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Shiatsu – Liebscher & Bracht – Coaching & Beratung – Meditation

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Shiatsu

SchmerzFREI – kurz und bündig Teil 9

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Teil 9

Liebscher & Bracht - Die Schmerzspezialisten

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – die Faszienrollmassage

Die Faszienrollmassage ist eine weitere hilfreiche Methode gegen funktionelle Schmerzen und vielen vom Youtubekanal von Liebscher & Bracht bekannt. Die Faszienrollmassage ist nicht nur ein Stoffwechseltraining im Bindegewebe, sondern dient auch in Kombination mit Osteopressur und Engpassdehnung oder auch für sich alleine dazu, die Schmerzfreiheit nachhaltig zu erhalten.

Das kann vor allem auch dann wichtig sein, wenn die Engpassdehnungen schwer fallen. Sie haben mit der Faszienrollmassage mehr Möglichkeiten, an der Schmerzfreiheit zu arbeiten und diese zu erhalten. Oft ist es so, dass nach einer gewissen Zeit des Faszienrollens auch die Engpassdehnungen leichter fallen.

Ziele der Faszienrollmassage nach Liebscher & Bracht?

Erstes Ziel ist, soviel Flüssigkeit wie möglich im Zwischenzellraum in Bewegung zu bringen. Damit werden Abfallprodukte abtransportiert. Die Übersäuerung wird aufgelöst und ein basisches Milieu erzeugt. Das kann einen Beitrag dazu leisten, dass die Kontraktion der Myofibroblasten vermindert wird. Frische Flüssigkeit aus den Kapillarsystem soll nachströmen können und dadurch werden die Faszien besser durchfeuchtet. Verfilzte Faszien können wieder besser gleiten. Bewegungseinschränkungen lösen sich so schrittweise auf bzw. kommen nicht neuerlich zustande. Mehr Information zu den Faszien erhalten Sie in einem kurzen Youtube – Videoclip von Dr. Petra Bracht HIER.

Zweites Ziel ist, die Flimmerhärchen an den Fibroblasten zu ererichen. Durch eine minimale Winkelveränderung werden die Fibroblasten dazu angeregt, Kollagenfastern abzubauen. Das erreichen wir, in dem wir mit sehr niedriger Geschwindigkeit rollen. Die Kombination des Faszienrollens mit den Engpassdehnungen ergibt, dass die Verfilzungen gelöst werden. Weiters soll eine Umstrukturierung der Faszien zurück zu einer gesunden Scherengitterstruktur stattfinden können. Die langsame Rollgeschwindigkeit hat auch den Effekt, dass die Zwischenzellflüssigkeit ausreichend Zeit hat, durch die winzigen Zwiswchenräume zu fließen.

Wirkungen im Überblick

  • Spannungen in Muskeln und Faszien werden reduziert
  • der Blutfluss in den Kapillargefäßen wird verbessert
  • Faszien werden besser mit Flüssigkeit versorgt, Abfallstoffe abtransportiert, Nährstoffe aufgenommen
  • Alarmschmerzprogramme werden gelöscht
  • Kraft, Beweglichkeit und muskuläre Ansteuerung werden verbessert
  • ein besseres Körperbewusstsein resultiert als positive Begleiterscheinung

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Was ist beim Faszienrollen zu beachten?

In der Methode nach Liebscher & Bracht gibt es 12 Körperbereiche, in denen muskulär-fasziale Engpässe in Erscheinung treten können. In diesen Bereichen gibt es 15 “Schmerzfrei-Zonen”, die wir mit der Faszielrollmassage bearbeiten können.

Dauer: im Grunde kann die Faszien-Rollmassage angewendet werden so oft man will. Eine komplette Selbstbehandlung dauert 8 bis 20 Minuten, vielleicht auch etwas länger. Wenn sie empfohlene Faszienrollübungen in Zusammenhang mit Terminen bei mir machen, wird es meist kürzer sein, da Sie ja auch ergänzende Engpassdehnungen machen werden. Wichtig ist, dass Sie sich Zeit für die Übungen nehmen und in Ruhe rollen.

Geschwindigkeit: rollen Sie SEHR langsam! Meist wird viel zu schnell gerollt. Sie verschenken viel der Wirkung, wenn Sie nicht langsam rollen. Durch das langsame Rollen in verschiedenen Körperhaltungen trainieren Sie nebenbei verschiedene Muskeln.

Rollrichtung: grundsätzlich gilt, immer nur in eine Richtung zu rollen, NICHT hin und her. Die Rollrichtung ist im Idealfall in Richtung des Herzens. Wichtiger ist aber, dass Sie nur in eine Richtung rollen, und das sehr langsam!

Dosierung: nehmen Sie auch hier wieder die Schmerzskala zur Hand. Gehen Sie auf dieser nicht über 9,5! Wenn Sie an einer Körperstelle kaum etwas spüren, dann wird das Rollen dort nicht sehr effektiv sein. Zur Gesunderhaltung kann es aber trotzdem sinnvoll sein, auch in solchen Bereichen ab und an zu rollen. Zur Erlangung und Erhaltung von Schmerzfreiheit rollen Sie 1-2 mal täglich an 3 bis 6 Tagen in der Woche.

Rollen und Kugeln: die Produkte von Liebscher & Bracht wurden eigens für diese speziellen Techniken entwickelt und sind aus meiner Erfahrung auch am besten geeignet. Wenn Sie bereits Rollen und Kugeln haben, schauen Sie selbst, ob diese Produkte den Zweck erfüllen. HIER ein Youtube – Videoclip dazu, was die Faszienrollen und -kugeln von Liebscher und Bracht so besonders macht.

SchmerzFrei - Training nach Liebscher & Bracht Harald Reiter Seestadt

Abschließender Überblick

  • Sie können die Rollen und Kugeln bei akuten Schmerzen zum Einsatz bringen
  • in Kombination mit den Engpassdehnungen und unter Anleitung bzw. nach Anwendung der Osteopressur unterstützt das Faszienrollen die Schmerzfreiheit
  • Sie können vorbeugend rollen, auch als Wellnessanwendung

SchmerzFrei - Training nach Liebscher & Bracht Harald Reiter Seestadt

Praxis ganz(heitlich) g´sund – Harald Reiter – Maria-Trapp-Platz 1 Top 703 in 1220 Wien (Seestadt) und in der Annagasse 5/2/6 in der Wiener Innenstadt

Terminvereinbarung für einen 90minütigen Ersttermin per Email an harald.reiter@shiatsu-im-raum.at oder telefonisch unter 0664 – 45 113 51. Bitte beachten Sie, dass meine Aufmerksamkeit während der Arbeit ganz meinen KlientInnen gehört und Sie mich wahrscheinlich nicht direkt erreichen. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, ich werde Sie verlässlich zurückrufen.

Sie erreichen mich auch per SMS, WhatsApp, Signal und Telegram.

Nächste Woche werde ich einen kritischen Blick auf die Methode Liebscher & Bracht werfen.

Ich freue mich, wenn Sie wieder reinlesen.

Ihr Harald Reiter

Harald Reiter

Hier kommen Sie zu Teil 1 bis 7 der Serie SchmerzFREI – kurz und bündig – bitte klicken.

Quellen:

  • www.liebscher-bracht.com
  • “Rolle dich schmerzfrei”, Roland Liebscher-Bracht, Goldmann Verlag
  • Ausbildungsmitschriften
  • Ausbildungsordner

SchmerzFREI – kurz und bündig Teil 8

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Teil 8

Liebscher & Bracht - Die Schmerzspezialisten

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – die therapeutischen Engpassdehnungen

Im letzten Artikel haben wir uns mit Grundprinzipien der Engpassdehnungen und deren Wirkweise befasst. Heute möchte ich Sie einladen, dass wir uns die genaue Anwendung der therapeutischen Engpassdehnungen ansehen, da sich diese doch von den allermeisten Videos im Youtubekanal von Liebscher & Bracht unterscheidet.

Was passiert nun bei den therapeutischen Engpassdehnungen nach Liebscher & Bracht?

Die Wirksamkeit der Engpassdehnungen hängt von 3 Hauptfaktoren ab. Einer davon ist die Schmerzskala, die wir schon in Artikel 5 besprochen haben.

Jene Schmerzintensitäten in dessen Bereichen wir abeiten sind

  • die Intensität 8 = deutlicher Schmerz, der erträglich ist
  • die Intensität 9 = sehr deutlicher Schmerz, der sich gerade noch ohne Gegenreaktion (Atem anhalten, sich körperlich oder innerlich anspannen) ertragen lässt!

Wir befinden uns hier in der “Lern- und Wachstumszone“. Hier kann Veränderung stattfinden. Darunter, in der Komfortzone, gibt es keine bis sehr wenig Veränderung. Darüber, in der Panikzone, sind auch keine positiven Ergebnisse zu erwarten. Bei den Engpassdehnungen führt ein Verlassen der Lern- und Wachstumszone nach oben zu Verletzungsgefahr. Daher ist es ganz wichtig, genau hin zu spüren.

Und dazu brauchen Sie Zeit! Es ist also unbedingt erforderlich, sich diese Zeit zu nehmen, um mit geringer Geschwindigkeit zu dehnen!

