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Shiatsu – Beratung – Meditation

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Shiatsu im Raum

Achtsamkeitsmeditation – Teil 1

HIER können Sie sich diesen Artikel anhören!

Für mich ist meine Tätigkeit sowohl als Shiatsu-Praktiker wie auch als Coach und Berater nicht nur eng mit Achtsamkeitsmeditation verbunden, sie ist eine Form der Achtsamkeitsmeditation. Warum und wie das stattfindet, und vor allem, welcher Sinn sich daraus ergibt, soll hier in diesem Artikel kurz skizziert werde.

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist heute in aller Munde,  sogar in der U- Bahn in Wien werden wir aufgefordert, achtsam zu sein und den Spalt zwischen Zug und Bahnsteig nicht zu übersehen. „Achtsamkeit ist die Fähigkeit, unsere Aufmerksamkeit auf ein Objekt oder eine Tätigkeit gegenwärtig zu halten“ ist eine Definition, die mir den Kern sehr gut zu treffen scheint. Achtsamkeit ist dabei nicht mit Konzentration gleichzusetzen. Konzentration beschreibt einen sehr fokussierten Geisteszustand. Achtsamkeit hingegen zeichnet sich durch eine Breite und Weite des Gewahrseins aus, sie ist eine beobachtende Haltung auf einer Metaebene. Studien belegen, dass Achtsamkeit und Konzentration unterschiedliche Hirnareale aktivieren.


Achtsamkeit als eine sehr alte Methode


Die Übung von Achtsamkeit findet sich bereits in Lehrreden des zum Buddha erwachten Gautama Siddharta vor rund 2500 Jahren. Dort wird die systematische Entwicklung von Achtsamkeit als Satipatthana –Methode bezeichnet, die der Überlieferung nach bereits von einem werdenden Buddha der Vorzeit, dem Bodhisatta Vipassi praktiziert wurde. Gautama Siddharta hat diese in Vergessenheit geratene Übung wiederentdeckt. Die Übung der Achtsamkeit ist somit eine sehr alte Methode. Im frühen Buddhismus wird die Satipatthanamethode als Achtsamkeit auf den Körper, die Gefühle, den Geist und die dhammas (=alle Phänomene, die nicht in die 3 anderen Kategorien passen) geübt. Der Sinn und das Ziel ist kein geringeres als das vollständige Erwachen, weitläufig als Erleuchtung bekannt.

Veranstaltungshinweis

Ab 12. September findet ein Einführungskurs über 4 Abende in die Achtsamkeitsmeditation in der Theravadaschule am Fleischmarkt in 1010 Wien statt, den ich leiten werden, statt. Weitere Infos HIER

MBSR – eine moderne Anwendung von Achtsamkeit


Jon Kabat-Zinn ist Gründer der Stress Reduction Clinic (1979) und hat die Methode MBSR entwickelt. „Das Programm der Stressklinik basiert auf dem systematischen Training der Achtsamkeit, einer Form der Meditation, die in den buddhistischen Traditionen Asiens entwickelt wurde“. Er wurde  international bekannt durch den Einsatz der Achtsamkeitsmeditation als Hilfe für seine Patienten im Umgang mit Stress und chronischen Schmerzen. Seit seinem Bestehen hat die Methode MBSR hunderttausenden von Menschen geholfen, besser mit Stress, Schmerz und chronischen Krankheiten umzugehen. MBSR ist mittlerweile auch in Europa weit verbreitet und spezielle 8Wochenkurse werden vor allem außerhalb des stationären Settings angeboten. Mittlerweile werden Achtsamkeitstrainings auch in Firmen und Einrichtungen immer beliebter und zeigen eine positive Wirkung – sofern Achtsamkeit praktiziert wird. Achtsamkeit können wir nicht erlernen in dem Sinne, dass wir sie dann besitzen. Achtsamkeit muss geübt und gepflegt werden, weil wir sie sonst wieder verlieren. Das Herzstück in der Schulung von Achtsamkeit ist die Entwicklung von Geistesgegenwart und Bewusstheit. Wenn wir uns  auf die Tatsache besinnen, dass unser Erleben immer aus dem besteht, was „gegenwärtig“ ist, wird es offensichtlich, dass die Qualität unseres (Er)-Lebens eng verknüpft ist mit der Qualität unserer Aufmerksamkeit, die wir diesem Erleben in der Gegenwart geben. Achtsamkeit ist eine Fähigkeit, tief ins eigene Innere zu schauen und uns selbst, d.h. unsere Erfahrung zu erforschen.


