Isolation und Quarantäne gut meistern

Quarantäne oder häusliche Isolation haben die meisten von uns noch nicht erlebt daher stellt dies eine Ausnahmesituation dar. Aber: wir sind nicht allein! Und: Auch diese Erfahrung geht ganz sicher vorbei! Auch wenn wir wir uns im Moment vielleicht verunsichert oder hilflos fühlen, es gibt immer eine Lösung!

Wenn dringend Hilfe von außen benötigt wird:

Helpline 0664/1412430

Das Beratungsservice des Berufsgruppe für Personenbetreuung und Personenberatung hilft rasch und kompetent.

Oder besuchen Sie die die Online – Plattform für psychosoziale Dienstleistungen:

www.sos-corona.at

!! Die Beratungen für den Fall der Krisenintervention sind kostenfrei !!

Es ist keine Schande sich im Bedarfsfall Hilfe zu holen. Eine Isolationssituation wie diese ist besonders herausfordernd und vor allem unbekannt. Daher haben wir vielleicht nicht alle Lösungs- und Deeskalationsstrategien parat. Überforderung muss nicht sein – lassen Sie sich unterstützen. Gemeinsam schaffen wir auch diese herausfordernde Zeit.

Wie Sie Isolation und Quarantäne gut meistern

Allgemeine Tipps:

Tagesstruktur: Halten Sie eine Ihnen gewohnte Tagesstruktur ein!

Struktur hilft gegen Chaos, gibt Sicherheit und stabilisiert Ihren Alltag. Solche täglichen Rituale, unsere Tagesstrukturen geben einen bestimmten Ablauf vor, der uns Ruhe und Sicherheit gibt. Wir alle brauchen Rituale, um unsere Umwelt zu strukturieren. So haben wir das Gefühl, mehr Kontrolle zu haben. Das gilt schon für die Kleinsten und für die Grossen.

Bewegung: Ein wesentlicher Faktor ist Bewegung und Sport.

Sie bewirkt Wunder im Kopf und wirkt sich, wissenschaftlich nachgewiesen, positiv auf unsere Stimmung und Psyche aus. Bewegung ist auch auf engem Raum möglich: Videos mit praktischen und einfachen Übungen, von unseren Sportwissenschaftlichen Beratern im Internet liefern nützliche Anregungen und motivieren. Um aus Gedankenkreisen auszusteigen, empfehle ich Koordinationsübungen, z.b. Battements von meiner Kollegin Miriam Biritz-Wagenbichler

Kontakte: Bleiben Sie mit Ihrem üblichen sozialen Umfeld im Kontakt.

Nutzen sie die Möglichkeit der Videotelefonie. Gefühlter Zusammenhalt in der Familie oder dem Freundeskreis gibt Halt. Nutzen Sie die Ihnen zur Verfügung stehenden Kanäle, um im Kontakt zu bleiben, tauschen Sie sich darüber aus, was heute alles gut gelaufen ist und was Sie gut geschafft haben (also Glas-Halb-Voll- statt Glas-Halb-Leer-Mentalität), so stärken Sie sich gegenseitig.

Anpassungs- und Flexibilitätskompetenz (Resilienz):

Folgende wissenschaftlich erforschte Faktoren sind hierfür förderlich:

1. Aktzeptanz: Unterscheiden lernen, was alles in meinem Einflussbereich ist und was nicht und daraus das Beste zu machen; nach dem Motto: „Es ist wie es ist!“

2. Optimismus: In schwierigen Zeiten, wie diese, nach dem Guten und nach neuen Chancen suchen. „Don’t worry be happy“

3. Selbstwirksamkeit und Selbststeuerung: „Meine Gedanken machen meine Realität“

4. Verantwortung übernehmen: Die Verantwortung und somit die Kontrolle über mein eigenes Leben und für meinen persönlichen Zustand (Gedanken, Gefühle und Handlungen) zu haben ist hier ein grundlegender Antrieb um zuhause zu bleiben und auf sich zu schauen.

5. Netzwerkorientierung: Beziehungen zu gestalten, zu pflegen und eventuell welche neu aufzubauen vermitteln ein Gefühl von Zugehörigkeit, der einen sehr stabilisierenden Effekt im Leben hat. „Du bist nicht allein“

6. Lösungsorientierung: Auch wenn ich heute noch nicht weiß, wie sie genau aussieht, interessieren mich unabhängig von meiner Vergangenheit die neuen Chancen und Möglichkeiten der Zukunft. All dies hilft, Krisensituationen gut durchzustehen.

Persönliche Ressourcen unterstützen uns im Umgang mit dieser herausfordernden Situation.

Dazu gehören Ihre Talente, innere Kraftquellen und positiven Erfahrungen Ihres Lebens genauso wie überwundene Schicksalsschläge, die Ihnen Kraft und Zuversicht geben, dass Sie es immer wieder geschafft haben und schaffen werden. Erinnern Sie sich daran, nehmen Sie wahr, wie Sie sich danach gefühlt haben und aktivieren Sie diese Erinnerungen täglich immer wieder. Dies wird Ihnen Kraft, Sicherheit und Vertrauen geben.