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Geschwindigkeit als wichtiger Faktor bei den Engpassdehnungen

Wenn die Geschwindigkeit zu hoch ist, Sie zu schnell sind, dann können Sie viel leichter aus dem Bereich größer 8 und kleiner 10 hinaus”rutschen”. Sie spüren dann eine 10 oder 12 erst dann, wenn es schon passiert ist. Langsam in die Übung hineingehen ist demnach wirklich wichtig!

SchmerzFrei - Training nach Liebscher & Bracht Harald Reiter Seestadt

Die 3 Schritte der therapeutischen Engpassdehnungen

Schritt 1 – Dehnen

Die Dehnung wird langsam aufgebaut und erfolgt dabei durch Fremdkraft, also zum Beispiel die Hand oder den Boden oder die Wand. Der Dehnungsschmerz sollte dann gleichbleibend größer als 8 und kleiner als 10 sein. Am Anfang empfehle ich, nicht über Intensität 9 zu gehen. Immer wenn die Intensität = das Dehnungsgefühl nachlässt, weil Muskeln und Faszien nachlassen, dann sinken wir mit der Ausatmung weiter in die Dehnung. Auch hier wieder: nicht auf die Schmerzskala vergessen!

Schritt 2 – Gegenspannen = isometrische Anspannung des gedehnten Agonisten

Für 10 Sekunden werden die gedehnten Muskeln angespannt, genau dort wo der Dehnungsschmerz am meisten spürbar ist. Um bessere Ergebnisse zu erzielen, soll dieses Gegenspannen als Maximalkrafttraining ausgeführt werden. Auch hier hilft uns die Schmerzskala, nicht zu übertreiben. Wichtig ist auch, dass beim Gegenspannen keine Bewegung stattfinden darf (=isometrisch).

Anschließend wird die Gegenspannung langsam gelöst und wir gehen weiter in die Dehnung hinein. Wir erweitern also jeweils mit der Ausatmung die Dehnung. Ich bezeichne diesen Schritt gerne als “Nachdehnen”. Dafür lassen wir uns etwa 20 Sekunden Zeit.

Diese Schritte bewirken eine verbesserte Ansteuerung in der Endgelenkposition und sind auch bei Entzündungen hilfreich.

Das Gegenspannungen und Nachdehnen wird 3mal ausgeführt.

Schritt 3 – Aktivdehnung in derselben oder einer neuen Position

Danach nehmen wir eine veränderte Position ein und ziehen uns mit langsam aufbauender bis maximaler Kraft aktiv in die Dehnung hinein. Dieser Schritt dauert etwa 10 Sekunden. Hier passiert eine ganz wichtige Veränderung im Gehirn: in den Basalganglien werden neue Bewegungsprogramme abgespeichert.

Wie viele Übungen muss ich machen?

Pro Schmerz haben wir im Durchschnitt 5 Übungen, um die Beweglichkeit wieder herzustellen und damit den Schmerz abzuschalten. Diese Übungen werden in den 3-5 Behandlungsterminen eintrainiert. Ganz wichtig ist hier zu beachten, dass auch nur ganz kleine Abweichungen z.B. in einem Winkel die Wirkung der Übung massiv reduzieren können. Wenn also die Übungen nicht wirken, ist wahrscheinlich die Ausführung noch nicht optimiert.

Es kann sein, dass Sie mehr Übungen bekommen, als Sie in den täglichen 15 Minuten unterbringen können. Das macht nichts. Sie können dann die am wirksamsten auswählen. Eine andere Methode ist, die Übungsblätter von oben nach unten im Stapel durchzumachen bis die Zeit um ist und am nächsten Tag genau dort wieder weiterzumachen.

SchmerzFrei - Training nach Liebscher & Bracht Harald Reiter Seestadt

Praxis ganz(heitlich) g´sund – Harald Reiter – Maria-Trapp-Platz 1 Top 703 in 1220 Wien (Seestadt) und in der Annagasse 5/2/6 in der Wiener Innenstadt

Terminvereinbarung für einen 90minütigen Ersttermin per Email an harald.reiter@shiatsu-im-raum.at oder telefonisch unter 0664 – 45 113 51. Bitte beachten Sie, dass meine Aufmerksamkeit während der Arbeit ganz meinen KlientInnen gehört und Sie mich wahrscheinlich nicht direkt erreichen. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, ich werde Sie verlässlich zurückrufen.

Sie erreichen mich auch per SMS, WhatsApp, Signal und Telegram.

Nächste Woche werde ich dann kurz und bündig die Faszienrollmassage vorstellen und worauf Sie dabei achten müssen.

Ich freue mich, wenn Sie wieder reinlesen.

Ihr Harald Reiter

Hier kommen Sie zu Teil 1 bis 7 der Serie SchmerzFREI – kurz und bündig – bitte klicken.

Quellen:

  • www.liebscher-bracht.com
  • “Nackenschmerzen selbst behandeln”, Roland Liebscher-Bracht, GU-Verlag
  • Ausbildungsmitschriften
  • Ausbildungsordner

SchmerzFREI – kurz und bündig Teil 4

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Teil 4

Liebscher & Bracht - Die Schmerzspezialisten

Schmerzen, Schmerzursachen und das SchmerzFREI – Training als mögliche Lösung

Es gibt verschiedenste Untersuchungen bzw. auch Daten von Versicherungen zum Thema Schmerz. Man nimmt an, dass rund 20 % der Bevölkerung im deutschsprachigen Raum an chronischen Schmerzen leidet.

Nach dem Bio-psycho-sozialen Modell bei chronischem Schmerz (Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.) gibt es folgende Ursachengruppen:

Biologische Ursachen: Entzündungen, Muskelverspannungen, Vegetative Störungen, Nerven- und Gelenkschäden

Soziale Ursachen: Stress und Konflikte, Arbeitsunfähigkeit, Ausgrenzung und Rückzug

Psychische Ursachen: Hilflosigkeit, Ängste und Sorgen, Unterdrückter Ärger, Niedergeschlagenheit

Wenn wir uns die klassische Stressreaktion im Körper ansehen, stellen wir fest, dass die in diesem Modell angeführten sozialen und psychischen Ursachen in einem erhöhten Stressgeschehen im Körper münden, was unter anderem zu einer erhöhten Muskel- und Faszienspannung führt.

Liebscher und Bracht hat dagegen eine Schmerztherapie entwickelt, die aus mehreren Teilen besteht:

  • Osteopressur, die ein Therapeut an der KlientIn durchführt
  • Engpassdehnungen sowie
  • Faszienrollmassagen, die die KlientIn selbst durchführt, um das Ergebnis dann zu festigen.

Grundlage ist die Erfahrung, dass die meisten Schmerzen durch muskulär-fasziale Fehlspannungen in Form von Überspannungen verursacht werden.

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt –

Das Biomechanische Schmerzmodell

Das Biomechanische Erklärungsmodell für funktionelle Schmerzen lässt sich ganz einfach an einem Beispiel erklären (eine ausführlichere Erklärung finden Sie in diesm Youtube-Video von Roland Liebscher-Bracht)

Wir stellen uns ein Gelenk vor, das schmerzt. Hier gehören auch Schmerzen dazu, die in Verbindung mit Arthrose gebracht werden.

Bild 1: die verkürzende Muskelkraft ist größer als die Steuerspannung, die Druckkräfte auf die Knorpel nehmen zu, der Verschleiß steigt.

Bild 2: Die Kräfte steigen weiter, der permanente Reparaturprozess kann den Verschleiß nicht ausgleichen, der Körper sendet einen Alarmschmerz, damit wir das Gelenk nicht mehr bewegen.

Die Gelenkknorpel = grün ernähren sich, indem sie bei Bewegung zusammengedrückt werden und sich anschließend wieder entspannen. Abfallstoffe werden so herausbefördert und neue Nährstoffe eingesaugt. Durch die in unserer Zeit übliche Lebensführung nutzen wir nur 5 bis 10 Prozent der möglichen Bewegungswinkel. Teilflächen des Knorpels bleiben dadurch unbelastet und somit unterernährt und sie bauen ab.

Wir nutzen unsere Gelenkwinkel viel zu wenig

Diese stark verminderte Nutzung der Gelenkwinkel in Verbindung mit aufsummierten Restkontraktionen der Muskelfasern führen einerseits zur Spannungserhöhung der Muskeln und andererseits zu Verkürzungsverfilzungen der Faszien. Der Widerstand der Muskeln und Faszien steigt dadurch. Damit ist der Druck auf die Gelenkknorpel zu hoch, was zu einem erhöhten mechanischen Verschleiß führt.

Der Körper misst über seine Rezeptoren ständig die Zug- und Druckverhältnisse. Wenn über die Rezeptoren erkennbar ist, dass der Verschleiß größer ist als die Reparaturfähigkeit, schaltet das Gehirn einen Alarmschmerz.