Achtsamkeitsmeditation 


Die Übung von Achtsamkeit wird Achtsamkeitsmeditation genannt. Mediation ist ein Begriff, der mittlerweile häufig und in verschiedenen Kontexten verwendet wird und somit recht unklar geworden ist. Man kann alle möglichen Ideen davon haben, was Meditation ist  — es gibt diesbezüglich  eine weit gefächerte Vielfalt von Erfahrungen  und  Einflüssen.  Wir  haben  vielleicht  die  Vorstellung, dass es in der Meditation darum geht, Einsicht in frühere Leben zu gewinnen oder die Gedanken anderer Menschen lesen zu können,  den Geist in irgend einen  glücklichen  Zustand zu  versetzen oder in einer  wunderbaren  esoterischen Sphäre zu verweilen, während wir eine Pause von unserem geschäftigen Leben machen und ähnliches mehr. Vielleicht  haben wir die Idee, dass wir mit Meditation abnehmen werden  oder viel Geld verdienen,  dass sie uns Heilkräfte vermitteln kann oder uns zumindest in einen über alle Maßen interessanten und  anziehenden  Menschen  verwandeln wird. Wir sehen das  Wort  Meditation  in Büchern  und Zeitschriften. Wir hören,  wie man in Fernseh-Talk-Shows darüber  spricht und diskutiert. Kein Wunder, wenn sich Verwirrung darüber einstellt, wie und  warum man meditiert. In der klassischen Achtsamkeitsmeditation geht es nicht um solche Effekte. 


Echtes Glück finden


Was ich hier mit Meditation meine: Meditation ist ein Geistestraining, welches hilft, die notwendigen Stärken und Fähigkeiten zu entwickeln, die man zur Lösung seiner eigenen Probleme benötigt. So wie es für die verschiedenen körperlichen Krankheiten unterschiedliche Heilmittel gibt, bieten sich für die verschiedenen Probleme des Geistes entsprechende Meditationsformen an. Achtsamkeitsmeditation dient dazu, die fundamentalsten Probleme des Geistes zu lösen: die Arten von Stress und Leiden, welche durch unsere eigenen Gedanken und Handlungen hervorgerufen werden. Wir streben im Grunde ständig nach Glück und dennoch schafft es unser Geist immer wieder, uns durch geistigen Schmerz herunterzuziehen.  Verantwortlich für diesen Schmerz ist unsere falsche Suche nach Glück:  falsche oder einfach ungeschickte Methoden, falsche oder wirre Ziele oder Vorstellungen vom Glück. Wenn wir es schaffen, die Gründe für dieses geistige Verhalten zu enthüllen, dann können wir leichter aus diesem aussteigen. Durch dieses Aussteigen eröffnet uns die Meditation die Möglichkeit, wahres Glück zu erfahren, ein Glüc k, dem wir vertrauen können und das sich nie verändern  oder uns im Stich lassen wird.
Echtes Glück ist also möglich, im Hier und Jetzt, und wir können es durch eigenes Üben erreichen. Wir müssen uns nicht mit einem oberflächlichen Glück oder Vergnügungen zufrieden geben, die uns ohnehin wieder verlassen. Das Leben hat mehr zu bieten, als vorübergehendes Glück. Wir müssen unser Glück auch nicht auf andere Personen aufbauen oder auf Kräfte die außerhalb  in uns selbst liegen.
Wir können unserem Geist beibringen, ein vollkommen verlässliches Glück zu finden, ohne uns selbst oder irgend jemand anderem zu schaden.

Ab 12. September findet ein Einführungskurs über 4 Abende in die Achtsamkeitsmeditation in der Theravadaschule am Fleischmarkt in 1010 Wien statt, den ich leiten werden, statt. Weitere Infos HIER

Harald Reiter, Lehrender an der Theravadaschule Wien ( Achtsamkeitsmeditation, Einsichtsdialog)


Quellen:

  • Ajahn Amaro, “ Den fehlenden Frieden finden“, 2016
  • Ajahn Sucitto, „Mediation – Ein Weg des Erwachens“, 2016
  • Analayo Bhikkhu – „Der direkte Weg“, 2010
  • Reiter Harald, Abschlussarbeit Lehrgang Resilienz, „Achtsamkeit und Resilienz“, 2017
  • Thanissaro Bhikkhu, „Mit jedem Atemzug“ , 2015

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Weil mir das Thema Wechseljahre und Hitzewallungen in meiner Shiatsupraxis immer wieder begegnet, möchte ich hier einen interessanten Artikel von www.zentrum-der-gesundheit.de teilen, der auch links enthält. Möge er für viele hilfreich sein!

