Suche

Shiatsu – Liebscher & Bracht – Coaching & Beratung – Meditation

Monat

Juli 2022

SchmerzFREI – kurz und bündig Teil 10

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Teil 10

Liebscher & Bracht - Die Schmerzspezialisten

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Ein kritischer Blick

Sie haben jetzt in 9 Artikeln einen kleinen Einblick in die Methode und praktische Anwendung der Arbeit mit Schmerz im System Liebscher & Bracht bekommen. Heute möchte ich einen kritischen Blick auf die Methode werfen.

Wie bereits im ersten Artikel dieser Serie erwähnt, gibt es aus meiner Erfahrung keine “Wundermethode”. Auch die Schmerztherapie nach Liebscher & Bracht ist keine solche.

Aufgrund der Zertifizierung bin ich im System von Liebscher & Bracht “Schmerztherapeut” und damit auch auf der Therapeutenseite zu finden. Auf dieser Seite gibt es auch einen Zusatztext:

Ich arbeite in meiner Praxis auch mit Techniken der “Liebscher und Bracht Methode”. Ich behandele damit auftretende Wohlbefindlichkeitsstörungen wie beispielsweise Spannungsschmerzen oder Bewegungseinschränkungen. Das ist keine Krankheitsbehandlung im medizinischen Sinne und ersetzt keinen Arztbesuch oder sonstige zur Diagnostik oder Behandlung von Krankheiten erforderlichen Maßnahmen. Eine Erfolgsgarantie oder ein Heilungsversprechen ist damit nicht verbunden. Wenn die Inhalte auf dieser Homepage fälschlicherweise den Eindruck erweckt haben, dass ein Erfolg garantiert ist, weisen wir Sie ausdrücklich darauf hin, dass dies nicht der Fall ist.

Was bedeutet das nun?

Aus dieser Aussage geht klar hervor, dass es sich bei der Liebscher & Bracht Therapie um keine medizinische Anwendung handelt und es daher auch kein Heilversprechen geben kann! Ich teile die Kritik mancher, dass das Marketing von Liebscher & Bracht anders verstanden werden kann und grenze mich von jedweder Suggestion in diese Richtung ab.

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Hilfe zur Selbsthilfe!

Das Ziel der Methode ist, Schmerzleidende eine Möglichkeit zur Selbsthilfe zur Hand zu geben. Dadurch können Operationen in vielen Fällen unnötig werden. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass konservative Maßnahmen – die ähnlichen Grundprinzipien folgen wie die Methode nach Liebscher & Bracht – solche Erfolge erzielen können.

All diejenigen, bei denen die Dehn- und Bewegungsübungen sowie die Osteopressur tatsächlich keine Verbesserung der Schmerzen bewirken können, haben immer noch die Wahl, eine Operation machen zu lassen oder Schmerzmittel zu nehmen. Denn während eine Operation einen unumkehrbaren Eingriff in den Körper darstellt und Medikamente ihre Nebenwirkungen mit sich bringen, verhält sich das beim SchmerzFREI Training nach Liebscher & Bracht anders. Das gestehen auch Kritiker zu. In der Regel wird nach der ersten Anwendung klar, ob die Methode wirkt oder nicht.

Es sind nicht nur eine Reihe von KlientInnen, die die Wirksamkeit der Methode bestätigen. Ich habe im Rahmen meiner Ausbildung auch eine Reihe von PhysiotherapeutInnen kennengelernt, die mit Liebscher & Bracht arbeiten. Aber wie bei jeder Methode braucht es eine gewisse Zeit und beharrliche Übungen, damit die Schmerzen nicht nur kurzfristig, sondern dauerhaft stark reduziert oder tatsächlich nicht mehr da sind und auch nicht zurück kommen. Eine komplette Schmerzfreiheit nach der ersten Anwendung ist manchmal möglich, aber wenn die KlientInnen nicht dranbleiben, wird sie nicht von langer Dauer sind.

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Ein schmerzfreies Leben für jeden!