Dieser Alarmschmerz schränkt die Bewegungswinkel zusätzlich ein. Die ungenutzte und dadurch unterernährte Knorpelfläche wird dadurch noch größer. Unphysiologisch hoher Abrieb zerstört einerseits den Knorpel, andererseits wird er durch Unterernährung abgebaut. Der Wiederaufbau des Knorpels wird durch diese Effekte behindert. Die für die Reparatur der abgenutzten Knorpel zuständigen Stammzellen können ihre Aufgabe nicht erfüllen.

Der Alarmschmerz schränkt die Bewegungswinkel zusätzlich ein

Das Resultat ist eine Negativspirale, die meist mit der vollständigen Zerstörung des Gelenkes endet. Begleitet wird dieser Prozess von Dauerschmerzen. Mit der L & B Schmerztherapie sind wir in der Lage, diesen Prozess umzukehren.

Eine Reduzierung des überhöhten Druckes auf die Gelenkknorpel geschieht durch das “Löschen” der zu hohen Anspannung von Muskeln und dem “Entfilzen” und Dehnen der Faszien. Damit beschleunigt sich die Reduzierung der Schmerzen bis hin zur Löschung dieser.

Die zunehmende Schmerzfreiheit führt zu einer Steigerung der Bewegungswinkel. Die Reparaturtätigkeit der Stammzellen führt zur Wiederbelastung und Ernährung der Knorpelreste und der Regeneration des Knorpels. Das Gelenk kann sich im Laufe von 6 bis 18 Monaten regenerieren, wenn die Zerstörung noch nicht zu weit fortgeschritten ist. Voraussetzung dafür sind regelmäßiges Training der Übungen und eine optimierte Ernährung – wie im Buch “Die Arthorse Lüge” beschrieben.

SchmerzFrei - Training nach Liebscher & Bracht Harald Reiter Seestadt

Praxis ganz(heitlich) g´sund – Harald Reiter – Maria-Trapp-Platz 1 Top 703 in 1220 Wien (Seestadt) und in der Annagasse 5/2/6 in der Wiener Innenstadt

Terminvereinbarung für einen 90minütigen Ersttermin per Email an harald.reiter@shiatsu-im-raum.at oder telefonisch unter 0664 – 45 113 51. Bitte beachten Sie, dass meine Aufmerksamkeit während der Arbeit ganz meinen KlientInnen gehört und Sie mich wahrscheinlich nicht direkt erreichen. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, ich werde Sie verlässlich zurückrufen.

Sie erreichen mich auch per SMS, WhatsApp, Signal und Telegram.

Nächste Woche werde ich dann kurz und bündig den Schmerzsee vorstellen sowie die Schmerzarten und die Schmerzskala nach Liebscher & Bracht.

Ich freue mich, wenn Sie wieder reinlesen.

Ihr Harald Reiter

Hier kommen Sie zu Teil 1 bis 3 der Serie SchmerzFREI – kurz und bündig – bitte klicken.

Quellen:

  • http://www.schmerzgesellschaft.de
  • “Die Arthrose Lüge”, Roland-Liebscher Bracht, Dr. med Petra Bracht, Goldmann Verlag
  • “Rolle dich schmerzfrei”, Roland-Liebscher Bracht, Dr. med Petra Bracht, Goldmann Verlag
  • Ausbildungsmitschriften

SchmerzFREI – kurz und bündig Teil 3

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Teil 3

Liebscher & Bracht - Die Schmerzspezialisten

Was erwartet Sie, wenn Sie ein SchmerzFREI – Training bei mir in Anspuch nehmen möchten?

Für einen Ersttermin sind 90 Minuten erforderlich. Da Sie einen solchen Termin über das Termin-Buchungssystem nicht buchen können, wird ein Telefonat zur Terminfindung notwendig sein. Ein solches Telefonat kann durchaus 10 bis 15 Minuten dauern. Wir werden auch klären, ob die Methode für Sie zu empfehlen ist. Es kann Gründe geben, warum das SchmerzFREI – Training nach Liebscher & Bracht für Sie nicht passend sein kann. Unbedingte Grundvoraussetzung ist Ihre Bereitschaft, zuhause die Übungen zu machen!

Bei diesem Gespräch erhalten Sie auch erste Grundinformationen und vor allem können Sie Fragen stellen, wenn es Unklarheiten gibt. Diese ersten 10 bis 15 Minuten per Telefon sind für Sie kostenlos!

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Ersttermin Schritt 1: Den Ist-Zustand eruieren

Am Anfang einer jeden Anwendung steht eine sorgfältige Aufnahme des Ist – Zustandes. Hier nehme ich mir ausführlich Zeit für Sie, um Ihren aktuellen Schmerzzustand zu dokumentieren. Das geschieht durch Besprechung, Abmessen und gegebenenfalls auch durch Dokumentation via digitaler Aufnahme Ihrer Körperhaltung und dem aktuellen Bewegungsmuster. Damit schaffen wir die Grundlage für einen möglichst objektiven Vergleich von vorher und nachher.

In diesem ersten Schritt besprechen wir auch die Schmerzskala nach Liebscher & Bracht sowie die Schritte der Engpassdehnungen. Dazu erhalten Sie im Rahmen dieser Blog – Miniserie auch noch genaue Informationen.

Beim 90minütigen Ersttermin kann dieser Teil der Anwendung 20 bis 30 Minuten in Anspruch nehmen. Bei den 60minütigen Folgeterminen nimmt dieser Teil der Anwendung 5-10 Minuten in Anspruch.

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Ersttermin Schritt 2: Schmerzlöschung

Die Schmerzlöschung wird über die L&B Osteopressur-Punkte durchgeführt. Die angesprochenen Schmerz- Osteopressurpunkte am Knochen werden gedrückt, um die Fehlspannung der Muskeln und Faszien zu normalisieren. Ihre Schmerzen werden damit sofort gelöscht oder auf einen minimalen Restschmerz herunter gefahren. Die Wirksamkeit bei funktionellen Schmerzen ist im allgemeinen sehr hoch.

Beim 90minütigen Ersttermin kann dieser Teil der Anwendung 20 bis 40 Minuten in Anspruch nehmen, je nach Schmerzort. Bei den 60minütigen Folgeterminen nimmt dieser Teil der Anwendung 20 bis 25 Minuten in Anspruch.

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Ersttermin Schritt 3: Engpassdehnungen und Faszienrollmassage

Um die durch die L&B Osteopressur erreichte Schmerzfreiheit langfristig aufrechtzuerhalten, ist eine regelmäßige Anwendung der Engpassdehnungen und der Faszien-Rollmassage nach Liebscher & Bracht notwendig. Dazu zeige ich Ihnen die für Sie passenden Übungen für Zuhause und wir machen diese dann gemeinsam. Sie lernen dabei, worauf es ankommt und welche Fehler vermieden werden müssen.

Beim 90minütigen Ersttermin kann dieser Teil der Anwendung 20 bis 30 Minuten in Anspruch nehmen, je nach erforderlicher Übung. Bei den 60minütigen Folgeterminen nimmt dieser Teil der Anwendung 20 bis 25 Minuten in Anspruch. Eventuell kann dieser Teil im Ablauf von Folgeterminen auch vor der Osteopressur stattfinden.

Nach insgesamt 3 -5 Terminen pro Schmerzzustand haben Sie dann idealerweise alle Übungen kennengelernt, um sich selbst schmerzfrei zu halten oder die Schmerzreduktion aufrecht zu erhalten.

Daher biete ich auch 3er und 5er Blöcke an, die den Ersttermin beinhalten. Die Preise können Sie HIER nachlesen.

SchmerzFrei – Training nach Liebscher & Bracht – kurz und bündig erklärt – Ersttermin Schritt 4: Osteopressur 2 oder Osteopressur light/Abschluss

Wenn nach den ersten 3 Schritten noch Zeit bleibt, kann es sein, dass ich nochmals die wichtigsten Osteopressurpunkte für Ihren Schmerz drücke oder Sie in der Osteopressur ligth anleite, die Sie selbständig zuhause durchführen können.

Auf jedenfall wird nochmals eine Referenz gemacht, damit wir feststellen können, ob es zu einer positiven Veränderung gekommen ist. Mit Empfehlungen arbeiten Sie dann zuhause bis zum nächsten Termin weiter.

Die Empfehlung ist, bei lange bestehenden oder starken Schmerzen zumindest 3 Termine innerhalb von 2 Wochen wahrzunehmen, sofern das terminlich möglich ist.

SchmerzFrei - Training nach Liebscher & Bracht Harald Reiter Seestadt

Praxis ganz(heitlich) g´sund – Harald Reiter – Maria-Trapp-Platz 1 Top 703 in 1220 Wien (Seestadt) und in der Annagasse 5/2/6 in der Wiener Innenstadt

Terminvereinbarung für einen 90minütigen Ersttermin per Email an harald.reiter@shiatsu-im-raum.at oder telefonisch unter 0664 – 45 113 51. Bitte beachten Sie, dass meine Aufmerksamkeit während der Arbeit ganz meinen KlientInnen gehört und Sie mich wahrscheinlich nicht direkt erreichen. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht, ich werde Sie verlässlich zurückrufen.

Sie erreichen mich auch per SMS, WhatsApp, Signal und Telegram.

Nächste Woche werde ich dann kurz und bündig einen Überblick geben, wie das Liebscher & Bracht Schmerzmodell die Schmerzentstehung erklärt.