Wechseljahre und Hitzewallungen –  natürlich begegnen

Hitzewallungen zählen zu den häufigsten Symptomen, die während der Menopause auftreten können. Von den meisten Frauen werden sie als äußerst unangenehm empfunden, denn sie können sowohl eine intensive Hitze im Körper entwickeln als auch als Kältewelle durch den Körper fließen. Im Wechsel auftretend, wenn also dem intensiven Schweißausbruch der Kälteschauer folgt, sind sie für die Betroffene ganz besonders belastend. An diesen Schwankungen ist vorwiegend das endokrine (hormonproduzierende) System beteiligt. Wir wollen Ihnen an dieser Stelle einige Maßnahmen aufzeigen, die Ihnen das Erleben der Wechseljahre erleichtern.

Wechseljahre und Hitzewallungen – die erste Phase der Menopause

Die Menopause gliedert sich in drei Abschnitte. Mit der Vor-Menopause beginnt eine langsame Veränderung des Hormonhaushaltes. Sie zeigt sich durch unregelmäßig auftretende und in ihrer Intensität sehr schwankende Blutungen, die zeitweilig auch ganz ausbleiben können und häufig von leichten Gefühlsschwankungen begleitet werden.

Die beginnende hormonelle Umstellung verändert bei einigen Frauen auch das emotionale Empfinden. So kommt es nicht selten vor, dass Frauen in dieser Phase ihr Leben neu überdenken und manchmal sogar komplett umkrempeln.

Wechseljahre und Hitzewallungen -der zweite Abschnitt ist der intensivste

In der zweiten Phase bleibt der Eisprung anhaltend aus, da zu diesem Zeitpunkt alle Eizellen in den Eierstöcken aufgebraucht sind. Gleichzeitig nimmt die Östrogen- und Progesteronproduktion rasant ab. Es findet insgesamt ein hormonelles Ungleichgewicht statt, das großen Einfluss auf das physische und psychische Wohlbefinden nimmt.

Die Hormonschwankungen versetzen die Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes in ein Wechselbad der Gefühle. In dieser Phase treten vermehrt starke und teilweise langanhaltende Hitzewallungen, Schlafstörungen sowie intensive Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen auf.

Wechseljahre und Hitzewallungen – Phase drei läutet das Ende der Menopause ein

Im dritten und letzten Abschnitt der Menopause hat sich der Körper an die veränderte Hormonsituation angepasst und die klimakterischen Beschwerden lassen allmählich nach.

Die Dauer der gesamten Menopause ist von verschiedenen Gegebenheiten abhängig und beträgt in der Regel zwischen 10 und 15 Jahren.

Wechseljahre und Hitzewallungen: Maßnahmen zur Reduzierung 

Sicher können die unangenehmen Begleiterscheinungen, unter denen viele Frauen während der Wechseljahre leiden, nicht immer gänzlich abgestellt werden. Es ist jedoch durchaus möglich, die Länge sowie die Intensität der Beschwerden auf natürlichem Weg deutlich zu verringern, so dass Betroffene weitaus besser mit der veränderten Situation zurechtkommen.

Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Maßnahmen vor, von deren Umsetzung Sie ganz sicher profitieren werden.

Arbeiten Sie an Ihrer Einstellung

Bei den Wechseljahren handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern um eine hormonelle Umstellungsphase im Leben einer Frau, die mehr oder weniger intensiv erfahren werden kann. Eine bejahende, optimistische Einstellung zu dieser Zeit ist sehr von Vorteil, da sie sich automatisch auch positiv auf das Befinden auswirkt.

Mit der richtigen Einstellung lassen sich die körperlichen Veränderungen der Menopause deutlich spürbar harmonisieren. Begrüßen Sie daher diesen neuen Lebensabschnitt und nutzen Sie ihn, um sich selbst ganz neu zu entdecken.