Liebscher & Bracht spricht von der Vision “Ein schmerzfreies Leben für jeden”. Das finde ich eine sehr hehre und schöne Vision, der ich mich anschließe. Natürlich ist es realistischerweise nicht möglich, jedem Menschen bei jeglichem Problem zur Schmerzfreiheit zu verhelfen. Die Methode hat eine hohe Wirksamkeit bei Schmerzen, die auf eine erhöhte muskulär-fasziale Spannung zurückzuführen sind.

Um mit der Methode Menschen zu erreichen, braucht es natürlich auch, dass die Methode eine gewisse Bekanntheit erlangt. Es braucht Marketing. Und da – man braucht sich nur umschauen – geht der Trend zu einfachen Botschaften. Leider haben zu sehr vereinfachende und verallgemeinernde Botschaften eine Tendenz zum Fehlerhaften. Die Dinge sind nicht immer so einfach. Ich identifiziere mich mit der Vision von Liebscher & Bracht und schätze die Methode sehr – einfach weil sie zu einem sehr hohen Prozentsatz funktioniert. Ich grenze mich aber von vereinfachenden Marketing – Botschaften ab!

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – mein Fazit!

Aus meiner Erfahrung ist in manchen Bereichen durchaus Kritik an Liebscher & Bracht angebracht. Ich für meinen Teil kann mich mit der Vision und der Arbeitsmethode identifizieren. Das Marketingauftreten ist für meinen Geschmack zu aggressiv und über Strecken auch zu vereinfachend. Das schmälert allerdings nicht die Wirksamkeit der Methode!

Auf fachliche Kritik geht Liebscher & Bracht auf der Webseite ein. Klicken Sie HIER, um mehr zu erfahren.

SchmerzFrei - Training nach Liebscher & Bracht Harald Reiter Seestadt

Praxis ganz(heitlich) g´sund – Harald Reiter – Maria-Trapp-Platz 1 Top 703 in 1220 Wien (Seestadt) und in der Annagasse 5/2/6 in der Wiener Innenstadt

Terminvereinbarung für einen 90minütigen Ersttermin per Email an harald.reiter@shiatsu-im-raum.at oder telefonisch unter 0664 – 45 113 51. Bitte beachten Sie, dass meine Aufmerksamkeit während der Arbeit ganz meinen KlientInnen gehört und Sie mich wahrscheinlich nicht direkt erreichen. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, ich werde Sie verlässlich zurückrufen.

Sie erreichen mich auch per SMS, WhatsApp, Signal und Telegram.

Ich bedanke mich, wenn Sie die Artikel bis hierher mitverfolgt haben und hoffe, dass ich interessante und hilfreiche Information anbieten konnte.

Ihr Harald Reiter

Harald Reiter

Hier kommen Sie zu Teil 1 bis 9 der Serie SchmerzFREI – kurz und bündig – bitte klicken.

SchmerzFREI – kurz und bündig Teil 9

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Teil 9

Liebscher & Bracht - Die Schmerzspezialisten

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – die Faszienrollmassage

Die Faszienrollmassage ist eine weitere hilfreiche Methode gegen funktionelle Schmerzen und vielen vom Youtubekanal von Liebscher & Bracht bekannt. Die Faszienrollmassage ist nicht nur ein Stoffwechseltraining im Bindegewebe, sondern dient auch in Kombination mit Osteopressur und Engpassdehnung oder auch für sich alleine dazu, die Schmerzfreiheit nachhaltig zu erhalten.

Das kann vor allem auch dann wichtig sein, wenn die Engpassdehnungen schwer fallen. Sie haben mit der Faszienrollmassage mehr Möglichkeiten, an der Schmerzfreiheit zu arbeiten und diese zu erhalten. Oft ist es so, dass nach einer gewissen Zeit des Faszienrollens auch die Engpassdehnungen leichter fallen.

Ziele der Faszienrollmassage nach Liebscher & Bracht?

Erstes Ziel ist, soviel Flüssigkeit wie möglich im Zwischenzellraum in Bewegung zu bringen. Damit werden Abfallprodukte abtransportiert. Die Übersäuerung wird aufgelöst und ein basisches Milieu erzeugt. Das kann einen Beitrag dazu leisten, dass die Kontraktion der Myofibroblasten vermindert wird. Frische Flüssigkeit aus den Kapillarsystem soll nachströmen können und dadurch werden die Faszien besser durchfeuchtet. Verfilzte Faszien können wieder besser gleiten. Bewegungseinschränkungen lösen sich so schrittweise auf bzw. kommen nicht neuerlich zustande. Mehr Information zu den Faszien erhalten Sie in einem kurzen Youtube – Videoclip von Dr. Petra Bracht HIER.

