Header Homepage ED

Der Einsichtsdialog nach Gregory Kramer: Weisheit und Mitgefühl durch Meditation im Dialog

Übungsabende Einsichtsdialog – Theravadaschule Wien

4-Wochen Kurs „Einführung in die Achtsamkeitsmeditation

6-Wochen Kurs „Einführung in den Einsichtsdialog“ – Praxis im Raum Wien

6-Wochen „Vertiefungskurs für den Einsichtsdialog“ – Praxis im Raum Wien

Gregory Kramer: Basis and Purpose of Insight Dialogue

Gregory Kramer, Mindfulness in Relationship: The Power of the Shared Human Experience

FAQ zum Einsichtsdialog


Weisheit und Mitgefühl durch Meditation im Dialog

Ein wesentlicher Teil unseres Leidens am Leben entspringt unseren Beziehungen zu anderen. Mit dieser Erkenntnis hat Gregory Kramer in den 1990er Jahren eine Meditationsform entwickelt, welche die klassische Einsichtsmeditation sehr effektiv ergänzen kann. Ich durfte diese Form von Meditation in einem Achtsamkeits-Retreat kennenlernen und nehme seit 2008 an Einsichtsdialog-Gruppen teil und leite seit 2016 eine solche. Zudem biete ich regelmäßig 6-wöchige Einführungskurse in den Einsichtsdialog an.

Seit 2008 durfte ich die Praxis in Wochenend- und Wochen-Retreats sowie speziellen Trainings mit Gregory Kramer, Bhante Sukhacitto, Janet Surrey und anederen vertiefen und nehme seit 2017 auch an einem Anleiter – Training mit Gary Steinberg teil und seit 2018 an einem Training mit Bhante Sukhacitto. Was für mich die Qualität dieser Praxis ausmacht, ist die Kraft der Präsenz eines Gegenübers in der Meditation für die Entwicklung von Achtsamkeit und Einsicht.

Achtsamkeit entwickeln

Im Einsichtsdialog entwickeln wir unsere Achtsamkeit im stillen Sitzen, Stehen und Gehen und in der Alltagspraxis und lernen dann den spirituellen Weg zwischenmenschlich zu verstehen. Unser gesamter Weg zum Erwachen kann somit vollkommen in das Zusammenleben mit anderen integriert werden. Das Leiden, das in unseren Beziehungen und in der Gesellschaft insgesamt steckt, wird durch die zwischenmenschliche Meditationspraxis direkt enthüllt. Der Einsichtsdialog liefert uns einen Weg, wie wir die Knoten hinter Leid und Verwirrung im zwischenmenschlichen Kontakt lösen können.

Traditionelle Achtsamkeitspraxis und der Einsichtsdialog

Das Vorgehen ist ähnlich wie in der traditionellen individuellen Meditation indem wir Achtsamkeit und Geistesruhe kultivieren. Im Ablauf einer formalen Praxis findet zuerst eine stille Sitzperiode statt. Im Anschluss werden die Praktizierenden gebeten, sich paarweise oder in kleinen Gruppen zusammenzufinden. Sechs Anweisungen führen durch die zwischenmenschliche Meditationspraxis. Die erste lautet „Innehalten“ und lädt ein, die Bewegung des Geistes zu unterbrechen. Die Praktizierenden verankern dazu ihre Achtsamkeit im Hier und Jetzt im Körper und Geist. Mit der zweiten Anweisung „Entspannen“ bietet sich die Möglichkeit, die Erfahrung im Innehalten akzeptierend anzunehmen, sich körperlich und geistig zu entspannen, damit der Geist sich beruhigen kann. In der dritten Anleitung „Öffnen“ begeben sich die Meditierenden erstmals in die spezifische Situation der zwischenmenschlichen Meditation, sie öffnen sich sowohl der MeditationspartnerIn wie auch dem inneren Erleben und damit der gesamten Erfahrung.

