen, wenn möglich einzuhaken. Meist gelingt dies bei einer Körperseite besser als bei der anderen. Sie können dann ein Theraband oder ein Kleidungsstück zuhilfenehmen, um die Übung durchzuführen, auch wenn sich die Finger der beiden Hände nicht berühren können.

Bei der zweiten Übung zu diesen Meridianen legen Sie einen Arm über oder hinter den Kopf und greifen mit der Hand des zweiten Armes den Ellenbogen des ersten Armes. Sie üben so einen leichten Zug aus und dehnen sich mit der Ausatmung in die Position hinein, halten einige Atemzüge und lockern mit der Ausatmung wieder.

Übung für den Nieren- und Blasenmeridian – Wasserelement

Bei dieser Übung stellen Sie sich aufrecht mit gestreckten Beinen hin und beugen sich dann mit gestrecktem Rücken so weit vor, so weit es geht. Dann können Sie auch den Rücken beugen und lassen den Oberkörper ganz schwer werden und mit der Ausatmung nach unten sinken, so weit Sie kommen. Sie bleiben in dieser Position für einige Atemzüge hängen und richten sich dann mit einer Einatmung Wirbel für Wirbel wieder auf. Bitte achten Sie darauf, dass Ihnen bei dieser Übung schwindelig werden könnte. Wenn Sie damit Probleme haben, können Sie die Übung auch im Sitzen durchführen, indem Sie den Oberkörper auf die Beine legen.

Übung für den Herzkreislauf- und Dreifacherwärmermeridian – Feuerelement

Die hier vorgestellte Übung nennt Masunaga „Bärenschaukel“. Wem die Grundübung zu diesen Meridianen schwerfällt, kann grundsätzlich diese Übung durchführen. Für diese Übung stehen Sie mit den Füßen etwas mehr als schulterbreit auseinander und umfassen mit der Hand die jeweils gegenüberliegende Schulter. Um festzustellen, welcher Arm über dem anderen liegen soll, probieren Sie genauso wie in den Grundübungen beide Haltungen aus, um die angenehmere herauszufinden, mit der Sie dann beginnen. Greifen Sie dann soweit wie möglich mit den Händen nach hinten. Der Oberkörper neigt sich leicht nach vorne und der Kopf folgt. Stellen Sie sich die ganze obere Körperhälfte als Kopf des Bären vor und wiegen Sie ihn von einer Seite zu anderen. Beginnen Sie die Seite zu dehnen, deren Arm oben liegt, indem Sie sich soweit wie möglich in die andere Richtung wenden. Sie müssen bis zu dem Punkt drehen, an dem sich die Ferse des gegenüberliegenden Beines vom Boden zu heben beginnt. Schwingen Sie von einer Seite zur anderen.

Übung für den Leber- und Gallenblasenmeridian – Holzelement

Bei dieser Übung stehen Sie gerade aufgerichtet mit den Füßen zusammen und heben bei der Einatmung beide Arme über den Kopf. Bei der Ausatmung lehnen Sie sich auf eine Körperseite und bleiben dort mehrere Atemzüge. Dann wechseln Sie zur anderen Körperseite. Wieder beginnen Sie mit jener Körperseite, wo die Dehnung leichter fällt.

Als zweite Übung können Sie die seitliche Dehnung verstärken, indem Sie eine Position wie auf dem Bild einnehmen. Die Position der Beine ist eine leichte Grätsche, einen Arm legen Sie über den Kopf in Richtung andere Körperseite zu der Sie sich hinbeugen. Der zweite Arm liegt am Oberschenkel an der Seite und kann in der Imagination in Richtung Sprunggelenk ziehen. Beginnen Sie auch hier wieder mit der bequemeren Seite, halten Sie die Position sanft für einige Atemzüge und kehren Sie mit einer Einatmung in eine aufrechte Standposition zurück.

