Osteopressur – Faszienrollmassagen – Engpassdehnungen

Schmerzreduktion durch Schmerzcoaching – die Osteopressur

Was passiert bei dieser Anwendung? Die Anwendung ist im Grunde wie eine Manualtherapie, hat aber ein anderes Ziel, als im Körper irgendetwas zu verändern. Im Vordergrund dieser Methode steht das Gehirn. Hier soll eine Veränderung stattfinden. Liebscher & Bracht hat in den letzten 30 Jahren herausgefunden, dass die meisten Schmerzen, die im menschlichen Körper entstehen damit zu tun haben, dass mögliche Bewegungen nicht gemacht werden. Dadurch entstehen muskulär-fasziale Hochspannungen, die die Gelenke bedrohen, die Gelenkknorpel, die Wirbelsäule, die Bandscheiben. Der Körper möchte sich davor schützen und reagiert mit Schmerz, wobei wir hier von funktionellen Schmerzen sprechen und nicht von strukturellen Schmerzen.

Diese Hochspannungen entstehen vom Ansteuern des Myofaszialsystems im Gehirn. Das Hirn hat „Programme“ in den Basalganglien (BG), die für das Schmerzmodell nach Liebscher & Bracht von Bedeutung sind, ebenso wie das periaquäduktale Grau (PAG). Damit wird in diesem Schmerzmodell gearbeitet. Es werden Rezeptoren am Knochen benutzt und nicht im Muskel oder in den Faszien. In der Osteopressur wird am Knochen an 72 Stellen gearbeitet, Punkte, Linien, Flächen, die mit Schmerzzuständen korrelieren, die im Gehirn ausgelöst werden. Diese Stellen zu finden und gewissen Schmerzen zuzuordnen war die Arbeit von 30 Jahren. Es wird also mit Rezeptoren an der Beinhaut gearbeitet, freie Nervenenden die funktionell programmiert sind.

In der Zusammenarbeit mit Faszienforschern wurden die interstitiellen Rezeptoren die bei Schmerzzuständen aktiviert sind als Alarmschmerzrezeptoren bezeichnet. Das sind die Punkte, mit denen in der Osteopressur gearbeitet wird. Diese Punkte befinden sich nicht im Muskel, nicht in der Sehne, nicht in der Faszie, auch nicht an Übergängen, sondern direkt am Knochen. Über diese Rezeptoren werden die Programme in den Basalganglien beeinflusst: die „Hochspannungsprogramme“ werden heruntergefahren. Es kommt dann zu einem Informationsaustausch zwischen BG und PAG. Das PAG ist für die Schmerzsteuerung verantwortlich – mehr oder weniger Schmerz. Man kann sagen, dass diese beiden „entscheiden“ was mit einem Schmerz passiert, den der Mensch an Stellen am Körper empfindet.

Youtube Video zur Osteopressur

Durch die Osteopressur nach L&B können wir das Gehirn so beeinflussen, dass die Spannungen in den Muskeln zurückgehen und der Alarmschmerz drastisch weniger wird. Aus der Erfahrung hat sich gezeigt, dass in den meisten Fällen BG und PAG für den Schmerz verantwortlich sind und nicht die Struktur, also die Arthrose oder der Bandscheibenvorfall als Beispiele. Wenn der Alarmschmerz nachgelassen hat, gibt es aufgrund einer Rückmeldung an das Gehirn von dort auch andere, gemäßigtere Ansteuerungen was die Spannung betrifft, und damit werden z. B. die Gelenke oder die Wirbelsäule weniger belastet. Das wird dann wieder von Rezeptoren gemessen und die neue Information an das Gehirn weitergeleitet. Dieser Vorgang – ansteuern – messen – rückmelden – neu „berechnen“ im Gehirn findet laufend statt.

In genau diesen Prozess wird mit der Osteopressur an den 72 Stellen eingegriffen. Die Erfahrung von Roland Liebscher-Bracht zeigt, dass in 95% aller Fälle der Ursprungsschmerz (100%) auf 0 bis 30 % reduziert werden kann, also eine Schmerzreduzierung von zumindest 70 %. Das belegt, dass der Schmerz muskulär-fasziale Hintergründe hat, unabhängig von der Diagnose. Das passiert in der ersten Anwendung der Osteopressur. Darauf folgt eine Umstrukturierung des Gehirns und der Faszie. Diese Erkenntnisse, dass Schmerz im Gehirn entsteht, sind in Übereinstimmung mit der modernen Schmerzforschung.