Ich freue mich, wenn Sie wieder reinlesen.

Ihr Harald Reiter

Hier kommen Sie zu Teil 1 und 2 der Serie SchmerzFREI – kurz und bündig – bitte klicken.

Shiatsu wirkt – und wie!? – Teil 2

Im 2. Teil der Serie “Shiatsu wirkt – und wie?!” möchte ich den Versuch unternehmen, auf die Frage Was ist Shiatsu überhaupt? einen Überblick zu geben.

Was ist Shiatsu?

Shiatsu ist eine recht junge Kunst mit sehr alten Wurzeln. In der etwa 100jährigen Geschichte von Shiatsu haben sich alte Techniken wie das japanische Anma, Akupressur und moderne westliche Methoden vor dem Hintergrund der Jahrtausende alten Traditionellen Chinesischen Medizin als physiologischer Grundlage zu einem Ganzen zusammengefügt. Und dieser Prozess ist nicht abgeschlossen, da Shiatsu an sich ein Prozess ist. Die Methode entwickelt sich ständig weiter und verändert sich.

Verschiedene Stile im Shiatsu

Tokujiro Namikoshi hat einen Shiatsu-Stil in Japan begründet,  den er nach dem 2. Weltkrieg in die USA gebracht hat. Dieser Stil ist heute noch der vorrangige Stil in Japan. In den 1970er Jahren hat Shizuto Masunaga einen neuen Stil entwickelt, der weniger mit den Akupunkturpunkten (Tsubos in japanisch) arbeitet und  vielmehr mit den Meridianverläufen in ihrer Gesamtheit. Auch er hat seinen Stil in die USA gebracht und die meisten der heute international bekannten Shiats-Lehrer lernten bei ihm. Auch mein Lehrer, Tomas Nelissen, hat in Japan bei Masunaga gelernt und dort mit ihm gearbeitet. Masunaga nannte seine Methode Zen-Shiatsu.

Zen – Shiatsu

Masunaga führte die bekannten Shiatsu-Techniken mit der Meridian-Lehre und psychologischen Betrachtungen zusammen. Zen betont dabei den meditativen Charakter dieses Stiles, die Achtsamkeit und die Absichtslosigkeit der Berührung. Das Zen-Shiatsu Masunagas arbeitet dabei mehr als andere Stile mit den Energieströmen in unserem Körper – den Meridianen – deren Behandlung seit tausenden von Jahren die Grundlage von Akupunktur und Akupressur ist.

Meridiane

An der Oberfläche und in der Tiefe unseres Körpers bilden die Meridiane ein weit verzweigtes Netz von Energiekanälen, welche die Lebensenergie Ki (japanisch) zu allen seinen Teilen und Organen führen. An der Oberfläche sind diese Kanäle für die Hände direkt erreichbar, was die Gundlage für Shiatsu bildet. Diese Kanäle stehen im Vordergrund sowohl des Zen-Shiatsu von Masunaga wie auch des Hara – Shiatsu von Tomas Nelissen, wie ich es in meiner Grundausbildung lernen durfte. Die auf den Meridianen gelegenen Tsubos oder Meridianpunkte spielen eine untergeordnete Rolle und werden ergänzend eingesetzt.

Ziel der Arbeit mit Shiatsu ist es,

den Fluß der Lebensenergie Ki zu unterstützen. Der Fluss der Lebenskraft in den Meridianen ist Ausdruck des Flusses der Lebensenergie in uns. Ist dieser Fluß ein ungehinderter Strom, dann erleben wir seelisches, geistiges und körperliches Wohlergehen. Blockaden dieses Stromes entstehen,  wenn wir Teilen unseres Herz-Geistes oder unseres Körpers  keine Aufmerksamkeit schenken, wenn wir uns dieses Flusses verschließen. Der Strom stagniert und auch unsere Weiterentwicklung stagniert auf den unterschiedlichen oder gar auf allen Ebenen. 

Wenn das Ki stagniert

Stagnationen im Ki- Fluss sind ganz normal und sind nicht gleich mit Krankheit gleichzusetzen. Jeder von uns hat sein ganz individuelles Stagnationsmuster, welches man als Ausdruck unserer Persönlichkeit ansehen kann. Krankheit setzt dort an, wo Stagnation und Imbalance bereits vorhanden sind. Die Art wie ich lebe, denke und fühle ist Ausdruck meiner Muster und bildet gleichzeitig diese Muster, verfestigt sie oder weicht sie auf, je nachdem ob ich daran festhalte oder sie auflöse.

Hier setzt Shiatsu an – dort wo die Lebensenergie Ki stagniert, blockiert, vielleicht resigniert.

Wenn im Shiatsu körperlicher Schmerz auftritt, dann ist dieser immer auch Ausdruck eines seelischen Schmerzes. Dieser Schmerz weist uns auf etwas hin, wo wir schon länger nicht hingesehen haben, wo wir das Ki in unserem Erleben angehalten haben. Die Freisetzung des Energiestromes im Shiatsu bedeutet immer einen Entwicklungsschritt in Richtung Ganzwerdung oder Heilwerdung in dem Sinne. Shiatsu ist besonders wertvoll, wenn wir gesund sind, um die Gesundheit, die Balance und den Energiefluß aufrecht zu erhalten. Wie im ersten Teil der Serie im Überblick über die Studien bereits aufgezeigt, kann Shiatsu aber auch bei Erkrankungen unterstützend wirken. Darüber werde ich im Einzelnen dann in späteren Artikeln eingehen.

Hara – Shiatsu

Hara – Shiatsu ist wie bereits erwähnt jener Stil, den ich in meiner Shiatsu – Grundausbildung lernen durfte und den ich hoch schätze. Hara Shiatsu verbindet medizinische Ansätze, östliche Philosophie und moderne Coaching-Ansätze (auch zu diesen Themen wird es eigene Blogartikel geben). Als Grundlage gilt: Krankheiten und persönliche Problemstellungen sind Zustände. Jeder Zustand kann sich verändern, wenn die Bedingungen dafür geschaffen werden. Hara Shiatsu ist ein ganzheitlicher Ansatz, der neben Shiatsu-Behandlungen auch Ernährung, Körper- und Entspannungsübungen umfasst. Dadurch werden die Selbstheilungskräfte aktiviert, Gesundheit und Vitalität werden gefördert. 

Doch was genau bedeutet Hara?

Der Begriff Hara wird im japanischen Alltagsverständnis üblicherweise mit Bauch übersetzt und meint den Körperbereich vom Magen bis einschließlich Unterleib. Im Hara – Shiatsu wird das Hara selbst enger definiert: “Das Hara befindet sich ungefähr drei Zentimeter unterhalb des Nabels.” Aber, und das ist klassisch für fernöstliche Sichtweisen, gleichzeitig auch viel weiter: “Unsere Kraft und Lebensenergie haben ihren Ursprung im Hara. Das Hara kann für uns eine Quelle sein, um unsere schöpferische Kraft zu entfalten.

Die entscheidende Frage ist: Haben wir unsere Mitte bereits gefunden?

Oder haben wir unsere Mitte bereits verloren? Ohne Mitte stehen wir „neben uns“, sind nicht wirklich der Kapitän auf unserem Schiff, lassen uns vom Leben treiben, ohne dieses aktiv zu gestalten. Nur aus unserer Mitte heraus können wir die volle Verantwortung für alle Aspekte unseres Seins übernehmen. Das ist die Idee von Hara Shiatsu.”Hara ist also die Mitte und in der Mitte oder im Mittelpunkt von Shiatsu steht der Mensch mit seinem Potential und seinen Bedürfnissen: körperlich, geistig und emotional. Wenn diese Bereiche in ihrem Kern erfasst und zu einem Ganzen zusammengeführt werden, dann fühlen wir uns wohl in unserem Leben. Das ist das Ziel von Shiatsu.

Shiatsu ist Meditation

Wenn ich mit Shiatsu arbeite, so ist der Fokus auf der Stimulierung des Ki. Die meisten Techniken beruhen darauf, dass ich mit dem Handballen oder dem Daumen an einer Stelle des Körpers einsinke und dann dem Meridianverlauf folgend auf einer nächsten Stelle usw. Dieses Einsinken und Halten erzeugt einen Druck, der sich aus meinem Körpergewicht je nach Dosierung, aus meiner Ausatmung und einem mentalen Fokus zusammensetzt. Daraus ergibt sich die besondere Qualität der Berührung, die absichtslos stattfindet. Die Berührung geschieht also ohne Anstrengung.

Als Shiatsu-Praktiker bin ich absichtslos und offen, ich suche nichts, sondern lausche dem was such zeigt.