Gleichmut in der Krise -2

Online – Einführungskurs in die Achtsamkeitsmeditation

Unter „Normalbedingungen“ haben wir es mit Leistungsdruck in der Arbeit, offenen Erledigungen und Rechnungen, vielleicht Unstimmigkeiten in der Familie und anderen Belastungen zu tun und es fällt uns manchmal schwer, Gleichmut in krisenhaften Situationen zu bewahren.

Nun kommt die Covid-19 Krise dazu. Viele machen sich Sorgen um ihre Gesundheit oder der nahestehender Menschen. Wer grundsätzlich dazu tendiert, schwer abschalten zu können, wird es jetzt vielleicht noch schwerer haben, andere fangen vielleicht jetzt an zu grübeln. Vor allem jene von uns, die nicht arbeiten dürfen und aufgrund der Ausgangsbeschränkung zuhause sitzen müssen. Jetzt wäre es schön, einmal etwas Abstand zu gewinnen von der eigenen Gedankenwelt, die Sorgen loslassen zu können. Achtsamkeitsmeditation kann hier eine höchst wirkungsvolle Methode sein.

Achtsamkeitsmeditation – Gleichmut in der Krise generieren

In dieser Woche haben mehr als 100.000 Menschen in Österreich ihren Job verloren und sind nun von den Zahlungen des AMS abhängig. Zehntausende wurden zur Kurzarbeit angemeldet. Über 300.000 Ein-Personen-Unternehmen – viele davon mit einem Ausfall von 100% und gänzlich ohne Einkommen – sind im Ungewissen, wie der Krisenfond der Regierung aussehen wird.

Aus diesem Grund wird dieser 4teilige Kurs auf Basis freiwilligen Gebens stattfinden. Wer nichts oder wenig geben kann, ist willkommen. Wer sich in der priveligierten Situation befindet, einen sicheren Job zu haben, kann großzügiger geben. Was mit dem freiwilligen Geben auch angeregt werden soll, ist eine Auseinandersetzung mit den Prioritäten im eigenen Leben. Und eben diese Prioritäten kommen derzeit in Bewegung. Was ist wirklich wichtig?

Inhalte der 4 Abende:

  • Einführung in die Achtsamkeitsmeditation, Achtsamkeit und Körperpräsenz im Sitzen, Stehen und Gehen
  • Umgang mit Gefühlen und Gedanken in der Mediation und im Alltag
  • Umgang mit Hindernissen in der Meditation; Achtsamkeit und Mitgefühl: wie sie sich ergänzen und wie sie sich stärken
  • die Achtsamkeitspraxis in den Alltag integrieren und stabilisieren
  • gemeinsames Praktizieren der Achtsamkeitsübungen
  • Motivation für die Übungspraxis zuhause

Bitte nehmen Sie nach Möglichkeit an allen 4 Abenden teil!

Hier können Sie sich in das Thema einlesen!

Termine:

Freitag 27. März , Dienstag 31. März, Samstag 4. April, Mittwoch 8. April, jeweils von 19 bis 21 Uhr

Online über ZOOM. Zugang kostenlos über Ihren Browser. Die Zugangsdaten zum virtuellen Meditationsraum erhalten Sie nach Anmeldung!

Kosten: Achtsamkeitspraxis des freien Gebens

Sie haben die Möglichkeit über PayPal an harald.reiter@shiatsu-im-raum.at oder per Banküberweisung das freie Geben zu praktizieren.

Anmeldung: meditation@shiatsu-im-raum.at

Fragen? Kontaktieren Sie mich per Email

Zu meiner Person


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„Gutschein kaufen – So funktioniert’s: Suche dir ein passendes Unternehmen, welches du mit einem Gutscheinkauf untersützten möchtest. Mit Klick auf „Gutschein kaufen“ öffnet sich dein E-Mail-Programm und eine vorgefertigte Nachricht erscheint. Fülle nun noch den Gutscheinwert aus und deine E-Mail gelangt direkt zum Unternehmen. Du erhältst und bezahlst den Gutschein direkt beim jeweiligen Unternehmen.“