Zweites Ziel ist, die Flimmerhärchen an den Fibroblasten zu ererichen. Durch eine minimale Winkelveränderung werden die Fibroblasten dazu angeregt, Kollagenfastern abzubauen. Das erreichen wir, in dem wir mit sehr niedriger Geschwindigkeit rollen. Die Kombination des Faszienrollens mit den Engpassdehnungen ergibt, dass die Verfilzungen gelöst werden. Weiters soll eine Umstrukturierung der Faszien zurück zu einer gesunden Scherengitterstruktur stattfinden können. Die langsame Rollgeschwindigkeit hat auch den Effekt, dass die Zwischenzellflüssigkeit ausreichend Zeit hat, durch die winzigen Zwiswchenräume zu fließen.

Wirkungen im Überblick

  • Spannungen in Muskeln und Faszien werden reduziert
  • der Blutfluss in den Kapillargefäßen wird verbessert
  • Faszien werden besser mit Flüssigkeit versorgt, Abfallstoffe abtransportiert, Nährstoffe aufgenommen
  • Alarmschmerzprogramme werden gelöscht
  • Kraft, Beweglichkeit und muskuläre Ansteuerung werden verbessert
  • ein besseres Körperbewusstsein resultiert als positive Begleiterscheinung

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Was ist beim Faszienrollen zu beachten?

In der Methode nach Liebscher & Bracht gibt es 12 Körperbereiche, in denen muskulär-fasziale Engpässe in Erscheinung treten können. In diesen Bereichen gibt es 15 “Schmerzfrei-Zonen”, die wir mit der Faszielrollmassage bearbeiten können.

Dauer: im Grunde kann die Faszien-Rollmassage angewendet werden so oft man will. Eine komplette Selbstbehandlung dauert 8 bis 20 Minuten, vielleicht auch etwas länger. Wenn sie empfohlene Faszienrollübungen in Zusammenhang mit Terminen bei mir machen, wird es meist kürzer sein, da Sie ja auch ergänzende Engpassdehnungen machen werden. Wichtig ist, dass Sie sich Zeit für die Übungen nehmen und in Ruhe rollen.

Geschwindigkeit: rollen Sie SEHR langsam! Meist wird viel zu schnell gerollt. Sie verschenken viel der Wirkung, wenn Sie nicht langsam rollen. Durch das langsame Rollen in verschiedenen Körperhaltungen trainieren Sie nebenbei verschiedene Muskeln.

Rollrichtung: grundsätzlich gilt, immer nur in eine Richtung zu rollen, NICHT hin und her. Die Rollrichtung ist im Idealfall in Richtung des Herzens. Wichtiger ist aber, dass Sie nur in eine Richtung rollen, und das sehr langsam!

Dosierung: nehmen Sie auch hier wieder die Schmerzskala zur Hand. Gehen Sie auf dieser nicht über 9,5! Wenn Sie an einer Körperstelle kaum etwas spüren, dann wird das Rollen dort nicht sehr effektiv sein. Zur Gesunderhaltung kann es aber trotzdem sinnvoll sein, auch in solchen Bereichen ab und an zu rollen. Zur Erlangung und Erhaltung von Schmerzfreiheit rollen Sie 1-2 mal täglich an 3 bis 6 Tagen in der Woche.

Rollen und Kugeln: die Produkte von Liebscher & Bracht wurden eigens für diese speziellen Techniken entwickelt und sind aus meiner Erfahrung auch am besten geeignet. Wenn Sie bereits Rollen und Kugeln haben, schauen Sie selbst, ob diese Produkte den Zweck erfüllen. HIER ein Youtube – Videoclip dazu, was die Faszienrollen und -kugeln von Liebscher und Bracht so besonders macht.