Ich verändere nicht, sondern öffne und halte einen Raum, in dem Veränderung stattfinden kann. Ich bin Spiegel, der reflektiert, was da ist, ohne zu bewerten. So wird Shiatsu zur Meditation,  sowohl für mich als Shiatsu-Praktiker als auch für die empfangende Person. Es kann sich in der Behandlung eine tiefe Ruhe einstellen, die für die Wirksamkeit mindestens ebenso wichtig ist, wie die Arbeit mit dem Meridian oder dem Einsatz der richtigen Technik. In Shiatsu treten zwei Menschen in Beziehung, geschützt durch die Absichtslosigkeit der gebenden Person. Wir können von Kommunikation über den Körper sprechen, ich nenne das gerne Gespräch über den Körper. Als Shiatsu-Praktiker arbeite ich nicht nach einem festen Schema, es gibt keine starren Abläufe. Ich hin offen und höre zu, nehme die Sprache des Körpers wahr, die Reaktion auf meine Behandlung und passe mich an – Moment für Moment, damit die Begegnung fließend wird und bleibt.


Weitere Informationen folgen im nächsten Artikel bzw. können HIER nachgelesen werden.

Quellen:

Achtsamkeitsmeditation – Teil 2

Achtsamkeit auf den Körper

HIER können Sie sich diesen Artikel anhören!

Traditionell wird Achtsamkeit in formaler Meditation in 4 Bereichen entwickelt und geübt:

  • Achtsamkeit auf den Körper
  • Achtsamkeit auf die Gefühlstönungen
  • Achtsamkeit auf die Gedanken und Geisteszustände
  • Achtsamkeit auf geistige Prozesse

Achtsamkeit auf den Körper ist eine gute Grundlage für alle Lebenssituationen, da sie als Ruhepol dienen kann. Eine Wirkung von angewandter Achtsamkeit ist die Entwicklung und Pflege von Ruhe. Der Körper kann damit von Stress und Anspannung entlastet werden, die er aus dem Alltag ansammelt. Körper und Geist sind nicht getrennt von einander. Ein entspannter Körper unterstütz Klarheit und Ruhe in Geist und Herz. Wenn der Körper müde oder träge ist, ist auch der Geist dumpf.

Veranstaltungshinweis

Ab 12. September 2019 findet ein Einführungskurs über 4 Abende in die Achtsamkeitsmeditation in der Theravadaschule am Fleischmarkt in 1010 Wien statt, den ich leiten werden, statt. Weitere Infos HIER Anmeldung unter harald.reiter@shiatsu-im-raum.at

Im Körper sein

Wenn sich der Körper in einem ausgewogenen Zustand befindet, fühlen wir uns gut. Wir können unsere Meditation darauf ausrichten, das zu unterstützen. Wir werden uns dadurch belebt und gleichzeitig entspannt in Körper und Geist fühlen, die Energie wird steigen, aber nicht aufgeregt sein. Wenn wir die Aufmerksamkeit auf den Körper sammeln, dann werden wir im Körper ruhen. Die Geschehnisse in unserem Leben werden uns nicht so leicht ins Schwanken bringen, wir werden weniger grübeln und uns wenigner Sorgen machen und mehr Klarheit und Stabilität haben, Entscheidungen werden leichter fallen.

Achtsamkeit auf den Körper wird in formaler Meditation eingeübt. Später können wir sie in den Alltag mitnehmen. Wenn wir uns achtsam auf den Körper ausrichten, dann spüren wir was gerade vor sich geht. Wir nehmen den Körper, seine Energien und Empfindungen wahr. Wir bekommen ein Gefühl dafür, was gerade präsent ist.

Haltung

Innere und äußere Haltung sind von großer Bedeutung für die Entwicklung von Achtsamkeit. Eine körperlich aufrechte und gleichzeitig entspannte Haltung unterstützt den Geist, eben diese Haltung auch einzunehmen – wach und interessiert und zugleich entspannt. Im Körper können sich Blockaden und Spannungen lösen. Dabei geht es nicht darum, dass die Haltung gut aussieht. Sie soll vielmehr den Energiefluss im Körper unterstützen. Das geschieht auch durch eine stetige Beruhigung des Körpers durch eine andauernde und einfühlsame Einstellung. Die Geduld, die wir dafür brauchen, ist bereits eine Art, den Geist zu entfalten. Statt uns zu zwingen, gerade und aufgerichtet zu sitzen, üben wir uns in einer Haltung der Fürsorglichkeit unserem Körper gegenüber. Wir entwickeln dadurch eine sanfte Aufmerksamkeit und können uns so klar ausrichten und entspannen.

Bemühung

Die Entwicklung von Achtsamkeit braucht ein gewisses Maß an Bemühung. Wir üben uns darin, die Aufmerksamkeit gegenwärtig auf das zu halten, was da ist. Der sitzende Körper kann im Gewahrsein gehalten werden oder die Achtsamkeit kann auf den Atem gerichtet werden. Wir wollen kontinuierlich gegenwärtig sein, ohne uns zu verkrampfen, ohne etwas verändern zu wollen. Wir sind einfach präsent mit dem, was ist und bedienen uns dabei einer sanften Beharrlichkeit.

Körper und Geist sind verbunden

Die Achtsamkeit auf den Körper unterstützt einen klaren und ruhigen Geist und umgekehrt. Wir kommen als Ganzes in eine ruhige Balance. Wir erkennen das, wenn wir mit unserer Aufmerksamkeit durch den Körper scannen. Da sind unterschiedlichste Wahrnehmungen im Körper, die unseren Geist beeinflussen. Ist da Anspannung oder Irritation oder Schmerz, so wird der ungeübte Geist mit eben diesen Erscheinungen reagieren. Wenn wir aber nur mit dem sind, was ist, so können wir das Geschehen beobachten und lernen, dass wir eine Wahl haben, wie wir auf äußere Einflüsse, auch körperliche, reagieren.

Formale Achtsamkeitsmeditation

Wir beginnen mit dem Üben in einem geschützen Rahmen: einem ruhigen Ort, zu einer Zeit, wo wir ungestört sind. Wir sitzen auf einem Kissen oder einem Stuhl , damit der Körper sich entspannt niederlassen kann. Später können wir auch im Stehen und Gehen sowie im Liegen meditieren. Zu Beginn ist die Anleitung durch einen Lehrer hilfreich, um Klarheit zu haben und auch Fragen stellen zu können.

Einführungskurs in die Achtsamkeitsmeditation

Ab 12. September 2019 findet ein Einführungskurs über 4 Abende in die Achtsamkeitsmeditation in der Theravadaschule am Fleischmarkt in 1010 Wien statt, den ich leiten werde, statt. Weitere Infos HIER Anmeldung unter harald.reiter@shiatsu-im-raum.at

Quellen:

Achtsamkeitsmeditation – Teil 1

HIER können Sie sich diesen Artikel anhören!

Für mich ist meine Tätigkeit sowohl als Shiatsu-Praktiker wie auch als Coach und Berater nicht nur eng mit Achtsamkeitsmeditation verbunden, sie ist eine Form der Achtsamkeitsmeditation. Warum und wie das stattfindet, und vor allem, welcher Sinn sich daraus ergibt, soll hier in diesem Artikel kurz skizziert werde.

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist heute in aller Munde,  sogar in der U- Bahn in Wien werden wir aufgefordert, achtsam zu sein und den Spalt zwischen Zug und Bahnsteig nicht zu übersehen. “Achtsamkeit ist die Fähigkeit, unsere Aufmerksamkeit auf ein Objekt oder eine Tätigkeit gegenwärtig zu halten” ist eine Definition, die mir den Kern sehr gut zu treffen scheint. Achtsamkeit ist dabei nicht mit Konzentration gleichzusetzen. Konzentration beschreibt einen sehr fokussierten Geisteszustand. Achtsamkeit hingegen zeichnet sich durch eine Breite und Weite des Gewahrseins aus, sie ist eine beobachtende Haltung auf einer Metaebene. Studien belegen, dass Achtsamkeit und Konzentration unterschiedliche Hirnareale aktivieren.


Achtsamkeit als eine sehr alte Methode


Die Übung von Achtsamkeit findet sich bereits in Lehrreden des zum Buddha erwachten Gautama Siddharta vor rund 2500 Jahren. Dort wird die systematische Entwicklung von Achtsamkeit als Satipatthana –Methode bezeichnet, die der Überlieferung nach bereits von einem werdenden Buddha der Vorzeit, dem Bodhisatta Vipassi praktiziert wurde. Gautama Siddharta hat diese in Vergessenheit geratene Übung wiederentdeckt. Die Übung der Achtsamkeit ist somit eine sehr alte Methode. Im frühen Buddhismus wird die Satipatthanamethode als Achtsamkeit auf den Körper, die Gefühle, den Geist und die dhammas (=alle Phänomene, die nicht in die 3 anderen Kategorien passen) geübt. Der Sinn und das Ziel ist kein geringeres als das vollständige Erwachen, weitläufig als Erleuchtung bekannt.

Veranstaltungshinweis

Am 1. und 5. Febuar 2021 findet von 19 bis 21 Uhr eine kurze Online – Einführung in die Achtsamkeitsmeditation via ZOOM statt. Für Information und Anmeldung bitte HIER klicken.