Sich der Meditationspartnerin öffnen

Die Ausweitung auf die Außenwelt öffnet die Tür für die Gegenseitigkeit. Gregory Kramer bezieht sich hier auf die Satipatthana Sutta, die Grundlagen der Achtsamkeit, wo es im wiederkehrenden Vers zwischen den Abschnitten heißt: „Auf diese Weise verweilt er hinsichtlich des Körpers…. der Gefühle… des Geistes… der dhammas innerlich…äußerlich….sowohl innerlich wie auch äußerlich betrachtend.“ Die vierte Meditationsanweisung im Einsichtsdialog lautet „sich auf das Entstehen einstimmen“. Diese Anweisung lädt ein, das Entstehen, Verändern und Vergehen, die Vergänglichkeit allen Erlebens, zu beobachten. Die letzten beiden Instruktionen beziehen sich direkt auf den Dialog: „tief zuhören“ und „die Wahrheit sprechen“. Tief zuhören öffnet die Sinne für die Worte, die Stimme und die Körpersprache. Und die Wahrheit sagen ist das wahrhaftige Sprechen über das, was wir sehen, hören, spüren, erleben, über unsere subjektive Wahrheit des Erlebens.

786465_original_R_by_w.r.wagner_pixelio.de - paint groß
Bild_by_w.r.wagner_pixelio.de

6 Meditationsanleitungen

Die Anweisungen können einzeln geübt werden, sind aber im Erleben eins. Nachdem die Meditierenden die Anweisungen kennengelernt und erlebt haben, folgen im formalen Praxisablauf Kontemplationen im Sinne einer vertieften Betrachtung. Themen für die Kontemplationen können vorgegeben werden, wie es in einem Retreat geschieht, oder in einer Übungsgruppe von den TeilnehmerInnen selbst eingebracht werden. Die Bandbreite reicht von alltäglichen Betrachtungen wie zum Beispiel die Lebensrollen die wir einnehmen, Veränderung, Freude im Leben, Sterben bis hin zu Themen aus der Buddhalehre wie die Hindernisse, die Daseinsgruppen oder die Erwachensfaktoren usw. Bei den Kontemplationen wenden die Meditierenden die sechs Anweisungen an.

Die Meditierenden stoßen beim Einsichtsdialog auf mehr Reize zu reagieren oder festhalten oder ablehnen zu wollen, als in stiller Praxis. Aber sie entdecken auch, dass sie sich bei diesen Herausforderungen wie bei dieser Praxis insgesamt gegenseitig unterstützen können – die Dinge so zu sehen, wie sie wirklich sind. Achtsamkeit und Geistesruhe sind das Fundament des meditativen Prozesses, während die Kontemplationen es möglich machen, dass die Praxis tief in unsere mentalen und emotionalen Konstrukte hinabreicht und sie mit einer großen Kraft transformieren.

Das Erlebnis der Interaktion mit anderen Menschen

Das Erlebnis der Interaktion mit einem anderen Menschen ändert sich von Moment zu Moment, sowohl in der zwischenmenschlichen Meditation wie im täglichen Leben. Die befreiende Dynamik der Meditation kann so in den Alltag und in die Gesellschaft hinausgetragen werden. In der Interaktion zum Beispiel mit einer Arbeitskollegin oder im Familienkreis ist eine spontane Erinnerung möglich, sich zu entspannen sobald ein krampfhaftes Festhalten an irgendetwas mit Klarheit und Mitgefühl gesehen werden kann. Das ermöglicht uns Dinge, die wir normalerweise in der Geschäftigkeit unseres Lebens übersehen, wahrzunehmen und zu verstehen und mehr Akzeptanz für uns selbst und andere aufzubringen.

Greg-headshot-2

Die Praxis des Einsichts-Dialogs ist ortsunabhängig realisierbar, es reicht ein interessierter Meditationspartner, um üben zu können. Auch eine Praxisgruppe kann man überall gründen. Einsichts-Dialog Gruppen können sich einmal pro Woche oder wie die bestehende, offene Gruppe in Wien einmal im Monat treffen.