Vermeiden Sie Stress

Stressige Situationen sollten Sie tunlichst vermeiden, denn sie können die Hitzewallungen deutlich verstärken. Dies ist im Alltag jedoch oft nicht möglich. Daher ist es umso wichtiger, auf andere Weise dem Stress entgegenzuwirken. Hier eignen sich in erster Linie Entspannungsmethoden wie beispielsweise autogenes Training, Meditation, Yoga etc. Insbesondere das Hormon-Yoga ist eine spezielle Methode, die das endokrine Hormonsystem ausgleichen kann und somit unterschiedliche Wechseljahrsbeschwerden positiv beeinflusst.

Lernen Sie Schlafstörungen zu akzeptieren

Die Zeit der Menopause ist auch gleichzeitig häufig die Zeit des Grübelns. Die veränderte physische und psychische Situation stimmt viele Frauen nachdenklich und raubt ihnen manchmal auch den Schlaf. Bevor Sie nun stundenlag wach im Bett liegen, sollten Sie besser erst schlafen gehen, wenn Sie wirklich müde sind. Ein entspannendes Voll- oder Fußbad am Abend fördert die Müdigkeit.

Werden Sie schon nach kurzer Schlafzeit wieder wach und können nicht mehr einschlafen, so lesen Sie ein paar Seiten einer entspannenden Lektüre. Meist lässt die Müdigkeit dann nicht mehr lange auf sich warten. Auch natürliche Einschlafhilfen wie Baldrian- und Hopfenpräparate, Melisse, Passionsblume oder Orangenblüten sind empfehlenswert. Versuchen Sie jedoch nicht den Schlaf zu erzwingen, denn Sie erreichen dadurch meist das Gegenteil.

Bereiten Sie sich auf nächtliche Hitzewallungen vor

Besonders nachts werden viele Frauen von intensiven Schweißausbrüchen heimgesucht. Solange sich diese noch nicht reguliert haben, sollten Sie folgende Empfehlungen beherzigen:

Lüften Sie Ihr Schlafzimmer vor dem Zubettgehen gut durch.

Die Raumtemperatur sollte zwischen 17°C und 18°C liegen.

Schlafen Sie zwischen zwei Bettlaken, die Sie ggf. schnell wechseln können, wenn sie verschwitzt sind.

Tragen Sie nachts T-Shirts aus Baumwolle und legen Sie sich 3 Wechsel-Shirts direkt ans Bett, damit Sie nicht aufstehen müssen, um sich umzuziehen.

Kommen Sie sportlich ins Schwitzen

Wenn Sie regelmäßig Sport treiben und dabei so richtig ins Schwitzen geraten, stehen die Chancen äußerst gut, dass die lästigen Hitzewallungen stark nachlassen oder sogar ganz verschwinden. Wenn Sie sich bislang jedoch eher wenig sportlich gezeigt haben, sollten Sie die Sache unbedingt langsam angehen, damit Sie sich nicht gleich überfordern.

Auch von Saunagängen oder einem Dampfbad können Sie sehr profitieren. Und ganz nebenbei haben alle 3 Betätigungen (Sport, Sauna, Dampfbad) gleichzeitig auch sehr positive Auswirkungen auf Ihr Schlafverhalten.

Wenden Sie Wechselduschen an

Ihr Tag sollte mit einer Wechseldusche (warmes und kaltes Wasser im Wechsel) beginnen. Auch wechselnde Fußbäder am Abend können sehr hilfreich sein. Hierzu werden die Füße abwechselt in einer Wanne mit warmem Wasser und in einer Wanne mit kaltem Wasser gebadet. Über den Tag verteilt können Sie zusätzlich immer mal wieder abwechselnd einen warmen und kalten Wasserstrahl über die Oberarme laufen lassen. Generell sollte das Wechseldusch-Verfahren mit der kalten Anwendung beendet werden.

Versuchen Sie, auslösende Faktoren zu identifizieren

Einige Lebensmittel und Lebensmittelzusätze können den Körper veranlassen, eine erhöhte Stressreaktion in Gang zu setzen. Dies ist insbesondere bei jenen Frauen der Fall, die anfällig für Hitzewallungen sind. Zu den häufigsten Auslösern zählen Alkohol, Nikotin, Koffein, scharf gewürzte Speisen, Erdnüsse, verarbeitete Nahrungsmittel, pasteurisierte Milchprodukte und Schokolade.