MBSR – eine moderne Anwendung von Achtsamkeit


Jon Kabat-Zinn ist Gründer der Stress Reduction Clinic (1979) und hat die Methode MBSR entwickelt. „Das Programm der Stressklinik basiert auf dem systematischen Training der Achtsamkeit, einer Form der Meditation, die in den buddhistischen Traditionen Asiens entwickelt wurde“. Er wurde  international bekannt durch den Einsatz der Achtsamkeitsmeditation als Hilfe für seine Patienten im Umgang mit Stress und chronischen Schmerzen. Seit seinem Bestehen hat die Methode MBSR hunderttausenden von Menschen geholfen, besser mit Stress, Schmerz und chronischen Krankheiten umzugehen. MBSR ist mittlerweile auch in Europa weit verbreitet und spezielle 8Wochenkurse werden vor allem außerhalb des stationären Settings angeboten. Mittlerweile werden Achtsamkeitstrainings auch in Firmen und Einrichtungen immer beliebter und zeigen eine positive Wirkung – sofern Achtsamkeit praktiziert wird. Achtsamkeit können wir nicht erlernen in dem Sinne, dass wir sie dann besitzen. Achtsamkeit muss geübt und gepflegt werden, weil wir sie sonst wieder verlieren. Das Herzstück in der Schulung von Achtsamkeit ist die Entwicklung von Geistesgegenwart und Bewusstheit. Wenn wir uns  auf die Tatsache besinnen, dass unser Erleben immer aus dem besteht, was „gegenwärtig“ ist, wird es offensichtlich, dass die Qualität unseres (Er)-Lebens eng verknüpft ist mit der Qualität unserer Aufmerksamkeit, die wir diesem Erleben in der Gegenwart geben. Achtsamkeit ist eine Fähigkeit, tief ins eigene Innere zu schauen und uns selbst, d.h. unsere Erfahrung zu erforschen.


Achtsamkeitsmeditation 


Die Übung von Achtsamkeit wird Achtsamkeitsmeditation genannt. Mediation ist ein Begriff, der mittlerweile häufig und in verschiedenen Kontexten verwendet wird und somit recht unklar geworden ist. Man kann alle möglichen Ideen davon haben, was Meditation ist  — es gibt diesbezüglich  eine weit gefächerte Vielfalt von Erfahrungen  und  Einflüssen.  Wir  haben  vielleicht  die  Vorstellung, dass es in der Meditation darum geht, Einsicht in frühere Leben zu gewinnen oder die Gedanken anderer Menschen lesen zu können,  den Geist in irgend einen  glücklichen  Zustand zu  versetzen oder in einer  wunderbaren  esoterischen Sphäre zu verweilen, während wir eine Pause von unserem geschäftigen Leben machen und ähnliches mehr. Vielleicht  haben wir die Idee, dass wir mit Meditation abnehmen werden  oder viel Geld verdienen,  dass sie uns Heilkräfte vermitteln kann oder uns zumindest in einen über alle Maßen interessanten und  anziehenden  Menschen  verwandeln wird. Wir sehen das  Wort  Meditation  in Büchern  und Zeitschriften. Wir hören,  wie man in Fernseh-Talk-Shows darüber  spricht und diskutiert. Kein Wunder, wenn sich Verwirrung darüber einstellt, wie und  warum man meditiert. In der klassischen Achtsamkeitsmeditation geht es nicht um solche Effekte. 


Echtes Glück finden


Was ich hier mit Meditation meine: Meditation ist ein Geistestraining, welches hilft, die notwendigen Stärken und Fähigkeiten zu entwickeln, die man zur Lösung seiner eigenen Probleme benötigt. So wie es für die verschiedenen körperlichen Krankheiten unterschiedliche Heilmittel gibt, bieten sich für die verschiedenen Probleme des Geistes entsprechende Meditationsformen an. Achtsamkeitsmeditation dient dazu, die fundamentalsten Probleme des Geistes zu lösen: die Arten von Stress und Leiden, welche durch unsere eigenen Gedanken und Handlungen hervorgerufen werden. Wir streben im Grunde ständig nach Glück und dennoch schafft es unser Geist immer wieder, uns durch geistigen Schmerz herunterzuziehen.  Verantwortlich für diesen Schmerz ist unsere falsche Suche nach Glück:  falsche oder einfach ungeschickte Methoden, falsche oder wirre Ziele oder Vorstellungen vom Glück. Wenn wir es schaffen, die Gründe für dieses geistige Verhalten zu enthüllen, dann können wir leichter aus diesem aussteigen. Durch dieses Aussteigen eröffnet uns die Meditation die Möglichkeit, wahres Glück zu erfahren, ein Glüc k, dem wir vertrauen können und das sich nie verändern  oder uns im Stich lassen wird.
Echtes Glück ist also möglich, im Hier und Jetzt, und wir können es durch eigenes Üben erreichen. Wir müssen uns nicht mit einem oberflächlichen Glück oder Vergnügungen zufrieden geben, die uns ohnehin wieder verlassen. Das Leben hat mehr zu bieten, als vorübergehendes Glück. Wir müssen unser Glück auch nicht auf andere Personen aufbauen oder auf Kräfte die außerhalb  in uns selbst liegen.
Wir können unserem Geist beibringen, ein vollkommen verlässliches Glück zu finden, ohne uns selbst oder irgend jemand anderem zu schaden.

Ab 12. September findet ein Einführungskurs über 4 Abende in die Achtsamkeitsmeditation in der Theravadaschule am Fleischmarkt in 1010 Wien statt, den ich leiten werden, statt. Weitere Infos HIER

Harald Reiter, Lehrender an der Theravadaschule Wien ( Achtsamkeitsmeditation, Einsichtsdialog)


Quellen:

  • Ajahn Amaro, ” Den fehlenden Frieden finden”, 2016
  • Ajahn Sucitto, “Mediation – Ein Weg des Erwachens”, 2016
  • Analayo Bhikkhu – “Der direkte Weg”, 2010
  • Reiter Harald, Abschlussarbeit Lehrgang Resilienz, “Achtsamkeit und Resilienz”, 2017
  • Thanissaro Bhikkhu, “Mit jedem Atemzug” , 2015

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Weil mir das Thema Wechseljahre und Hitzewallungen in meiner Shiatsupraxis immer wieder begegnet, möchte ich hier einen interessanten Artikel von www.zentrum-der-gesundheit.de teilen, der auch links enthält. Möge er für viele hilfreich sein!

Wechseljahre und Hitzewallungen –  natürlich begegnen

Hitzewallungen zählen zu den häufigsten Symptomen, die während der Menopause auftreten können. Von den meisten Frauen werden sie als äußerst unangenehm empfunden, denn sie können sowohl eine intensive Hitze im Körper entwickeln als auch als Kältewelle durch den Körper fließen. Im Wechsel auftretend, wenn also dem intensiven Schweißausbruch der Kälteschauer folgt, sind sie für die Betroffene ganz besonders belastend. An diesen Schwankungen ist vorwiegend das endokrine (hormonproduzierende) System beteiligt. Wir wollen Ihnen an dieser Stelle einige Maßnahmen aufzeigen, die Ihnen das Erleben der Wechseljahre erleichtern.

Wechseljahre und Hitzewallungen – die erste Phase der Menopause

Die Menopause gliedert sich in drei Abschnitte. Mit der Vor-Menopause beginnt eine langsame Veränderung des Hormonhaushaltes. Sie zeigt sich durch unregelmäßig auftretende und in ihrer Intensität sehr schwankende Blutungen, die zeitweilig auch ganz ausbleiben können und häufig von leichten Gefühlsschwankungen begleitet werden.

Die beginnende hormonelle Umstellung verändert bei einigen Frauen auch das emotionale Empfinden. So kommt es nicht selten vor, dass Frauen in dieser Phase ihr Leben neu überdenken und manchmal sogar komplett umkrempeln.

Wechseljahre und Hitzewallungen -der zweite Abschnitt ist der intensivste

In der zweiten Phase bleibt der Eisprung anhaltend aus, da zu diesem Zeitpunkt alle Eizellen in den Eierstöcken aufgebraucht sind. Gleichzeitig nimmt die Östrogen- und Progesteronproduktion rasant ab. Es findet insgesamt ein hormonelles Ungleichgewicht statt, das großen Einfluss auf das physische und psychische Wohlbefinden nimmt.

Die Hormonschwankungen versetzen die Betroffenen im wahrsten Sinne des Wortes in ein Wechselbad der Gefühle. In dieser Phase treten vermehrt starke und teilweise langanhaltende Hitzewallungen, Schlafstörungen sowie intensive Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen auf.

Wechseljahre und Hitzewallungen – Phase drei läutet das Ende der Menopause ein

Im dritten und letzten Abschnitt der Menopause hat sich der Körper an die veränderte Hormonsituation angepasst und die klimakterischen Beschwerden lassen allmählich nach.

Die Dauer der gesamten Menopause ist von verschiedenen Gegebenheiten abhängig und beträgt in der Regel zwischen 10 und 15 Jahren.

Wechseljahre und Hitzewallungen: Maßnahmen zur Reduzierung 

Sicher können die unangenehmen Begleiterscheinungen, unter denen viele Frauen während der Wechseljahre leiden, nicht immer gänzlich abgestellt werden. Es ist jedoch durchaus möglich, die Länge sowie die Intensität der Beschwerden auf natürlichem Weg deutlich zu verringern, so dass Betroffene weitaus besser mit der veränderten Situation zurechtkommen.