Gregory Kramer

Dr. phil., Mitbegründer und Präsident der Metta Foundation, lehrt Vipassana seit den 80er Jahren. Er hat die Methode des „Einsichts-Dialogs“ entwickelt und vermittelt diese, hauptsächlich in Retreats, seit 1995 in den USA, Asien, Europa und Australien. Er ist Autor des Buchs „Insight Dialogue“ („Einsichtsdialog“ im Arbor Verlag). Auf der Seite www.metta.org findet man weiterführende Informationen, Text- und Audiomaterial von Gregory Kramer und anderen LehrerInnen sowie Veranstaltungshinweise für Online-Vorträge und Retreats weltweit.

Bhikkhu Sukhacitto Portrait-5494c0f8

Einer der im Einsichtsdialog von Gregory Kramer ausgebildet wurde und diese Praxis seit mehr als 9 Jahren in verschiedenen Ländern lehrt, ist

Bhante Sukhacitto.

Er gründete nahe Hannover eine klösterliche Gemeinschaft für den Dhamma-Dialog: „Kalyana Mitta Vihara – Kloster der Edlen Freundschaft“. Damit wird es für den deutschsprachigen Raum künftig mehr Praxismöglichkeiten für den Einsichtsdialog geben. Mehr Info dazu auf: www.dhammadialog.de.

In Wien gibt es Übungsabende, die für Praktizierende wie auch Interessierte offen sind. Bei Interesse bitte Kontaktaufnahme: Harald Reiter, einsichtsdialog@outlook.at


Übungsabende Einsichtsdialog – Theravadaschule Wien

An den Übungsabenden können alle Interessierten und Praktizierenden ohne Vorkenntnisse teilnehmen.

Übungsabende: 21. November und 19. Dezember 2019

jeweils von 19.30 – 21.30

Leitung: Harald Reiter

Ort: BZ Fleischmarkt 16, 1010 Wien, 1. Stock, Theravadaschule

Keine Anmeldung notwendig!

Mehr Information HIER und HIER.


4-Wochen-Kurs „Einführung in die Achtsamkeitsmeditation

Leitung: Harald Reiter

4 Wochen an folgenden Donnerstage von 19 bis 21 Uhr: 12., 19. und 26. September sowie 3. Oktober 2019

Theravadaschule Wien, Buddhistisches Zentrum, Fleischmarkt 16, Stiege 1, 1. Stock, 1010 Wien

Begrenzte Teilnehmerzahl, Teilnahme nur mit Anmeldung unter harald.reiter@shiatsu-im-raum.at

Inhalte der 4 Abende:

  • Einführung in die Achtsamkeitsmeditation, Achtsamkeit und Körperpräsenz im Sitzen, Stehen und Gehen
  • Umgang mit Gefühlen und Gedanken in der Mediation
  • Umgang mit Hindernissen in der Meditation; Achtsamkeit und Mitgefühl: wie sie sich ergänzen und wie sie sich stärken
  • die Achtsamkeitspraxis in den Alltag integrieren und stabilisieren
  • gemeinsames Praktizieren der Achtsamkeitsübungen
  • Motivation für die Übungspraxis zuhause

Kosten: Dana – Praxis des freien Gebens


6-Wochen-Kurs „Einführung in den Einsichtsdialog“

6-Wochen – Kurs Einführung in den Einsichtsdialog nach Gregory Kramer

Leitung: Harald Reiter

6 Wochen an folgenden Mittwochen von 18.30 bis 21 Uhr: 25. März, 1., 8., 15., 22. und 29. April 2020

1 ganzer Tag von 10 bis 16.30 Uhr am Samstag 18. April 2020

Praxis im Raum, Rauhensteingasse 7/13, 1010 Wien

Anmeldung unter harald.reiter@shiatsu-im-raum.at oder Tel. 0664 – 45 113 51

Was erwartet Sie in einem 6-wöchigen Einsichtsdialog – Kurs?