Wenn Sie nicht erkennen können, welche Faktoren bei Ihnen die Hitzewallungen auslösen, empfiehlt es sich, ein Tagebuch anzulegen. Schreiben Sie alles nieder, was Sie essen oder trinken und welcher Art Stress Sie an jedem Tag ausgesetzt waren. Später können Sie in der Nachschau herausfinden, welche potentiell auslösenden Faktoren Ihnen vor den Hitzewallungen begegneten und diese Einflüsse gezielt ausschalten.

Eine Blanko-Vorlage für ein Ernährungstagebuch sowie ein Beispiel, wie ein solches ausgefüllt werden könnte, können Sie hier herunterladen: Ernährungstagebuch leer und Ernährungstagebuch Beispiel.

Entsäuern Sie Ihren Körper

Über die Blutung während der Periode kann sich der Körper einer Frau regelmäßig von vorhandenen Säuren befreien. Da ihm diese Möglichkeit von Beginn der Menopause an fehlt, versucht der Körper die Säuren über die Haut in Form von Hitzewallungen und Schweißausbrüchen auszuscheiden. Daher ist es in dieser Lebensphase besonders wichtig, sich möglichst säurearm bzw. basenüberschüssig zu ernähren. Darüber hinaus ist eine intensive Entsäuerungskur sehr zu empfehlen. Sie werden schnell feststellen, dass die Reduzierung der Säuren im Körper eine gleichzeitige Abschwächung der Wechseljahrsbeschwerden mit sich bringt.

Wechseljahre und Hitzewallungen: Weitere natürliche Hilfen

Salbeitee lindert Hitzewallungen

Salbeitee während der Wechseljahre getrunken spendet Seelenfrieden, stärkt die Nerven und wirkt schweißhemmend. Um in den vollen Genuss der schweißhemmenden Wirkung zu kommen, sollten täglich 2 Tassen über den Tag verteilt schluckweise getrunken werden.

Alternativ zum Tee kann auch ein Extrakt in Kapselform oder als flüssige Tinktur eingenommen werden.

Rotklee lindert Hitzewallungen

Isoflavone sind sekundäre Pflanzenstoffe, die aufgrund ihres chemischen Aufbaus den Östrogenen sehr ähneln. Auch die Wirkung dieser Substanzen ist mit der des Östrogens vergleichbar. Eine besonders wirkungsvolle Zusammensetzung vier verschiedener Isoflavone scheint der Rotklee zu enthalten, weshalb er offenbar den im Umbruch befindlichen Hormonhaushalt der Frauen regulieren kann. Daher wird Rotklee oft als Nahrungsergänzung bei Hitzewallungen und anderen Wechseljahrsbeschwerden empfohlen.

Die Wissenschaft ist sich zwar nicht ganz einig darüber, ob Rotklee nun wirklich gegen Wechseljahrsbeschwerden hilft, doch einige Studien sowie verschiedene Berichte von Frauen bestätigen seine positiven Effekte gegen Hitzewallungen.

Granatapfel lindert Wechseljahrsbeschwerden

Die Kerne des Granatapfels enthalten ebenfalls so genannte Phytoöstrogene, welche offenbar dafür verantwortlich sind, dass Granatapfelkernöl vielen Frauen dabei helfen kann, ihre Wechseljahrsbeschwerden zu lindern. Während in wissenschaftlichen Studien der Effekt von Granatapfelkernöl gegen Hitzewallungen eher gering ausfiel, konnte eine deutliche Besserung des Schlafs durch Granatapfelkernöl festgestellt werden. Das Granatapfelkernöl ist auch als Nahrungsergänzung in Kapselform im Handel erhältlich.

Mexican Wild Yam lindert Hitzewallungen

Diese Wurzel hat es wirklich in sich. Sie zeigt aufgrund ihres einzigartigen Wirkstoffkomplexes eine Vielzahl gesundheitsfördernder Wirkungen. In Bezug auf Wechseljahrsbeschwerden wirkt sie stark harmonisierend und ausgleichend. Daher ist häufig schon nach kurzer Einnahmezeit ein deutlicher Rückgang der Hitzewallungen spürbar. Auch im psychischen Bereich zeigt sie ihre auffallend angenehme, ausgleichende Wirkung.