Wenn die Programme gelöscht werden, wird noch nicht der Schmerz gelöscht. Das ist noch ein bisschen feiner – die Osteopressur nach L&B ist keine Schmerztablette mit Druck am Knochen. Was erreicht wird ist eine Art Reset der Programme, ein Zurückstellen auf den ursrpünglichen Zustand vor dem Schmerzgeschehen, sodass sich der Körper wohl fühlen kann. Damit ist natürlich die Situation nicht dauerhaft bereinigt, denn die Ursache war ja all das, was im Alltag vor sich geht. Eine Anwendung kann zeigen, dass man auf dem richtigen Weg ist und andere Erklärungen damit ausgeschlossen werden können. Meist ist das der Fall! In weiteren Anwendungen wird dieser Prozess des „Zurücksetzens der Programme“, also des Ablaufes wie oben beschrieben, wiederholt und gleichzeitig beginnt die SchmerzklientIn mit den Engpassdehnungen.

Im Video „Das Schmerz-Erklärungsmodell  (für Ärzte, Physiotherapeuten und Heilpraktiker) von Liebscher & Bracht“ finden sie diese Erklärungen im Detail.

Schmerzreduktion durch Schmerzcoaching – die Engpassdehnungen


Liebscher & Bracht hat 27 Engpassdehnungen entwickelt und damit kann man den Körper von Kopf bis Fuß wieder in seine normalen, genetischen Spannungszustände zu bringen. Dadurch muss das Gehirn dann keine Alarmschmerzen mehr schalten. Wichtig ist hier zu betonen, dass der Gelenksverschleiß durch zu hohe Spannungen entsteht ebenso wie entzündliche Prozesse. Das sind Symptome der muskulär-faszialen Überspannung: Arthrosen, Verschleiß und andere strukturelle Veränderungen sind Begleiterscheinungen der zu hohen Spannung, haben aber nichts mit der Schmerzursache zu tun. Anfangs kann sich die SchmerzklientIn mit der Kombination von Osteopressuranwendungen (3-5 Anwendungen pro Schmerzzustand) und Engpassdehnungen selbst schmerzfrei halten, nach einer gewissen Zeit ist dies komplett alleine möglich. Wenn verfügbar kann dann auch an Gruppen teilgenommen werden.

Youtube – Beispiel für eine Engpassdehnung – bitte Bild anklicken!

Schmerzreduktion durch Schmerzcoaching – die Faszienrollmassage

Eine weitere Möglichkeit, sich selbst schmerzfrei zu halten, ist die Faszienrollmassage. Für Faszien gibt es verschiedene Definitionen: ein spezielles Bindegewebe, das Muskeln, Organe und Knochen umgibt, wobei manchmal auch Sehnen und Bänder noch zum Fasziengewebe gezählt werden. Die Fasern dieses Fasziengewebes bestehen aus Kollagen und Kollagene stellen mit 30 Prozent die mit Abstand am häufigsten vorkommenden Proteine im menschlichen Körper dar. Faszien ermöglichen uns Bewegung und geben uns Stabilität. Sie haben aber auch noch eine wichtige Bedeutung für die Körperwahrnehmung und die Feinkoordination.

Youtube Erklärung zur Faszienrollmassage

Eine ausführliche Information zu Faszien und deren Bedeutung finden Sie bei Liebscher & Bracht. Bitte klicken Sie HIER!

Wenn Sie zu mir zum Schmerz-Coaching kommen, wird die richtige Anwendung der Faszienrollmassage nach Liebscher & Bracht ein Teil der gemeinsamen Arbeit sein. Das Ziel ist wie bereits erwähnt auch hier, sich selbst dauerhaft schmerzfrei halten zu können. Zudem können Sie das Faszien – Set auch direkt über mich bestellen und bekommen es bequem nach Hause geliefert. Informationen dazu HIER.

Youtube Erklärung zum Faszien-Set

Wichtiger Hinweis zu Schmerzcoaching und Schmerztherapie

Ich bin kein Therapeut und darf somit keine „Schmerztherapie“ anbieten. Die Ausbildung ist allerdings exakt dieselbe wie für Therapeuten, die aufgrund ihres Grundberufes (ÄrztInnen, PhysiotherapeutInnen etc.) Schmerztherapie anbieten dürfen. Was ich anbieten kann, ist Wohlbefinden durch Entspannung! Das Prinzip der Osteopressur nach Liebscher und Bracht beruht auf einer myofaszialen Entspannung der Muskulatur über eine Beeinflussung des Feedback an das Gehirn. Für die Osteopressur der Alarmschmerz – Punkte am Körper zusammen mit den Anleitungen zu den Engpassdehnungen und der Faszeinrollmassage habe ich für mich den Begriff „Schmerzcoaching“ gewählt. Die von mir durchgeführten Anwendungen machen insgesamt nur den kleineren Teil dessen aus, was für eine Schmerzreduktion hilfreich ist. Die regelmäßigen Übungen werden von den KlientInnen selbst durchgeführt und dazu werden sie von mir angeleitet. Aktive KlientInnen von mir erhalten derzeit auch noch einen für 6 Monate gültigen kostenlosen Zugang zum Premium-Übungsbereich bei Liebscher & Bracht. Bei Interesse sprechen Sie mich bei Ihrem nächsten Besuch darauf an!

Quellen: Liebscher & Bracht