In wöchentlichen zweieinhalb- bis dreistündigen Einheiten üben wir sechs Abende lang gemeinsam die Kernelemente des Einsichtsdialoges:

  • Sitzmeditation mit Achtsamkeit auf den Atem, die Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle
  • Achtsame Körperwahrnehmung im Dialog
  • Kennenlernen und vertiefen der 6 Meditationsinstruktionen zum Einsichtsdialog
  • Anwendung des Einsichtsdialoges im Alltag
  • Kontemplationen zu verschiedenen Lebensbereichen
  • Erfahrungsaustausch und Reflexion in der Gruppe
  • Begleitende, regelmäßige Übungspraxis zuhause
  • Tag des Dialoges
  • Kurze Impulsvorträge zu Schwerpunktthemen wie Achtsamkeit in der Kommunikation und andere

Das Leistungspaket | Was bekommen Sie von mir?

• Vorbedingung ist der Besuch eines Einsichtsdialog – Übungsabend und persönliches Vorgespräch danach – nur mit Terminvereinbarung
• „mp3-Files“ mit angeleiteten Übungen zum Einsichtsdialog
• Kurshandbuch – Arbeitesblätter zu den Kursabenden
• Gesundes, vegetarisches Mittagessen am „Tag des Dialoges“
• Empfohlenes Nachgespräch (im Rahmen eines Übungsabends)
• Angebot einer ergänzenden Beratungs- oder Coaching-Einheit von 60 Min. innerhalb von drei Monaten nach dem Kursende mit einer Ermäßigung von 20% auf den Normaltarif

Termine | Kosten

• Kursabende: 6 x 2,5 h
• Uhrzeit: 18:30 – 21:00 Uhr
• Termine: 6 Abende im September und Oktober 2019
• „Tag des Dialoges“:  10:00 – 16:30 Uhr am Samstag 19. Oktober 2019
• Gruppengröße: Mind. 6 Personen und Max. 8 Personen
• Kursort: Praxis im Raum, Rauhensteingasse 7/13, 1010 Wien
• Kosten: Für Organisation, Essen, Lehrmittel und Raum € 120.- inkl. USt, der Kurs selbst findet auf Dana – Basis statt (Dana – Prinzip = Freies Geben)*

* Dana-Prinzip

Dana, was soviel heißt wie im Geiste der Großzügigkeit und Solidarität, ist ein wesentlicher Bestandteil buddhistischer Geistes- und Herzensschulung.

In Asien geht man davon aus, dass die Lehre mit Geld nicht zu bezahlen ist. Und sie ist keine Ware, sie hat eher die Gestalt eines Geschenkes, für das ich mich in angemessener Weise erkenntlich zeigen möchte.

Die Funktion des Dana betrifft unter anderem zwei Übungsgebiete: zum Einen geht es um die eigene Praxis der Großzügigkeit und Entwicklung einer Verbundenheit mit allen Lebewesen. Der zweite Aspekt ist die Unterstützung von Lehrenden, Praxisorten und der Lehre in all ihren Ausformungen.

Entfaltung von Großzügigkeit als spirituelle Praxis ist eine Übung in der Kunst des Gebens und Nehmens. Wir setzen uns mit unseren Prioritäten auseinander. Was ist uns wirklich wichtig in diesem Leben? Wo liegt wahres Glück für uns? Wie drückt sich unser Wissen darüber in unserem Verhalten aus und wie verbringen wir unsere Zeit, was unterstützen wir mit unserem Geld, wofür setzen wir unsere Energie ein?

In welchem Verhältnis steht spirituelle Praxis zu anderen Aspekten unseres Lebens?

Wieviel Großzügigkeit kann ich mir wo „erlauben“?