Und noch eine sensationelle Fähigkeit sollte in diesem Zusammenhang erwähnt werden: Die Stoffe aus der Yams Wurzel können den Körper dabei unterstützen, die Knochendichte zu erhöhen. Wenn das keine ausreichenden Argumente sind, diese Wurzel in Form einer Nahrungsergänzung zu testen… 🙂

Wichtig: Achten Sie beim Kauf der MWY unbedingt darauf, die ganze Wurzel in gemahlener Form zu erhalten. Verwenden Sie keine Extrakte.

Fazit

Abgesehen von den körperlichen und psychischen Veränderungen, die in der Lebensmitte einer Frau häufig auftreten, macht die Menopause darauf aufmerksam, dass ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Die Frau wird älter und somit auch reifer. Daher sollte sie lernen, die mit dieser Entwicklung einhergehenden Veränderungen freudvoll anzunehmen und auch die positiven Seiten, die diese Zeit ebenfalls mit sich bringt, zu erkennen. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine ruhige, angenehme und erkenntnisreiche Menopause 🙂

Quellen u.a.:

Bommer S et al.,First time proof of sage’s tolerability and efficacy in menopausal women with hot flushes.“ Adv Ther. 2011 Jun;28(6):490-500. (Erster Nachweis über die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Salbei bei Frauen in den Wechseljahren mit Hitzewallungen.) [Quelle als PDF]

Barentsen R. „Red clover isoflavones and menopausal health.“ J Br Menopause Soc. 2004 Mar;10 Suppl 1:4-7. (Rotklee Isoflavone und Wechseljahresbeschwerden.) [Quelle als PDF]

Auerbach L et al.,Pomegranate seed oil in women with menopausal symptoms: a prospective randomized, placebo-controlled, double-blinded trial.“ Menopause. 2012 Apr;19(4):426-32. (Granatapfelkernöl bei Frauen mit Wechseljahrsbeschwerden: eine prospektive randomisierte, placebo-kontrollierte, doppelblind Studie.) [Quelle als PDF]

Wu WH et al.,Estrogenic effect of yam ingestion in healthy postmenopausal women.“ J Am Coll Nutr. 2005 Aug;24(4):235-43. (Östrogene Wirkung von eingenommenem Yam bei gesunden postmenopausalen Frauen.) [Quelle als PDF]

Alcantara EH et al.,Diosgenin stimulates osteogenic activity by increasing bone matrix protein synthesis and bone-specific transcription factor Runx2 in osteoblastic MC3T3-E1 cells.“ J Nutr Biochem. 2011 Nov;22(11):1055-63. (Diosgenin stimuliert osteogene Aktivität durch die Erhöhung der Knochenmatrix-Proteinsynthese und des Knochen-spezifische Transkriptionsfaktors Runx2 in osteoblastischen MC3T3-E1-Zellen.) [Quelle als PDF]

Quelle: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/hitzewallungen-ia.html?utm_source=nl&utm_medium=newsletter&utm_campaign=NL13063

Shiatsu wirkt – und wie!? – Teil 1

Immer wieder werde ich gefragt, wie denn Shiatsu eigentlich wirkt. Die Antwort ist vielfältig. Und sie ist auch ein wenig abhängig davon, wofür es angewandt wird. Ich werde dafür eine Serie anbieten und auf verschiedene Aspekte eingehen.

Als Einführung gebe ich im ersten Teil einen auf Studien basierenden Überblick über die Wirkungen von Shiatsu. Ich beziehe mich dabei auf eine Zusammenfassung von 12 Studien, verfasst von Peter Itin und Barbara Frank. Sie können die Studie Hier lesen oder auch herunterladen.

Europäische Drei-Länder-Studie über „Effects and Experience of Shiatsu“

Prof. Andrew Long hat eine wissenschaftliche Studie in Grossbritannien, Österreich und Spanien über Wirkungen und Erfahrungen mit Shiatsu durchgeführt. Die Studie ist ein überwältigender Nachweis für die Wirksamkeit des beruflich ausgeübten Shiatsu.

An der Studie nahmen 948 Shiatsu-Empfangende aus den 3 Ländern teil.