Nachfolgend stellen wir Ihnen einige Maßnahmen vor, von deren Umsetzung Sie ganz sicher profitieren werden.

Arbeiten Sie an Ihrer Einstellung

Bei den Wechseljahren handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern um eine hormonelle Umstellungsphase im Leben einer Frau, die mehr oder weniger intensiv erfahren werden kann. Eine bejahende, optimistische Einstellung zu dieser Zeit ist sehr von Vorteil, da sie sich automatisch auch positiv auf das Befinden auswirkt.

Mit der richtigen Einstellung lassen sich die körperlichen Veränderungen der Menopause deutlich spürbar harmonisieren. Begrüßen Sie daher diesen neuen Lebensabschnitt und nutzen Sie ihn, um sich selbst ganz neu zu entdecken.

Vermeiden Sie Stress

Stressige Situationen sollten Sie tunlichst vermeiden, denn sie können die Hitzewallungen deutlich verstärken. Dies ist im Alltag jedoch oft nicht möglich. Daher ist es umso wichtiger, auf andere Weise dem Stress entgegenzuwirken. Hier eignen sich in erster Linie Entspannungsmethoden wie beispielsweise autogenes Training, Meditation, Yoga etc. Insbesondere das Hormon-Yoga ist eine spezielle Methode, die das endokrine Hormonsystem ausgleichen kann und somit unterschiedliche Wechseljahrsbeschwerden positiv beeinflusst.

Lernen Sie Schlafstörungen zu akzeptieren

Die Zeit der Menopause ist auch gleichzeitig häufig die Zeit des Grübelns. Die veränderte physische und psychische Situation stimmt viele Frauen nachdenklich und raubt ihnen manchmal auch den Schlaf. Bevor Sie nun stundenlag wach im Bett liegen, sollten Sie besser erst schlafen gehen, wenn Sie wirklich müde sind. Ein entspannendes Voll- oder Fußbad am Abend fördert die Müdigkeit.

Werden Sie schon nach kurzer Schlafzeit wieder wach und können nicht mehr einschlafen, so lesen Sie ein paar Seiten einer entspannenden Lektüre. Meist lässt die Müdigkeit dann nicht mehr lange auf sich warten. Auch natürliche Einschlafhilfen wie Baldrian- und Hopfenpräparate, Melisse, Passionsblume oder Orangenblüten sind empfehlenswert. Versuchen Sie jedoch nicht den Schlaf zu erzwingen, denn Sie erreichen dadurch meist das Gegenteil.

Bereiten Sie sich auf nächtliche Hitzewallungen vor

Besonders nachts werden viele Frauen von intensiven Schweißausbrüchen heimgesucht. Solange sich diese noch nicht reguliert haben, sollten Sie folgende Empfehlungen beherzigen:

Lüften Sie Ihr Schlafzimmer vor dem Zubettgehen gut durch.

Die Raumtemperatur sollte zwischen 17°C und 18°C liegen.

Schlafen Sie zwischen zwei Bettlaken, die Sie ggf. schnell wechseln können, wenn sie verschwitzt sind.

Tragen Sie nachts T-Shirts aus Baumwolle und legen Sie sich 3 Wechsel-Shirts direkt ans Bett, damit Sie nicht aufstehen müssen, um sich umzuziehen.

Kommen Sie sportlich ins Schwitzen

Wenn Sie regelmäßig Sport treiben und dabei so richtig ins Schwitzen geraten, stehen die Chancen äußerst gut, dass die lästigen Hitzewallungen stark nachlassen oder sogar ganz verschwinden. Wenn Sie sich bislang jedoch eher wenig sportlich gezeigt haben, sollten Sie die Sache unbedingt langsam angehen, damit Sie sich nicht gleich überfordern.

Auch von Saunagängen oder einem Dampfbad können Sie sehr profitieren. Und ganz nebenbei haben alle 3 Betätigungen (Sport, Sauna, Dampfbad) gleichzeitig auch sehr positive Auswirkungen auf Ihr Schlafverhalten.

Wenden Sie Wechselduschen an

Ihr Tag sollte mit einer Wechseldusche (warmes und kaltes Wasser im Wechsel) beginnen. Auch wechselnde Fußbäder am Abend können sehr hilfreich sein. Hierzu werden die Füße abwechselt in einer Wanne mit warmem Wasser und in einer Wanne mit kaltem Wasser gebadet. Über den Tag verteilt können Sie zusätzlich immer mal wieder abwechselnd einen warmen und kalten Wasserstrahl über die Oberarme laufen lassen. Generell sollte das Wechseldusch-Verfahren mit der kalten Anwendung beendet werden.

Versuchen Sie, auslösende Faktoren zu identifizieren

Einige Lebensmittel und Lebensmittelzusätze können den Körper veranlassen, eine erhöhte Stressreaktion in Gang zu setzen. Dies ist insbesondere bei jenen Frauen der Fall, die anfällig für Hitzewallungen sind. Zu den häufigsten Auslösern zählen Alkohol, Nikotin, Koffein, scharf gewürzte Speisen, Erdnüsse, verarbeitete Nahrungsmittel, pasteurisierte Milchprodukte und Schokolade.

Wenn Sie nicht erkennen können, welche Faktoren bei Ihnen die Hitzewallungen auslösen, empfiehlt es sich, ein Tagebuch anzulegen. Schreiben Sie alles nieder, was Sie essen oder trinken und welcher Art Stress Sie an jedem Tag ausgesetzt waren. Später können Sie in der Nachschau herausfinden, welche potentiell auslösenden Faktoren Ihnen vor den Hitzewallungen begegneten und diese Einflüsse gezielt ausschalten.

Eine Blanko-Vorlage für ein Ernährungstagebuch sowie ein Beispiel, wie ein solches ausgefüllt werden könnte, können Sie hier herunterladen: Ernährungstagebuch leer und Ernährungstagebuch Beispiel.

Entsäuern Sie Ihren Körper

Über die Blutung während der Periode kann sich der Körper einer Frau regelmäßig von vorhandenen Säuren befreien. Da ihm diese Möglichkeit von Beginn der Menopause an fehlt, versucht der Körper die Säuren über die Haut in Form von Hitzewallungen und Schweißausbrüchen auszuscheiden. Daher ist es in dieser Lebensphase besonders wichtig, sich möglichst säurearm bzw. basenüberschüssig zu ernähren. Darüber hinaus ist eine intensive Entsäuerungskur sehr zu empfehlen. Sie werden schnell feststellen, dass die Reduzierung der Säuren im Körper eine gleichzeitige Abschwächung der Wechseljahrsbeschwerden mit sich bringt.

Wechseljahre und Hitzewallungen: Weitere natürliche Hilfen

Salbeitee lindert Hitzewallungen

Salbeitee während der Wechseljahre getrunken spendet Seelenfrieden, stärkt die Nerven und wirkt schweißhemmend. Um in den vollen Genuss der schweißhemmenden Wirkung zu kommen, sollten täglich 2 Tassen über den Tag verteilt schluckweise getrunken werden.

Alternativ zum Tee kann auch ein Extrakt in Kapselform oder als flüssige Tinktur eingenommen werden.

Rotklee lindert Hitzewallungen

Isoflavone sind sekundäre Pflanzenstoffe, die aufgrund ihres chemischen Aufbaus den Östrogenen sehr ähneln. Auch die Wirkung dieser Substanzen ist mit der des Östrogens vergleichbar. Eine besonders wirkungsvolle Zusammensetzung vier verschiedener Isoflavone scheint der Rotklee zu enthalten, weshalb er offenbar den im Umbruch befindlichen Hormonhaushalt der Frauen regulieren kann. Daher wird Rotklee oft als Nahrungsergänzung bei Hitzewallungen und anderen Wechseljahrsbeschwerden empfohlen.

Die Wissenschaft ist sich zwar nicht ganz einig darüber, ob Rotklee nun wirklich gegen Wechseljahrsbeschwerden hilft, doch einige Studien sowie verschiedene Berichte von Frauen bestätigen seine positiven Effekte gegen Hitzewallungen.

Granatapfel lindert Wechseljahrsbeschwerden

Die Kerne des Granatapfels enthalten ebenfalls so genannte Phytoöstrogene, welche offenbar dafür verantwortlich sind, dass Granatapfelkernöl vielen Frauen dabei helfen kann, ihre Wechseljahrsbeschwerden zu lindern. Während in wissenschaftlichen Studien der Effekt von Granatapfelkernöl gegen Hitzewallungen eher gering ausfiel, konnte eine deutliche Besserung des Schlafs durch Granatapfelkernöl festgestellt werden. Das Granatapfelkernöl ist auch als Nahrungsergänzung in Kapselform im Handel erhältlich.

Mexican Wild Yam lindert Hitzewallungen

Diese Wurzel hat es wirklich in sich. Sie zeigt aufgrund ihres einzigartigen Wirkstoffkomplexes eine Vielzahl gesundheitsfördernder Wirkungen. In Bezug auf Wechseljahrsbeschwerden wirkt sie stark harmonisierend und ausgleichend. Daher ist häufig schon nach kurzer Einnahmezeit ein deutlicher Rückgang der Hitzewallungen spürbar. Auch im psychischen Bereich zeigt sie ihre auffallend angenehme, ausgleichende Wirkung.