Richtig praktizierte Großzügigkeit und Offenherzigkeit schafft innere Weite und schafft Verbundenheit zu anderen Wesen. Wer großzügig sein kann ist reich, hat soviel, dass er/sie geben kann. Die Praxis des Gebens ist auch ein aktives Loslassen von Dingen die uns ohnehin nur für eine bestimmte Zeit anvertraut sind. Gebe ich mit Freude, verbindet mich dies mit der Freude des Empfängers.

Wie finde ich das rechte Maß von Geben und Nehmen? Kann ich auch annehmen? Wo liegen meine Grenzen, kann ich sie weiten oder muss ich sie so akzeptieren?

Die Übung von Großzügigkeit, Dana, ist genau das, eine Übung, man kann nichts falsch machen.

Die Unterstützung von Lehrenden, Praxisorten und der Lehre im Allgemeinen ist auch eine Möglichkeit, Dankbarkeit zu zeigen für das Privileg, mit Wegen zur Befreiung von Herz und Geist in Berührung gekommen zu sein. Wir haben die Gelegenheit mit unserer Zeit, unserem Geld, unserer Energie und unserem Interesse Möglichkeiten für spirituelle Praxis zu schaffen und zu erhalten. Wir können mithelfen, dass sich Weisheit und Mitgefühl in unserer Welt manifestieren.

Lehrende, Praxisorte und die Lehre sind auf diese Unterstützung angewiesen.

Lehrende können sich in dem Maß der Weitergabe der Lehre widmen, in dem sie unterstützt werden. Die gelebte Solidarität ermöglicht es auch weiterhin unzähligen Menschen, auf diese spirituelle Forschungsreise zu gehen.

Einen interessanten Artikel von Renate Seifarth zu dem Thema Dana gibt es bei der Deutschen Buddhistischen Union 


6-Wochen „Vertiefungskurs für den Einsichtsdialog“

Leitung: Harald Reiter

6 Wochen an folgenden Mittwochen von 18.30 bis 21.30 Uhr:

6., 13., 20. und 27. November sowie 4. und 11. Dezember 2019

1 ganzer Einstiegstag von 10 bis 16.30 Uhr am Samstag 26.Oktober 2019

Praxis im Raum, Rauhensteingasse 7/13, 1010 Wien

1 Abschlusswochenende 18. und 19. Jänner 2020, Sa 10 bis 18 Uhr, So 10 bis 16.30 Uhr

Praxis für ganzheitliche Gesundheit, Maria-Trapp-Platz 1/703, 1220 Wien

Anmeldung unter harald.reiter@shiatsu-im-raum.at 

Was erwartet Sie in diesem 6-wöchigen Einsichtsdialog – Vertiefungskurs?

In wöchentlichen dreistündigen Einheiten praktizieren wir sechs Abende lang gemeinsam die Grundlagen des Einsichtsdialoges:

  • Sitzmeditation mit Achtsamkeit auf den Atem, die Körperempfindungen, Gedanken und Gefühle
  • Achtsame Körperwahrnehmung im Dialog
  • Grundlage der meditativen Qualitäten
  • Grundlage der zwischenmenschlichen Qualitäten
  • Grundlage der Qualität der Weisheit
  • auf die Anwendung des Einsichtsdialoges im Alltag wird besonderer Wert gelegt
  • Kontemplationen zu verschiedenen Lebensbereichen
  • Erfahrungsaustausch und Reflexion in der Gruppe
  • Begleitende, regelmäßige Übungspraxis zuhause
  • Einstiegstag
  • Abschlusswochenende mit gemeinsamem Einkaufen, Kochen und Erarbeitung eines Projektes – alles im Rahmen des Einsichtsdialoges

Das Leistungspaket | Was bekommen Sie von mir?