Shiatsu wirkt – Ziele:

Shiatsu wurde von den KlientInnen der drei Länder mit folgenden Zielsetzungen bzw. Erwartungen in Verbindung gesetzt:

  • Shiatsu führt zu Entspannung und Stress-Reduktion
  • es bewirkt Freiheit oder Linderung von Symptomen und Beschwerden
  • Shiatsu bietet emotionale Hilfe und Unterstützung
  • und stärkt das Selbstvertrauen
  • Shiatsu stärkt die Selbstwahrnehmung von Körper und Geist,
  • unterstützt die allgemeine Gesundheitserhaltung und
  • Shiatsu unterstützt die persönliche Entwicklung

Die überwältigende Mehrheit der KlientInnen in den drei Ländern gab an, dass ihre Erwartungen an die Shiatsu-Behandlungen entweder erfüllt oder gar übertroffen wurden (zwischen 88% und 97%).

Shiatsu wirkt – Ergebnisse:

Während oder direkt im Anschluss an die Shiatsu – Behandlungen wurden folgende Wirkungen wahrgenommen:

  • Energie bewegt sich, Blockaden lösen sich
  • Körperliche und emotionale Veränderungen finden statt
  • sich ruhiger und entspannter zu fühlen tritt ein, ebenso
  • energievoller zu sein,
  • ausgeglichener zu sein
  • Anforderungen werden besser bewältigt

Bei den längerfristigen Wirkungen konnten statistisch signifikante Rückgänge bei Beschwerden nachgewiesen werden. 87% aller Befragten stimmten der Aussage zu, dass Shiatsu bei der Behandlung ihrer Symptome effektiv war. Die grössten Veränderungen ergaben sich bezüglich der am häufigsten genannten Symptome:

  • Spannung und Stress
  • Probleme mit Muskeln, Gelenken und Körperstruktur (einschließlich Rückenschmerzen und Haltungsbeschwerden)(
  • Energielosigkeit, Erschöpfung

Es wurden auch weitere, generelle Shiatsu-spezifische Wirkungen bestätigt, insbesondere:

  • Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und Wohlbefindens (93% bis 96%)
  • sich mehr in der Lage fühlen, sich selbst zu helfen (69% – 87%)
  • Verbesserung von Verständnis und Erfahrung des eigenen Körpers (66% – 82%)
  • Persönliche Selbstentwicklung (52% – 67%)

Shiatsu wirkt – Zusammenfassung

Als Ergebnis am Ende der Studie (6 Monate nach der ersten Shiatsu-Behandlung) verspürten 95% der Teilnehmenden (das sind 601 von 633 Personen, die die Studie abgeschlossen haben) ein erhöhtes Gefühl von mehr Ruhe und Entspannung und gegen 60% der regelmäßigen Empfänger von Shiatsu schliefen besser.

Das sind die Ergebnisse von nur einer von 12 Studien, die ich wegen ihres Österreichbezuges ausgewählt habe. In Großbritannien wird Shiatsu in der ärztlichen Grundversorgung angewandt. In Frankreich wird Shiatsu in Spitälern eingesetzt, in der Schweiz ist Shiatsu als Therapie anerkannt. Aber auch in Österreich wird Shiatsu mittlerweile als Zusatz“therapie“ in Krankenhäusern und Kliniken eingesetzt und ich selbst habe an einer psychosomatischen Abteilung eines Krankenhauses ein Praktikum absolviert.

Die Studien beweisen, dass Shiatsu wirkt. Aber im Gegensatz zum Beispiel zur Medikamentenabgabe basiert Shiatsu auf einer individuellen und sich situativ-prozesshaft entwickelnden Arbeitsweise. Und daher können keine standardisierten und jederzeit reproduzierbaren Verfahren und Ergebnisse geliefert werden. Das bedeutet, dass die in der Schulmedizin als wissenschaftlicher „Goldstandard“ bezeichneten Doppelblindstudien im Shiatsu aus methodischen Gründen nicht durchführbar sind. Es ist nicht möglich, ein „Als ob-Shiatsu“ zu geben.

Shiatsu wirkt – Hinweise

Wichtiger Hinweis: Shiatsu ersetzt bei medizinischen oder psychischen Erkrankungen nicht den Besuch beim Arzt oder Therapeuten!

Weiterer Hinweis: In dieser Zusammenfassung wird Shiatsu mehrmals als Therapie bezeichnet. Das begründet sich aus dem Wortlaut der Studien. Ich weise hier auf den gewerblichen Charakter von Shiatsu in Österreich hin. In Österreich ist Shiatsu ein Teilgewerbe der Massage, darf nur an gesunden Menschen und nicht zu Heilzwecken angewandt werden. Sollte hier der Eindruck entstehen, Shiatsu wäre ein Heilverfahren, so ist das für Österreich nicht zutreffend.