SchmerzFrei - Training nach Liebscher & Bracht Harald Reiter Seestadt

Abschließender Überblick

  • Sie können die Rollen und Kugeln bei akuten Schmerzen zum Einsatz bringen
  • in Kombination mit den Engpassdehnungen und unter Anleitung bzw. nach Anwendung der Osteopressur unterstützt das Faszienrollen die Schmerzfreiheit
  • Sie können vorbeugend rollen, auch als Wellnessanwendung

SchmerzFrei - Training nach Liebscher & Bracht Harald Reiter Seestadt

Praxis ganz(heitlich) g´sund – Harald Reiter – Maria-Trapp-Platz 1 Top 703 in 1220 Wien (Seestadt) und in der Annagasse 5/2/6 in der Wiener Innenstadt

Terminvereinbarung für einen 90minütigen Ersttermin per Email an harald.reiter@shiatsu-im-raum.at oder telefonisch unter 0664 – 45 113 51. Bitte beachten Sie, dass meine Aufmerksamkeit während der Arbeit ganz meinen KlientInnen gehört und Sie mich wahrscheinlich nicht direkt erreichen. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, ich werde Sie verlässlich zurückrufen.

Sie erreichen mich auch per SMS, WhatsApp, Signal und Telegram.

Nächste Woche werde ich einen kritischen Blick auf die Methode Liebscher & Bracht werfen.

Ich freue mich, wenn Sie wieder reinlesen.

Ihr Harald Reiter

Harald Reiter

Hier kommen Sie zu Teil 1 bis 7 der Serie SchmerzFREI – kurz und bündig – bitte klicken.

Quellen:

  • www.liebscher-bracht.com
  • “Rolle dich schmerzfrei”, Roland Liebscher-Bracht, Goldmann Verlag
  • Ausbildungsmitschriften
  • Ausbildungsordner

SchmerzFREI – kurz und bündig Teil 8

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Teil 8

Liebscher & Bracht - Die Schmerzspezialisten

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – die therapeutischen Engpassdehnungen

Im letzten Artikel haben wir uns mit Grundprinzipien der Engpassdehnungen und deren Wirkweise befasst. Heute möchte ich Sie einladen, dass wir uns die genaue Anwendung der therapeutischen Engpassdehnungen ansehen, da sich diese doch von den allermeisten Videos im Youtubekanal von Liebscher & Bracht unterscheidet.

Was passiert nun bei den therapeutischen Engpassdehnungen nach Liebscher & Bracht?

Die Wirksamkeit der Engpassdehnungen hängt von 3 Hauptfaktoren ab. Einer davon ist die Schmerzskala, die wir schon in Artikel 5 besprochen haben.

Jene Schmerzintensitäten in dessen Bereichen wir abeiten sind

  • die Intensität 8 = deutlicher Schmerz, der erträglich ist
  • die Intensität 9 = sehr deutlicher Schmerz, der sich gerade noch ohne Gegenreaktion (Atem anhalten, sich körperlich oder innerlich anspannen) ertragen lässt!

Wir befinden uns hier in der “Lern- und Wachstumszone“. Hier kann Veränderung stattfinden. Darunter, in der Komfortzone, gibt es keine bis sehr wenig Veränderung. Darüber, in der Panikzone, sind auch keine positiven Ergebnisse zu erwarten. Bei den Engpassdehnungen führt ein Verlassen der Lern- und Wachstumszone nach oben zu Verletzungsgefahr. Daher ist es ganz wichtig, genau hin zu spüren.

Und dazu brauchen Sie Zeit! Es ist also unbedingt erforderlich, sich diese Zeit zu nehmen, um mit geringer Geschwindigkeit zu dehnen!

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Geschwindigkeit als wichtiger Faktor bei den Engpassdehnungen

Wenn die Geschwindigkeit zu hoch ist, Sie zu schnell sind, dann können Sie viel leichter aus dem Bereich größer 8 und kleiner 10 hinaus”rutschen”. Sie spüren dann eine 10 oder 12 erst dann, wenn es schon passiert ist. Langsam in die Übung hineingehen ist demnach wirklich wichtig!