• Vorbedingung ist der Besuch des Einführungskurses oder ein persönliches Vorgespräch, falls Sie schon Erfahrung mit dem Einsichtsdialog haben, aber den Einführungskurs noch nicht besucht haben
• „mp3-Files“ mit angeleiteten Übungen zum Einsichtsdialog
• Kurshandbuch – Arbeitsblätter zu den Kursabenden
• Gesundes, vegetarisches Mittagessen am Einstiegstag sowie am Abschlusswochenende

Termine | Kosten

• Kursabende: 6 x 3 h
• Uhrzeit: 18:30 – 21:30 Uhr
• Termine: 6 Abende im November und Dezember 2019
• Einstiegstag:  10:00 – 16:30 Uhr am Samstag 26. Oktober 2019

Abschlusswochenende: Sa 10 bis 18 Uhr, So 10 bis 16 Uhr

• Gruppengröße: Mind. 6 Personen und Max. 8 Personen
• Kursort für die Abende und den Einstiegstag: Praxis im Raum, Rauhensteingasse 7/13, 1010; für das Abschlusswochenende: Praxis für ganzheitliche Gesundheit, Maria-Trapp-Platz 1/703, 1220 Wien

• Kosten: Für Organisation, Essen, Lehrmittel und Raum € 180.- inkl. USt, der Kurs selbst findet auf Dana – Basis statt (Dana – Prinzip = Freies Geben)*


Gregory Kramer: Basis and Purpose of Insight Dialogue

Screenshot (79)

Datenschutzhinweis: dieses Video ist ohne Cookies von Youtube eingebettet, es werden erst personenbezogene Daten an Youtube weitergeleitet, wenn Sie auf das Bild klicken! Datenschutzerklärung


Gregory Kramer, Mindfulness in Relationship: The Power of the Shared Human Experience

Screenshot (80)

Datenschutzhinweis: dieses Video ist ohne Cookies von Youtube eingebettet, es werden erst personenbezogene Daten an Youtube weitergeleitet, wenn Sie auf das Bild klicken! Datenschutzerklärung

FAQ zum Einsichtsdialog

> Wie ist das Verhältnis vom Einsichtsdialog zur traditionellen Einsichtsmeditation (Vipassana)?

Der Einsichtsdialog teilt die gleichen Absichten wie die traditionelle Vipassana-Meditation. DieBuddha fasste dies als „Weisheit, Wahrheit, Verzicht und Frieden“ zusammen. Achtsamkeit wird in den Moment der Erfahrung gebracht. Wir sehen die Dinge so, wie sie sind. Der Verstand beginnt loszulassen. Wir erleben Frieden. Der grundlegende Ansatz zur Begegnung ist weitgehend identisch.Mit Achtsamkeit und Ergründung beobachten wir den Körper, die Gefühle, die Geisteszustände und die Phänomene.

Das traditionelle Vipassana ist die Grundlage des Einsichtsdialoges.

Das heißt, der Geist ist stabil und die wissende Fähigkeit wird als vom Objekt des Bewusstseins unterschieden anerkannt. Wir erkennen: „Ich bin nicht dieser Gedanke oder diese Emotion.“ Der größte Unterschied ist die Herausforderung, Achtsamkeit im Umgang mit anderen Menschen zu schaffen. Aber mit anderen zusammen zu sein, die sich auch der meditativen Praxis verschrieben haben, unterstützt auch eine starke Achtsamkeit, Die gemeinsam Meditierenden unterstützen sich durch ihre Anwesenheit und erinnern sie gegenseitig daran, in den Moment zurückzukehren, wenn die Aufmerksamkeit abdriftet. In ähnlicher Weise wird die Konzentration sowohl herausgefordert als auch durch die zwischenmenschliche Praxis unterstützt. Meditierende haben die Stimulation anderer Menschen, die den Geist anregen können, aber gleichzeitig auch haben sie als Konstante das kontemplative Thema oder, grundlegender, den Moment des Bewusstseins. So kann im Einsichtsdialog eine sehr anpassungsfähige Konzentration entstehen. Sie ist nicht so still wie in der absorbierten, traditionellen stillen Meditation, aber sie ist dennoch hell und heiter. Im Leben und im Rückzug unterstützen sich diese beiden Formen der Praxis gegenseitig.