Tagesplanung:

Erstellen Sie für sich einen möglichst strukturierten Tagesplan. Dieser beugt Kontrollverlust und Hilflosigkeit vor.

Medienkonsum: Schränken Sie Ihren Medienkonsum bewusst auf Fakten ein.

Informieren Sie sich in seriösen Medien und dies nur kurz um Tatsachen für Ihre persönliches Sicherheitsgefühlt zu sammeln. Meiden Sie durchgehende dauernde Informationsflut über die Coronasituation weltweit. Vor allem Kinder sind davor zu bewahren. Sie können die Menge an Information nicht verarbeiten und dies könnte sie total überfordern. Geben Sie an Ihre Kinder, kindgerechte und kurze Informationen weiter. Vermitteln Sie Ihnen Sicherheit.

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Isolation und Quarantäne gut meistern

Was tun bei Ängsten und Sorgen?

Wir brauchen Zeit, um uns an diese außergewöhnliche Zeit und den damit einhergehenden Umstände zu gewöhnen. Ungewohnte Belastungen und Herausforderungen können jederzeit auf uns zu kommen. Dies kann ungewohnte Ängste, Sorgen und Emotionen hervorrufen. Es braucht einen neuen Umgang damit. Hilfreiche Maßnahmen sind:

Beschränken Sie Ihren Medienkonsum!

Gestalten und limitieren Sie bewusst diesen vor allem in Bezug auf die Corona-Virus-Pandemie. Es kann belastend sein, immer wieder mit einschlägigen Bildern und Schilderungen konfrontiert zu werden. Gehen Sie zu Panikmache bewußt auf Distanz! Verzichten Sie auf die Dauerbespielung von massenweis kursierenden SMS, WhatsApp-Nachrichten, Videos und Nachrichten auf Sozialen Medien

Fokussieren Sie auf Positives!

Auf das Schöne, Gute und Wahre! Alles was uns gefällt und erfreut stabilisiert und beruhigt. Unterhalten Sie sich mit Personen die Stabilität und Sicherheit vermitteln und unterhalten Sie sich über Positive Dinge im Leben.

Lassen Sie sich nicht von negativen Gefühlen überwältigen.

Nehmen Sie Ihre Gefühle wahr und verweilen Sie bewusst nicht darin. Es ist absolut nachvollziehbar, dass Gefühle wie Verwirrung, Angst oder Unsicherheit sich immer breit machen. Aber lassen Sie sich davon nicht überschwemmen. Beschäftigen Sie sich ganz bewusst immer wieder mit Dingen die sie gerne mögen, die sie erfreuen und erfüllen. Denken Sie immer wieder ganz bewußt an schöne Erinnerungen. Sprechen Sie auch über Ihre Gefühle, teilen sie sich mit, oder schreiben Sie diese auf und wenden Sie sich an eine unterstützende Bezugsperson oder holen Sie sich professionelle Hilfe wie der Helphotline der Berufsgruppe der Lebens und Sozialberater. Diese bieten Ihnen telefonisch, via E-Mail oder per Videoplattformen wie Skype oder Zoom professionelle Hilfe an.

Stop dem „Gerhirnkarusell“!

Denken und grübeln ist eine der vielen Strategien im Umgang mit Stresssituationen. Ein Zuviel ist jedoch kontraproduktiv und macht totales Gerhinchaos und überfordert den Menschen. Seien Sie aktiv, überlegen Sie Handlungen die Sie setzten können, bevor dieses Gehirnkarusell sie übermannt. Manche Menschen, machen gerne sportliche Übungen wie Kniebeugen, Situps oder andere Kochen oder Stricken gerne. Wiederum andere lesen oder schreiben gerne. Sie haben sicher auch so eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, für die Sie gerade jetzt Zeit haben.

Führen Sie einfache Achtsamkeitsübungen durch!

Singen, Entspannungs- und bewusste Atemübungen sind die beste Medizin gegen Angst und Sorgen. Sie finden dazu viele Anregungen auch im Internet, nutzen sie diese. Probieren Sie es mit Achtsamkeit auf den Moment! Oder mit einem kurzen Bodyscan.

Seien Sie sich sicher – diese Situation geht vorbei!

Es ist wirklich wichtig sich bewusst zumachen, dass jede Ausnahmesituation (wie z.B. diese aktuelle Pandemie) zeitbegrenzt und mit Sicherheit irgendwann überstanden ist.

Nutzen Sie alle bekannten Möglichkeiten um eine Ansteckung zu vermeiden

und halten Sie sich an die Vorgaben der Regierung !

Planen Sie schon jetzt Ihre Aktivitäten

die sie nach dem Überstehen der Situation alles machen möchten.

Isolation und Quarantäne gut meistern

Als Dipl. Lebens-und Sozialberater mit Schwerpunkt Stressmanagement stehe ich gerne für telefonische oder Beratung per Video (Skype, Zoom, Whereby) zur Verfügung. Rufen Sie mich an unter Tel. 0664 – 45 113 51 oder schreiben Sie mir eine Nachricht: harald.reiter@shiatsu-im-raum.at

Pro Person ist die erste Beratung im Rahmen von 30 Minuten kostenlos!

Quelle: Wirtschaftskammer Wien, Berufsgruppe der Lebens- und Sozialberater