SchmerzFrei - Training nach Liebscher & Bracht Harald Reiter Seestadt

Die 3 Schritte der therapeutischen Engpassdehnungen

Schritt 1 – Dehnen

Die Dehnung wird langsam aufgebaut und erfolgt dabei durch Fremdkraft, also zum Beispiel die Hand oder den Boden oder die Wand. Der Dehnungsschmerz sollte dann gleichbleibend größer als 8 und kleiner als 10 sein. Am Anfang empfehle ich, nicht über Intensität 9 zu gehen. Immer wenn die Intensität = das Dehnungsgefühl nachlässt, weil Muskeln und Faszien nachlassen, dann sinken wir mit der Ausatmung weiter in die Dehnung. Auch hier wieder: nicht auf die Schmerzskala vergessen!

Schritt 2 – Gegenspannen = isometrische Anspannung des gedehnten Agonisten

Für 10 Sekunden werden die gedehnten Muskeln angespannt, genau dort wo der Dehnungsschmerz am meisten spürbar ist. Um bessere Ergebnisse zu erzielen, soll dieses Gegenspannen als Maximalkrafttraining ausgeführt werden. Auch hier hilft uns die Schmerzskala, nicht zu übertreiben. Wichtig ist auch, dass beim Gegenspannen keine Bewegung stattfinden darf (=isometrisch).

Anschließend wird die Gegenspannung langsam gelöst und wir gehen weiter in die Dehnung hinein. Wir erweitern also jeweils mit der Ausatmung die Dehnung. Ich bezeichne diesen Schritt gerne als “Nachdehnen”. Dafür lassen wir uns etwa 20 Sekunden Zeit.

Diese Schritte bewirken eine verbesserte Ansteuerung in der Endgelenkposition und sind auch bei Entzündungen hilfreich.

Das Gegenspannungen und Nachdehnen wird 3mal ausgeführt.

Schritt 3 – Aktivdehnung in derselben oder einer neuen Position

Danach nehmen wir eine veränderte Position ein und ziehen uns mit langsam aufbauender bis maximaler Kraft aktiv in die Dehnung hinein. Dieser Schritt dauert etwa 10 Sekunden. Hier passiert eine ganz wichtige Veränderung im Gehirn: in den Basalganglien werden neue Bewegungsprogramme abgespeichert.

Wie viele Übungen muss ich machen?

Pro Schmerz haben wir im Durchschnitt 5 Übungen, um die Beweglichkeit wieder herzustellen und damit den Schmerz abzuschalten. Diese Übungen werden in den 3-5 Behandlungsterminen eintrainiert. Ganz wichtig ist hier zu beachten, dass auch nur ganz kleine Abweichungen z.B. in einem Winkel die Wirkung der Übung massiv reduzieren können. Wenn also die Übungen nicht wirken, ist wahrscheinlich die Ausführung noch nicht optimiert.

Es kann sein, dass Sie mehr Übungen bekommen, als Sie in den täglichen 15 Minuten unterbringen können. Das macht nichts. Sie können dann die am wirksamsten auswählen. Eine andere Methode ist, die Übungsblätter von oben nach unten im Stapel durchzumachen bis die Zeit um ist und am nächsten Tag genau dort wieder weiterzumachen.

SchmerzFrei - Training nach Liebscher & Bracht Harald Reiter Seestadt

Praxis ganz(heitlich) g´sund – Harald Reiter – Maria-Trapp-Platz 1 Top 703 in 1220 Wien (Seestadt) und in der Annagasse 5/2/6 in der Wiener Innenstadt

Terminvereinbarung für einen 90minütigen Ersttermin per Email an harald.reiter@shiatsu-im-raum.at oder telefonisch unter 0664 – 45 113 51. Bitte beachten Sie, dass meine Aufmerksamkeit während der Arbeit ganz meinen KlientInnen gehört und Sie mich wahrscheinlich nicht direkt erreichen. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, ich werde Sie verlässlich zurückrufen.

Sie erreichen mich auch per SMS, WhatsApp, Signal und Telegram.

Nächste Woche werde ich dann kurz und bündig die Faszienrollmassage vorstellen und worauf Sie dabei achten müssen.

Ich freue mich, wenn Sie wieder reinlesen.