Frühjahrsmüdigkeit umgehen

Wer kennt sie nicht – die Frühjahrsmüdigkeit. Die ersten warmen Tage im Frühjahr führen bei vielen Menschen zu Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schwindel und Kreislaufproblemen. Wenn die Temperaturen steigen, fühlen wir uns abgeschlagen, müde und antriebslos. Der Körper braucht etwa vier Wochen, bis er sich an die Frühjahrstemperaturen gewöhnt hat. Rasch aufeinanderfolgende Wetterumschwünge führen oft dazu, dass sich die Anpassungsphase noch verlängert. Die ständigen Wechsel zwischen warm und kalt belasten den Kreislauf besonders. Vor allem wenn die Temperaturen steigen, weiten sich die Blutgefäße und der Blutdruck sinkt. Gegen die Großwetterlage können wir nichts tun. Aber die typischen Beschwerden bei Frühjahrsmüdigkeit lassen sich mit Sonne, Luft, Bewegung und der richtigen Ernährung in die Schranken weisen.

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und unsere innere Uhr muss sich wieder umstellen. Die Ursache der Frühjahrsmüdigkeit ist noch nicht ganz geklärt. Fest steht: die beiden körpereigenen Hormone Serotonin und Melatonin sind an den Beschwerden wie Schwindel, Kreislaufprobleme oder Müdigkeit beteiligt.


Das Hormon Serotonin ist für die Aktivierung des Körpers und für gute Stimmung zuständig. Es wird unter Lichteinfluss produziert. Die Lichtreize gelangen in den Hypothalamus, eine Hormondrüse im Gehirn, die die Serotoninproduktion steuert. Je mehr und je länger unser Körper natürlichem Licht ausgesetzt ist, desto mehr Serotonin kann er herstellen. Die vermehrte Sonneneinstrahlung im Frühling kurbelt also unsere Serotoninproduktion an. Mit der Steigerung von Serotonin wird gleichzeitig die Produktion von Melatonin gedrosselt. Das so genannte Schlafhormon sorgt dafür, dass wir in der Nacht erholsam schlafen können. Die Bildung beider Hormone im Körper wird also maßgeblich über die Lichtmenge geregelt.

Was tun?

  • viel Bewegung im Sonnenlicht kurbeln den Hormonhaushalt an – Vitamin D einfangen
  • ausgewogene Ernährung: viel Gemüse und Obst, Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte
  • besser mehrere kleine Mahlzeiten als wenige große
  • viel trinken
  • zusätzliche Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zu sich nehmen
  • eine Entschlackungskur machen
  • eine Reiskur zur Darmreinigung
  • Leberkur, um die Holzenergie im Frühling in die Gänge zu bekommen
  • Wechselduschen (Kneipp!) stärken das Immunsystem
  • Freunde treffen – mit sozialen Kontakten den Geist frisch halten
  • unnötigen Stress vermeiden

Shiatsu kann helfen, die vielleicht vom Winter noch blockierte Energie in Bewegung zu bringen

Eine Stärkung der Selbstregulation: Unser Körper verfügt über eine enorme Selbstheilungskraft. Die Basis dieser Selbstheilung ist eine gut funktionierende Selbstregulation, die von Shiatsu direkt gefördert und unterstützt wird.

>> Eine Stärkung der Genesungskompetenz: Shiatsu trägt dazu bei, die eigenen körperlichen, seelischen und geistigen Kräfte optimal zur Genesung und zur persönlichen Weiterentwicklung einzusetzen.

>> Eine Förderung der Selbstwahrnehmung: Selbstwahrnehmung hilft, krankmachende bzw. gesundheitsfördernde Verhaltensweisen und Lebensbedingungen zu erkennen und in Bezug auf diese proaktiv zu handeln.

Näheres zu Shiatsu finden Sie HIER.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Wer sich im Frühjahr so gar nicht aufraffen kann, der sollte sich medizinischen Rat holen. Anhaltende Antriebslosigkeit, Gereiztheit, Müdigkeit und Niedergeschlagenheit können ein Hinweis auf tiefer liegende Probleme sein. Möglicherweise liegt eine Blutarmut vor. Oder eine chronische Erkrankung ist Thema. Auch eine Depression oder ein chronisches Erschöpfungssyndrom kann dahinterstecken.

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