> Ist der Einsichtsdialog eine Kommunikationsmethode?

Wenn man den Einsichtsdialog als Erkenntnispraxis betrachtet, können weise Rede, harmonische Umgangsformen und klare Kommunikation natürlich als Ergebnis entstehen. Auf die gleiche Weise gehen Menschen oft besser mit körperlichen Schmerzen oder emotionalem Stress als Folge des traditionellen Vipassana um.
Aber das ist nicht der Zweck der Vipassana-Meditation. Der Einsichtsdialog ist nicht mehr ein „Werkzeug“, als das traditionelle Vipassana als Werkzeug angesehen werden könnte. Der Einsichtsdialog ist eine Erweiterung des buddhistischen Weisheitspfades in beziehungshafter Form.

> Ist der Einsichtsdialog nur für erfahrene Meditierende oder auch für Anfänger geeignet?

Der Einsichtsdialog ist am besten für Menschen mit Meditationserfahrung geeignet. Dies liegt daran, dass eine gewisse Stabilität des Geistes und die Fähigkeit, Erfahrungen ohne Identifikation mit ihm zu kennen, grundlegend für die Funktionsweise des Einsichtsdialoges sind.
Manchmal jedoch können sehr erfahrene Meditierende eine Abneigung gegen die Praxis empfinden. Sie mögen nicht glauben, dass echte Achtsamkeit und Konzentration in der zwischenmenschlichen Praxis möglich sind. Es mag wie eine Schändung von etwas erscheinen, das ihnen lieb und teuer ist, und nicht wie eine Erweiterung des Kreises von Meditation und Dhamma. Und vom persönlichen Standpunkt aus gesehen sind sie vielleicht auf den Weg der stillen, individuellen Meditation gekommen, weil sie Angst vor anderen Menschen haben oder für sie aversiv sind. Mit Sorgfalt und Aufgeschlossenheit praktiziert, kann der Einsichtsdialog die Meditationspraxis für erfahrene Praktizierende erweitern. Währenddessen kann die Konzentrationstiefe, die sie in den Einsichtsdialog einbringen, ein Geschenk für alle sein, mit denen sie praktizieren, und die gegenseitige Stille und Einsicht einladen.


Anfänger können sich zum Einsichtsdialog hingezogen fühlen, weil es das Sprechen mit einschließt. Anders ausgedrückt, sie mögen sich mit dem Einischtsdialog wohlfühlen, weil sie die Bindung an das Sprechen und die Persönlichkeit nicht aufgeben müssen. Aufgrund der dynamischen Natur der beginnenden Einsichtsdialog – Praxis können Anfänger in das Dhamma und in die Achtsamkeit hineingezogen werden, indem man den Fäden des emotionalen oder intellektuellen Interesses und der Freude an der Beziehungsunterstützung folgt.
Da wöchentliche Gruppen und Retreats auch erhebliche Mengen an stiller Zeit beinhalten, können diese Meditierenden sich in eine gewisse Ruhe begeben, auch wenn sie die Unterstützung einer Praxisgemeinschaft haben.
Wenn die Praxis konsequent verfolgt wird, werden Vorteile für die Persönlichkeit, wie das Erkennen der eigenen gewohnten Beziehungsmuster oder das Erkennen ungeschickter Sprachgewohnheiten schließlich der Erkenntnis und einem Engagement für die traditionelle Meditationspraxis weichen.

Die Serie der Fragen und Antworten wird fortgesetzt. Gerne können Sie mir Fragen stellen, deren Beantwortung ich dann auf dieser Seite auch anderen zugänglich mache. Bitte senden Sie Ihre Fragen an harald.reiter@shiatsu-im-raum.at