Ihr Harald Reiter

Hier kommen Sie zu Teil 1 bis 7 der Serie SchmerzFREI – kurz und bündig – bitte klicken.

Quellen:

  • www.liebscher-bracht.com
  • “Nackenschmerzen selbst behandeln”, Roland Liebscher-Bracht, GU-Verlag
  • Ausbildungsmitschriften
  • Ausbildungsordner

SchmerzFREI – kurz und bündig Teil 7

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Teil 7

Liebscher & Bracht - Die Schmerzspezialisten

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – die Engpassdehnungen

Bevor wir uns den Engpassdehnungen zuwenden, möchte ich ein paar grundlegende Dinge aus den bisherigen Artikeln in Erinnerung rufen:

  • Die Funktion macht die Struktur = Nichtbewegen ist ebenso eine Art “Training” wie Bewegen. Mit Nichtbewegen trainieren wir den Abbau der Muskulatur. Die Struktur verändert sich damit in eine ungesunde Richtung.
  • muskulär-fasziale Hochspannung ist verantwortlich für 80 bis 95 % unspezifischer funktioneller Schmerzen
  • das Hirn hat die Hoheit über den Schmerz
  • ein Alarmschmerz wird “geschaltet”, wenn das Hirn von Rezeptoren über schädigende Spannung informiert wird

Was passiert nun bei den Engpassdehnungen nach Liebscher & Bracht?

Die als “therapeutische Engpassdehnungen” (EPD) bezeichneten Dehnungen festigen die in der Osteopressur eingeleiteten Schmerzreduktionen bis hin zu Schmerzlöschungen und die Neuprogrammierung der Basalganglien im Gehirn.

Die 27 therapeutischen Engpassdenhnungen unterscheiden sich von den Dehnübungen, die Sie im Youtubekanal von Liebscher & Bracht finden. Sie sind eine spezielle Form der Muskeldehnung, aber auch gleichzeitig der Muskelkräftigung und Muskelansteuerung! Sie sind das Resultat der Erfahrungen von Liebscher & Bracht in den letzten 30 Jahren. Es werden dabei aktive und passive Dehnreize mit Kräftigungs- und Ansteuerungsimpulsen vereint. Wenn Sie schon einmal bei mir waren und wir gemeinsam eine Dehnung eingeübt haben, aber auch wenn Sie bisher mit den Videos geübt haben, wissen Sie, wie herausfordernd diese Ansteuerung zu Beginn sein kann.

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Die “verkürzte” Muskulatur

Durch das Zusammenspiel von aktiven und passiven Dehnreizen sowie Kräftigungs- und Ansteuerungsimpulsen kommt es zu einer körpereigenen (natürlichen) Bewegungsführung. Das hat mehrere Effekte:

  • die Muskeln und Faszien “verlängern” sich
  • Bindegewebsverwachsungen können sich auflösen
  • die Ansteuerung über Gehirn, Nerven und Zentralnervensystem wird gefördert

Durch zu wenig Bewegung (=die Bewegungswinkel sind stark eingeschränkt) und Hochspannung in der Muskulatur und in den Faszien kommt es zu Fehlprogrammierungen in den “Ansteuerungsprogrammen” im Gehirn. Durch die Engpassdehnungen werden diese Fehlprogrammierungen korrigiert und kommen wieder in einen physilogischen Zustand. Die Engpassdehnungen nutzen dazu verschiedene körpereigene Reaktionsmuster, um den Dehnungseffekt so groß und dauerhaft wie möglich zu installieren.

SchmerzFrei - Training nach Liebscher & Bracht Harald Reiter Seestadt

Wie oft sollen wir dehnen?

Wenn sich jemand von mir auf dem Weg zur Schmerzreduktion begleiten lässt, empfehle ich die gemeinsam eintrainierten Übungen in der Regel 1mal täglich durchzuführen und dafür maximal 15 Minuten aufzuwenden – 6mal in der Woche. Wenn jemand Zeit hat und motiviert ist, können die Dehnübungen auch 2mal am Tag durchgeführt werden. Der Zeitpunkt richtet sich dabei danach, was angenehm in den Tagesablauf einbaubar ist. Täglich zur gleichen Uhrzeit zu üben unterstützt dabei die Etablierung einer neuen positiven Gewohnheit.