Gleichmut in der Krise -1

Die Welt befindet sich in einer Ausnahmesituation! Die meisten von uns sind Sicherheit, Wohlstand, Berechenbarkeit gewohnt. All das wird derzeit erschüttert. Wir sind verunsichert was die eigene Gesundheit und die unserer Lieben betrifft, für viele ist die materielle Sicherheit massiv erschüttert, unser Wohlstand ist bedroht mit der eventuellen Furcht, dass es nie wieder so wird wie es war. Und unser Gefühl, dass es Berechenbarkeit gibt, ist vielfach einem Gefühl des Ausgeliefertseins gewichen. Jetzt gilt es, Gleichmut in der Krise zu entwickeln!

Meine Shiatsu-Praxis ist – wie so viele Geschäfte und andere gewohnte Orte – von der behördlichen Schließung betroffen, was auch tiefen Sinn macht. Ich möchte Ihnen daher für die Dauer dieser Krise Unterstützung anbieten. Es gibt im Internet sehr viele interessante Artikel zu lesen. Ich möchte Ihnen einfache, praktische Übungen anbieten, mehrmals die Woche, so lange die Krise dauert!

Eine Krise, eine Erschütterung, bringt Disbalance mit sich. Wir leiden unter Stress, mehr oder weniger bewusst und darunter leidet auch unser Körper – nämlich wenn der Stress anhaltend ist und sich vielleicht noch steigert. Es ist gerade jetzt äußerst wichtig, in Balance zu bleiben oder wieder zu kommen, auch um das Immunsystem nicht durch Stress zu schwächen.

Das innere Lächeln – Gleichmut in der Krise generieren

Ganz wichtig in krisenhaften Situationen ist es, den Humor nicht zu verlieren. Wir können aber auch unsere Organe durch Übung des inneren Lächelns unterstützen.

Die taoistischen Meister im alten China übten das Lächeln für sich selbst, weil sie die Kraft der lächelnden Energie erkannten und um ihr Chi in Bewegung zu setzen. Sich selbst zuzulächeln hat eine heilsame Wirkung, so als ob man in Liebe baden würde, wenn man diese Übung regelmäßig macht. Dieses innere Lächeln ist besonders wirksam gegen Stress, und daher für die Situation, in der wir uns befinden, äußerst geeignet.

Vorbereitung für das innere Lächeln:

  • nach dem Essen eine Stunde warten
  • sich einen ruhigen Ort suchen
  • möglichst bequeme Kleidung
  • sich an der Stuhlkante bequem auf den Sitzknochen setzen
  • Beine hüftbreit, Füße satt auf dem Boden
  • aufrechte Sitzposition, bequem, mit entspannten Schultern und leicht eingezognenem Kinn
  • Hände in den Schoß legen
  • Augen schließen und natürlich atmen
  • Zunge hinter die oberen Schneidezähne oder zum Gaumen legen, um den kleinen Energiekreislauf zu schließen

Die Übung des inneren Lächelns – Gleichmut in der Krise

In die Organe lächeln

  • die Stirn entspannen und sich vorstellen, einem lieben Menschen zu begegnen oder etwas Schönes zu erblicken. Die lächelnde Energie in den Augen sammeln.
  • die lächelnde Energie in die Stirnmitte zwischen die Augenbrauen fließen lassen, dann in Nase und Wangen, Mund
  • lächeln Sie in Nacken und Hals, dort wo sich häufig Spannungen festsetzen
  • lächeln Sie in Ihre Kehle in den Bereich von Schilddrüse und Nebenschilddrüse und lassen Sie das Lächeln nach unten in die Thymusdrüse fließen.
  • lassen Sie die lächelnde Energie in Ihr Herz strömen, dem Sitz von Liebe, Mitgefühl und Freude
  • leiten Sie das Lächeln und die freudige Energie aus dem Herzen in die Lungen und lächeln Sie in jedes Lungenbläschen
  • lächeln Sie in die Leber, auf der rechten Seite unter dem Brustkorb
  • lenken Sie die lächelnde Energie in Ihre Nieren, die sich am Rücken unterhalb der Rippenb befinden, rechts und links der Wirbelsäule
  • lächeln Sie tief in Milz und Bauchspeicheldrüse und spüren Sie dort allen verborgenen Sorgen nach. Die Bauchspeicheldrüse liegt in der Bauchmitte über der Hüfte zur linken Seite hin. Die Milz befindet sich auf der linken Seite unterhalb des Brustkorbes.
  • lächeln Sie in Ihre Sexualorgane
  • kehren Sie zurück zu Ihren Augen und lächeln Sie nun zügig nocheinmal durch alle Organe und Drüsen und schauen Sie auf verbliebene Spannungen, in die Sie so lange hineinlächeln, bis sie sich auflösen.

