SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Teil 4

Liebscher & Bracht - Die Schmerzspezialisten

Schmerzen, Schmerzursachen und das SchmerzFREI – Training als mögliche Lösung

Es gibt verschiedenste Untersuchungen bzw. auch Daten von Versicherungen zum Thema Schmerz. Man nimmt an, dass rund 20 % der Bevölkerung im deutschsprachigen Raum an chronischen Schmerzen leidet.

Nach dem Bio-psycho-sozialen Modell bei chronischem Schmerz (Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.) gibt es folgende Ursachengruppen:

Biologische Ursachen: Entzündungen, Muskelverspannungen, Vegetative Störungen, Nerven- und Gelenkschäden

Soziale Ursachen: Stress und Konflikte, Arbeitsunfähigkeit, Ausgrenzung und Rückzug

Psychische Ursachen: Hilflosigkeit, Ängste und Sorgen, Unterdrückter Ärger, Niedergeschlagenheit

Wenn wir uns die klassische Stressreaktion im Körper ansehen, stellen wir fest, dass die in diesem Modell angeführten sozialen und psychischen Ursachen in einem erhöhten Stressgeschehen im Körper münden, was unter anderem zu einer erhöhten Muskel- und Faszienspannung führt.

Liebscher und Bracht hat dagegen eine Schmerztherapie entwickelt, die aus mehreren Teilen besteht:

  • Osteopressur, die ein Therapeut an der KlientIn durchführt
  • Engpassdehnungen sowie
  • Faszienrollmassagen, die die KlientIn selbst durchführt, um das Ergebnis dann zu festigen.

Grundlage ist die Erfahrung, dass die meisten Schmerzen durch muskulär-fasziale Fehlspannungen in Form von Überspannungen verursacht werden.

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt –

Das Biomechanische Schmerzmodell

Das Biomechanische Erklärungsmodell für funktionelle Schmerzen lässt sich ganz einfach an einem Beispiel erklären (eine ausführlichere Erklärung finden Sie in diesm Youtube-Video von Roland Liebscher-Bracht)

Wir stellen uns ein Gelenk vor, das schmerzt. Hier gehören auch Schmerzen dazu, die in Verbindung mit Arthrose gebracht werden.

Bild 1: die verkürzende Muskelkraft ist größer als die Steuerspannung, die Druckkräfte auf die Knorpel nehmen zu, der Verschleiß steigt.

Bild 2: Die Kräfte steigen weiter, der permanente Reparaturprozess kann den Verschleiß nicht ausgleichen, der Körper sendet einen Alarmschmerz, damit wir das Gelenk nicht mehr bewegen.

Die Gelenkknorpel = grün ernähren sich, indem sie bei Bewegung zusammengedrückt werden und sich anschließend wieder entspannen. Abfallstoffe werden so herausbefördert und neue Nährstoffe eingesaugt. Durch die in unserer Zeit übliche Lebensführung nutzen wir nur 5 bis 10 Prozent der möglichen Bewegungswinkel. Teilflächen des Knorpels bleiben dadurch unbelastet und somit unterernährt und sie bauen ab.

Wir nutzen unsere Gelenkwinkel viel zu wenig

Diese stark verminderte Nutzung der Gelenkwinkel in Verbindung mit aufsummierten Restkontraktionen der Muskelfasern führen einerseits zur Spannungserhöhung der Muskeln und andererseits zu Verkürzungsverfilzungen der Faszien. Der Widerstand der Muskeln und Faszien steigt dadurch. Damit ist der Druck auf die Gelenkknorpel zu hoch, was zu einem erhöhten mechanischen Verschleiß führt.

Der Körper misst über seine Rezeptoren ständig die Zug- und Druckverhältnisse. Wenn über die Rezeptoren erkennbar ist, dass der Verschleiß größer ist als die Reparaturfähigkeit, schaltet das Gehirn einen Alarmschmerz.

Dieser Alarmschmerz schränkt die Bewegungswinkel zusätzlich ein. Die ungenutzte und dadurch unterernährte Knorpelfläche wird dadurch noch größer. Unphysiologisch hoher Abrieb zerstört einerseits den Knorpel, andererseits wird er durch Unterernährung abgebaut. Der Wiederaufbau des Knorpels wird durch diese Effekte behindert. Die für die Reparatur der abgenutzten Knorpel zuständigen Stammzellen können ihre Aufgabe nicht erfüllen.

Der Alarmschmerz schränkt die Bewegungswinkel zusätzlich ein

Das Resultat ist eine Negativspirale, die meist mit der vollständigen Zerstörung des Gelenkes endet. Begleitet wird dieser Prozess von Dauerschmerzen. Mit der L & B Schmerztherapie sind wir in der Lage, diesen Prozess umzukehren.

Eine Reduzierung des überhöhten Druckes auf die Gelenkknorpel geschieht durch das “Löschen” der zu hohen Anspannung von Muskeln und dem “Entfilzen” und Dehnen der Faszien. Damit beschleunigt sich die Reduzierung der Schmerzen bis hin zur Löschung dieser.

Die zunehmende Schmerzfreiheit führt zu einer Steigerung der Bewegungswinkel. Die Reparaturtätigkeit der Stammzellen führt zur Wiederbelastung und Ernährung der Knorpelreste und der Regeneration des Knorpels. Das Gelenk kann sich im Laufe von 6 bis 18 Monaten regenerieren, wenn die Zerstörung noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Voraussetzung dafür sind regelmäßiges Training der Übungen und eine optimierte Ernährung – wie im Buch “Die Arthorse Lüge” beschrieben.

SchmerzFrei - Training nach Liebscher & Bracht Harald Reiter Seestadt

Praxis ganz(heitlich) g´sund – Harald Reiter – Maria-Trapp-Platz 1 Top 703 in 1220 Wien (Seestadt) und in der Annagasse 5/2/6 in der Wiener Innenstadt

Terminvereinbarung für einen 90minütigen Ersttermin per Email an harald.reiter@shiatsu-im-raum.at oder telefonisch unter 0664 – 45 113 51. Bitte beachten Sie, dass meine Aufmerksamkeit während der Arbeit ganz meinen KlientInnen gehört und Sie mich wahrscheinlich nicht direkt erreichen. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, ich werde Sie verlässlich zurückrufen.

Sie erreichen mich auch per SMS, WhatsApp, Signal und Telegram.

Nächste Woche werde ich dann kurz und bündig den Schmerzsee vorstellen sowie die Schmerzarten und die Schmerzskala nach Liebscher & Bracht.

Ich freue mich, wenn Sie wieder reinlesen.

Ihr Harald Reiter

Hier kommen Sie zu Teil 1 bis 3 der Serie SchmerzFREI – kurz und bündig – bitte klicken.

Quellen:

  • http://www.schmerzgesellschaft.de
  • “Die Arthrose Lüge”, Roland-Liebscher Bracht, Dr. med Petra Bracht, Goldmann Verlag
  • “Rolle dich schmerzfrei”, Roland-Liebscher Bracht, Dr. med Petra Bracht, Goldmann Verlag
  • Ausbildungsmitschriften