Eine therapeutische Engpassdehnung dauert etwa 2,5 Minuten. Sie können daher im Zeitrahmen von 15 Minuten mehrere Übungen machen und diese auch mit den Faszienrollmassagen oder der Light-Osteopressur kombinieren. Dazu werden wir noch kommen. Die Reihenfolge und Auswahl der Engpassdehnungen wird bei den Terminen besprochen.

Oft werde ich gefragt “Muss ich jetzt die Übungen bis zu meinem Lebensende machen?” Meine Antwort ist darauf immer eine Gegenfrage: “Müssen Sie bis zum Lebensende Ihre Zähne putzen?” Damit meine ich, solange die Ursachen für die Hochspannungen nicht beseitigt werden können, z.B. ganztägiges Sitzen im Büro verbunden mit hoher Konzentration bei der Bildschirmarbeit und Dauerstress, solange werden Sie auch die Übungen machen müssen. Falls Sie schmerzfrei sein wollen!
Natürlich kann die Übungsintensität den Erfordernissen angepasst werden. Wenn Sie Uralub von der Büroarbeit haben und in diesem Urlaub klettern, schwimmen und Yoga machen, werden Sie für diese Zeit wahrscheinlich keine Engpassdehnübungen machen müssen. Oder wenn der Schmerz mit den Übungen verschwunden ist, werden Sie die Übungen vielleicht auch nur mehr 3mal pro Woche machen müssen. Sie werden selbst sehen, was für Sie passend ist. Ganz mit den Übungen aufzuhören und auch sonst keine alternative Bewegung mit ähnlicher Wirkung zu machen hat ziemlich sicher ein Ergebnis: der Schmerz kommt zurück!

Hand aufs Herz: 15 Minuten dehnen, 3-6 mal in der Woche und dafür schmerzfrei zu sein – das ist doch ein gutes Geschäft!

Eine weitere Frage ist manchmal, ob nach den ersten 3-5 Terminen und regelmäßiger Anwendung der Engpassdehnungen und Faszienrollmassagen weitere Termine bei mir erforderlich sind? Hier ist zu sagen, dass wir bei den Terminen immer nur einen Schmerz bearbeiten. Das ist die gemeinsame Arbeit, solange bis der Schmerz weg ist oder eine erhöhte Spannung nicht mehr als Schmerz oder Einschränkung wahrgenommen wird. Wenn Sie keine Schmerzen haben, macht es keinen Sinn, zu mir zu kommen. Manchmal besteht dann trotzdem das Bedürfnis nach einem regelmäßigen “Check”. Dafür – wenn es keinen Schmerz gibt – empfehle ich dann Shiatsu in Anspruch zu nehmen. Damit kann der ganze Organismus entspannen und die indirekten Schmerzursachen können auch präventiv bearbeitet werden.

SchmerzFrei - Training nach Liebscher & Bracht Harald Reiter Seestadt

Praxis ganz(heitlich) g´sund – Harald Reiter – Maria-Trapp-Platz 1 Top 703 in 1220 Wien (Seestadt) und in der Annagasse 5/2/6 in der Wiener Innenstadt

Terminvereinbarung für einen 90minütigen Ersttermin per Email an harald.reiter@shiatsu-im-raum.at oder telefonisch unter 0664 – 45 113 51. Bitte beachten Sie, dass meine Aufmerksamkeit während der Arbeit ganz meinen KlientInnen gehört und Sie mich wahrscheinlich nicht direkt erreichen. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, ich werde Sie verlässlich zurückrufen.

Sie erreichen mich auch per SMS, WhatsApp, Signal und Telegram.

Nächste Woche werde ich dann kurz und bündig die 3 Schritte der therapeutischen Engpassdehnungen vorstellen und worauf Sie dabei achten müssen.

Ich freue mich, wenn Sie wieder reinlesen.

Ihr Harald Reiter

Hier kommen Sie zu Teil 1 bis 6 der Serie SchmerzFREI – kurz und bündig – bitte klicken.

Quellen:

Powered by WordPress.com. von Anders Noren.

Nach oben ↑