In das Verdauungssystem lächeln

  • beginnen Sie wieder bei den Augen, lächeln Sie in die Augen und lassen Sie das Lächeln zum Mund fließen. Schlucken Sie den Speichel mit einem deutlichen Schluckgeräusch hinunter und folgen Sie ihm mit dem Lächeln durch die Speiseröhre zum Magen, der sich auf der linken Seite vorne unter dem Rippenbogen befindet.
  • lächeln Sie in den Dünndarm, Zwölffingerdarm, Leerdarm und Krummdarm. Der Dünndarm liegt in der Mitte um den Nabel herum.
  • Lächeln Sie in den Dickdarm, der auf der rechten Körperseite vom Hüftknochen aus aufsteigt, unter dem Rippenbogen quer verläuft und links wieder absteigt in die Sigmaschleife, in den Mastdarm und in den After.
  • lenken Sie die lächelnde Energie etwas nach vorne in die Harnblase
  • lächeln Sie wieder in die Augen und von dort zügig durch das Verdauungssastem. Lokalisieren Sie Spannungen und lösen Sie diese mit einem Lächeln auf.

In Gehirn und Wirbelsäule lächeln

  • beginnen Sie wieder bei den Augen, lächeln Sie mit beiden Augen nach innen und sammeln Sie die Energie des Lächelns im Dritten Auge
  • lenken Sie das Lächeln zur Hypophyse, zum Thalamus, lächeln Sie in die Zirbeldrüse
  • bringen Sie den lächelnden Blcik nach oben in die linke Gehirnhälfte, in die rechte Gehirnhälfte, bewegen Sie das Lächeln zwischen den Gehirnhälften und ins Kleinhirn
  • lächeln Sie ins Mittelhirn und von dort über das verlängerte Rückenmark in das verlängerte Rückenmark und in die Wirbelsäule hinunter, durch alle Wirbel
  • von unten gehen Sie zurück zu den Augen und lächeln Sie noch einmal durch Gehirn und Wirbelsäule bis sich der ganze Körper ganz entspannt

Wenn es Ihnen schwerfällt, die Organe und anatomischen Strukturen zu finden, suchen Sie im Internet nach Bildern, um eine bessere Vorstellung zu bekommen!

Bei Fragen schreiben Sie mir eine Nachricht via Email, SMS, Facebook Messenger oder WhatsApp


Weitere Hinweise:

KOSTENLOSES WEBINAR MIT DIEGO SANCHEZ (Uruguay)
ERDUNG – UND DIE ENERGETISCHE DYNAMIK DES ZUHAUSE BLEIBENS

Diego Sanchez ist Referent an der International Academy for Hara Shiatsu und kommt regelmäßig nach Wien. Anläßlich der aktuellen schwierigen Situation hat sich Diego bereit erklärt, ein kostenloses Webinar zum Thema Erdung für uns zu halten.

Es ist offen für alle. Ob mit oder ohne Shiatsu Hintergrund. Ein gute Erdung hilft uns, auch schwierige Situationen durchzustehen und den richtigen Umgang mit unseren Gefühlen zu finden.

Das Webinar findet am Sonntag, den 22.03. um 19.00 MEZ statt. Die Kursprache ist englisch.

Bitte teilen und verteilen: Erdung ist zur Zeit von großer Bedeutung für uns alle!
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