Und noch eine sensationelle Fähigkeit sollte in diesem Zusammenhang erwähnt werden: Die Stoffe aus der Yams Wurzel können den Körper dabei unterstützen, die Knochendichte zu erhöhen. Wenn das keine ausreichenden Argumente sind, diese Wurzel in Form einer Nahrungsergänzung zu testen… 🙂

Wichtig: Achten Sie beim Kauf der MWY unbedingt darauf, die ganze Wurzel in gemahlener Form zu erhalten. Verwenden Sie keine Extrakte.

Fazit

Abgesehen von den körperlichen und psychischen Veränderungen, die in der Lebensmitte einer Frau häufig auftreten, macht die Menopause darauf aufmerksam, dass ein neuer Lebensabschnitt beginnt. Die Frau wird älter und somit auch reifer. Daher sollte sie lernen, die mit dieser Entwicklung einhergehenden Veränderungen freudvoll anzunehmen und auch die positiven Seiten, die diese Zeit ebenfalls mit sich bringt, zu erkennen. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine ruhige, angenehme und erkenntnisreiche Menopause 🙂

Quellen u.a.:

Bommer S et al.,First time proof of sage’s tolerability and efficacy in menopausal women with hot flushes.” Adv Ther. 2011 Jun;28(6):490-500. (Erster Nachweis über die Verträglichkeit und Wirksamkeit von Salbei bei Frauen in den Wechseljahren mit Hitzewallungen.) [Quelle als PDF]

Barentsen R. “Red clover isoflavones and menopausal health.” J Br Menopause Soc. 2004 Mar;10 Suppl 1:4-7. (Rotklee Isoflavone und Wechseljahresbeschwerden.) [Quelle als PDF]

Auerbach L et al.,Pomegranate seed oil in women with menopausal symptoms: a prospective randomized, placebo-controlled, double-blinded trial.” Menopause. 2012 Apr;19(4):426-32. (Granatapfelkernöl bei Frauen mit Wechseljahrsbeschwerden: eine prospektive randomisierte, placebo-kontrollierte, doppelblind Studie.) [Quelle als PDF]

Wu WH et al.,Estrogenic effect of yam ingestion in healthy postmenopausal women.” J Am Coll Nutr. 2005 Aug;24(4):235-43. (Östrogene Wirkung von eingenommenem Yam bei gesunden postmenopausalen Frauen.) [Quelle als PDF]

Alcantara EH et al.,Diosgenin stimulates osteogenic activity by increasing bone matrix protein synthesis and bone-specific transcription factor Runx2 in osteoblastic MC3T3-E1 cells.” J Nutr Biochem. 2011 Nov;22(11):1055-63. (Diosgenin stimuliert osteogene Aktivität durch die Erhöhung der Knochenmatrix-Proteinsynthese und des Knochen-spezifische Transkriptionsfaktors Runx2 in osteoblastischen MC3T3-E1-Zellen.) [Quelle als PDF]

Quelle: http://www.zentrum-der-gesundheit.de/hitzewallungen-ia.html?utm_source=nl&utm_medium=newsletter&utm_campaign=NL13063

Shiatsu wirkt – und wie!? – Teil 1

Immer wieder werde ich gefragt, wie denn Shiatsu eigentlich wirkt. Die Antwort ist vielfältig. Und sie ist auch ein wenig abhängig davon, wofür es angewandt wird. Ich werde dafür eine Serie anbieten und auf verschiedene Aspekte eingehen.

Als Einführung gebe ich im ersten Teil einen auf Studien basierenden Überblick über die Wirkungen von Shiatsu. Ich beziehe mich dabei auf eine Zusammenfassung von 12 Studien, verfasst von Peter Itin und Barbara Frank. Sie können die Studie Hier lesen oder auch herunterladen.

Europäische Drei-Länder-Studie über “Effects and Experience of Shiatsu”

Prof. Andrew Long hat eine wissenschaftliche Studie in Grossbritannien, Österreich und Spanien über Wirkungen und Erfahrungen mit Shiatsu durchgeführt. Die Studie ist ein überwältigender Nachweis für die Wirksamkeit des beruflich ausgeübten Shiatsu.

An der Studie nahmen 948 Shiatsu-Empfangende aus den 3 Ländern teil.

Shiatsu wirkt – Ziele:

Shiatsu wurde von den KlientInnen der drei Länder mit folgenden Zielsetzungen bzw. Erwartungen in Verbindung gesetzt:

  • Shiatsu führt zu Entspannung und Stress-Reduktion
  • es bewirkt Freiheit oder Linderung von Symptomen und Beschwerden
  • Shiatsu bietet emotionale Hilfe und Unterstützung
  • und stärkt das Selbstvertrauen
  • Shiatsu stärkt die Selbstwahrnehmung von Körper und Geist,
  • unterstützt die allgemeine Gesundheitserhaltung und
  • Shiatsu unterstützt die persönliche Entwicklung

Die überwältigende Mehrheit der KlientInnen in den drei Ländern gab an, dass ihre Erwartungen an die Shiatsu-Behandlungen entweder erfüllt oder gar übertroffen wurden (zwischen 88% und 97%).

Shiatsu wirkt – Ergebnisse:

Während oder direkt im Anschluss an die Shiatsu – Behandlungen wurden folgende Wirkungen wahrgenommen:

  • Energie bewegt sich, Blockaden lösen sich
  • Körperliche und emotionale Veränderungen finden statt
  • sich ruhiger und entspannter zu fühlen tritt ein, ebenso
  • energievoller zu sein,
  • ausgeglichener zu sein
  • Anforderungen werden besser bewältigt

Bei den längerfristigen Wirkungen konnten statistisch signifikante Rückgänge bei Beschwerden nachgewiesen werden. 87% aller Befragten stimmten der Aussage zu, dass Shiatsu bei der Behandlung ihrer Symptome effektiv war. Die grössten Veränderungen ergaben sich bezüglich der am häufigsten genannten Symptome:

  • Spannung und Stress
  • Probleme mit Muskeln, Gelenken und Körperstruktur (einschließlich Rückenschmerzen und Haltungsbeschwerden)(
  • Energielosigkeit, Erschöpfung

Es wurden auch weitere, generelle Shiatsu-spezifische Wirkungen bestätigt, insbesondere:

  • Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustandes und Wohlbefindens (93% bis 96%)
  • sich mehr in der Lage fühlen, sich selbst zu helfen (69% – 87%)
  • Verbesserung von Verständnis und Erfahrung des eigenen Körpers (66% – 82%)
  • Persönliche Selbstentwicklung (52% – 67%)

Shiatsu wirkt – Zusammenfassung

Als Ergebnis am Ende der Studie (6 Monate nach der ersten Shiatsu-Behandlung) verspürten 95% der Teilnehmenden (das sind 601 von 633 Personen, die die Studie abgeschlossen haben) ein erhöhtes Gefühl von mehr Ruhe und Entspannung und gegen 60% der regelmäßigen Empfänger von Shiatsu schliefen besser.

Das sind die Ergebnisse von nur einer von 12 Studien, die ich wegen ihres Österreichbezuges ausgewählt habe. In Großbritannien wird Shiatsu in der ärztlichen Grundversorgung angewandt. In Frankreich wird Shiatsu in Spitälern eingesetzt, in der Schweiz ist Shiatsu als Therapie anerkannt. Aber auch in Österreich wird Shiatsu mittlerweile als Zusatz”therapie” in Krankenhäusern und Kliniken eingesetzt und ich selbst habe an einer psychosomatischen Abteilung eines Krankenhauses ein Praktikum absolviert.

Die Studien beweisen, dass Shiatsu wirkt. Aber im Gegensatz zum Beispiel zur Medikamentenabgabe basiert Shiatsu auf einer individuellen und sich situativ-prozesshaft entwickelnden Arbeitsweise. Und daher können keine standardisierten und jederzeit reproduzierbaren Verfahren und Ergebnisse geliefert werden. Das bedeutet, dass die in der Schulmedizin als wissenschaftlicher “Goldstandard” bezeichneten Doppelblindstudien im Shiatsu aus methodischen Gründen nicht durchführbar sind. Es ist nicht möglich, ein “Als ob-Shiatsu” zu geben.

Shiatsu wirkt – Hinweise

Wichtiger Hinweis: Shiatsu ersetzt bei medizinischen oder psychischen Erkrankungen nicht den Besuch beim Arzt oder Therapeuten!

Weiterer Hinweis: In dieser Zusammenfassung wird Shiatsu mehrmals als Therapie bezeichnet. Das begründet sich aus dem Wortlaut der Studien. Ich weise hier auf den gewerblichen Charakter von Shiatsu in Österreich hin. In Österreich ist Shiatsu ein Teilgewerbe der Massage, darf nur an gesunden Menschen und nicht zu Heilzwecken angewandt werden. Sollte hier der Eindruck entstehen, Shiatsu wäre ein Heilverfahren, so ist das für Österreich nicht zutreffend.

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